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Experten-Antwort

Gutachter wegen Erwerbsminderungsrente

von Carina15.05.2020 | 14:59
904 Ansichten
14 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Bei mir läuft seit 10 Jahren die Erwerbsminderungsrente ganz. Keine Teilerwerbsminderungsrente. Vor zwei Jahren wurde das wieder bewilligt. Jetzt nach 10 Jahren soll ich nun zum Gutachter. Was keiner versteht. Mein Arzt nicht, meine Anwältin nicht. Da sich nichts gebessert hat, eher teilweise verschlimmert. Ich leide an massiven Panikattacken, Angst und schweren Depressionen. Öffentliche Verkehrsmittel werden von mir nie benutzt, da ich kaum aus dem Haus gehe sowie ich die Enge gar nicht ertragen könnte.Einkaufen gehen für mich Nachbarn oder ich lasse liefern, da ich bei zu vielen Menschen Zitteranfälle bekomme, massive Ängste. Ich schlafe im 1.5 Std. Takt. d.h. ich quäle mich schon in den Schlaf, wache alle 1.5 Std. auf, wandere herum, versuche wieder zu schlafen. Muss dass ich nicht komplett durch drehe, Trimipramin nehmen. 50mg unterm Tag, 150mg für die Nacht. Durch diesen Schlafentzug massive Kopfschmerzen, keine Konzentration. Leide an Waschzwang, bin somit auch immer alleine. Das alles war schon in der Kindheit, nur wusste niemand was es ist. Massive LWS Probleme, die ich durch IBU oder Thomapyrin in Schach halte, Schmerzen runter drücke. Soziale Kontakte kaum. Eigener Haushalt geht nur in Etappen, fehlt die Konzentration und das "wach" bleiben in mir. Nun kommt die Rente Schwaben mit einem Brief an mich, ich muss zum Gutachter. Warum? Ich kann nicht mal 2 Std. meine Konzentration offen halten. usw. siehe oben. Was erwartet die Rente dadurch? Wird mir da ein Taxi bezahlt dass ich zu diesem Gutachter komme? Ich selbst bin nicht in der Lage dorthin zu fahren, sowohl ich S-Bahn etc nie bestiegen habe und nie nutzen werde. Vielleicht gibt es eine Antwort. Danke schön.

1 Experten-Antwort

Experten-Antwortam 18.05.2020 | 14:18

Guten Tag Carina,

Sie schildern Ihre Situation detailliert und eindrücklich.

Vor diesem Hintergrund sind Ihre Befürchtungen auch nachvollziehbar.

Haben Sie all diese Punkte und Ihre Befürchtungen schon einmal Ihrem Rentenversicherungsträger mitgeteilt?

Haben Sie schon einmal direkt beim Rentenversicherungsträger nachgefragt, ob die Kosten für die Nutzung eines Taxis für den Weg zum Gutachter und zurück vom Rentenversicherungsträger übernommen werden?

Oder haben Sie sich erkundigt, ob es vor dem Hintergrund Ihrer gesundheitlichen Einschränkungen zu dem Besuch bei einem Gutachter noch alternative Möglichkeiten zur Beurteilung Ihres Leistungsvermögens gibt?

Wie Sie aus diesen Fragen ersehen können, ist der Hinweis von KSC insofern durchaus zutreffend.

Deshalb hier auch noch einmal der dringende Rat:

Nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Rentenversicherungsträger auf und stellen Sie dort Ihre Fragen. Denn dort wird auch die Entscheidung über die weitere Zahlung Ihrer Rente getroffen.

13 Antworten

KSCam 15.05.2020 | 15:39
Auf all diese Fragen werden Sie im Forum keine klärende Antwort bekommen. Und beurteilen ob alles so ist wie Sie schreiben kann das auch keiner im Forum. Wenn das aber alles so ist, wird die Verlängerung auch kein Problem werden. Ob ein Arztbesuch beim Gutachter tatsächlich so unzumutbar ist,? Irgendein Bekannter / Verwandter wird Sie doch hinbringen können? Das müssen Sie direkt mit der Stelle klären die Sie zur Begutachtung aufgefordert hat. Notfalls mit entsprechenden ärztlichen Bescheinigungen.
Alfredam 15.05.2020 | 16:48
Da Ihre Rente bereits seit 10 Jahren gewährt, aber immer wieder verlängert wird, scheint es sich nicht um eine Rente aus rein medizinischen Gründen zu handeln. Ihre Aufregung und Ihre Sorgen sind verständlich. Gerade bei Erkrankungen, welche nicht durch ein Blutbild oder einen radiologischen Befund nachweisbar sind, ist die Beweislage oft schwierig. Der Gutachter wird also schon auf eine umfangreiche Schilderung Ihres Leidens und der daraus resultierenden Einschränkungen angewiesen sein. Angst ist auch ein schlechter Ratgeber, gehen Sie es mit Ruhe an und steigern Sie sich in nichts hinein. Sollten Sie um öffentliche Verkehrsmittel nicht herumkommen, sagen Sie ruhig, wie schwer es gefallen ist und welche Ängste ausgestanden wurden. Die RV ist nicht Ihr Feind, muss aber umfangreich prüfen. Nur Mut, dass wird schon!
Carinaam 15.05.2020 | 17:25
Hallo Alfred, danke fürs antworten. Der Rente und den vorherigen Gutachtern liegt ja alles vor, seit Jahren. Auch Bestätigungen meiner Ärztin usw. Sowie ein 50 GDB genau aus diesen Gründen, ausgestellt wurde. Mit Öffentlichen fahren geht nicht. Steht auch in den Akten dass das auf keinen Fall benutzt werden darf. Der Witz an der Sache ist schlechthin, dass es nach 10 Jahren geprüft wird. Obwohl ja die Rente damals, vor 10 Jahren, sofort zur Rente einwilligte weil Verständnis da war. Grüße und Danke
Karl Dallam 15.05.2020 | 17:29
Dieser Beitrag wurde wegen Verstoß gegen die Netiquette gelöscht. Schöne Grüße, Ihr Admin-Team
Realistam 16.05.2020 | 07:18
Zitat von Carina anzeigen
Sie werden um die Begutachtung nicht herumkommen und niemand hier kennt Ihren Vorgang und kann daher sagen, aus welchem Grund Sie wieder begutachtet werden. Die Rentenversicherung hat eben das Recht dies zu tun, da Sie eine Leistung auf Kosten aller Rentenversicherten beziehen. Damit müssen und können Sie, wie viele andere auch, klarkommen.
Angsthäschenam 16.05.2020 | 10:55
@ Carina , ich bin 9 Jahre in voller em-rente, ebenso mit Angst und Schwere Depression plus weitere Diagnosen. Auch ich musste zum Gutachter , gefahren mit mich ein Bruder.
Katinka1971am 16.05.2020 | 10:12
Ich verstehe, wie es Ihnen momentan geht. Aber Sie müssen da durch. Gutachten verweigern ist nicht möglich. Gehen sie hin und wenn es so ist, wie Sie schreiben, wovon ich ausgehe, dann wird der Gutachter das auch so sehen. Sie machen das einfach so mit, wie es halt geht.
Komischam 17.05.2020 | 15:35
Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen: Wenn Sie schwere Deperessionen haben und "nur" Trimipramin nehmen, kann da was nicht stimmen. Vielleicht lautet die aktuelle Diagnose für die Rentenversicherung "nur noch" leichte bis mittelgradige Depressionen?! Um mit schweren Depressionen durch den Tag zu kommen, geht es nicht ohne Antidepressiva und Neuroleptika. Trimipramin ist da eher ergänzend als Beruhigungs- und Schlafmittel. Es sei denn, man spielt dem Psychiater und der DRV nur vor, Medikamente zu nehmen, weil man die Mittel ablehnt.
Komischam 17.05.2020 | 17:58
Ja gut erkannt. Für die DRV zählt, ob alle Maßnahmen zur Heilung der Erkrankung für eine Rente ausgeschöpft sind. Dazu zählt auch die Medikation. Im Rentenantrag bzw. in der Begutachtung fehlt es an Plausibilität wenn über schwere Depressionen geklagt wird, im Medikationsplan aber nur ein leichtes atypisches Antidepressiva steht, was zweimal am Tag genommen wird.
Quatsch am 17.05.2020 | 18:30
Zitat von Komisch anzeigen
Sie scheinen Arzt zu sein?
Ja gut erkannt. Für die DRV zählt, ob alle Maßnahmen zur Heilung der Erkrankung für eine Rente ausgeschöpft sind. Dazu zählt auch die Medikation. Im Rentenantrag bzw. in der Begutachtung fehlt es an Plausibilität wenn über schwere Depressionen geklagt wird, im Medikationsplan aber nur ein leichtes atypisches Antidepressiva steht, was zweimal am Tag genommen wird.
Träumer! Gibt es jetzt schon eine Zwangsmedikation? Lassen Sie sich dringend behandeln, am besten mit den Medikamenten die Sie hier anderen aufschwätzen wollen. Unglaublich was hier für Gestalten schreiben! Sie sollten erheblich aufpassen was Sie hier der DRV unterstellen!
Mitleseram 18.05.2020 | 06:53
Mitleseram 18.05.2020 | 07:03
Bei mir läuft seit 10 Jahren die Erwerbsminderungsrente ganz. Keine Teilerwerbsminderungsrente. Vor zwei Jahren wurde das wieder bewilligt. Jetzt nach 10 Jahren soll ich nun zum Gutachter. Was keiner versteht. Mein Arzt nicht, meine Anwältin nicht. Da sich nichts gebessert hat, eher teilweise verschlimmert. Ich leide an massiven Panikattacken, Angst und schweren Depressionen. Öffentliche Verkehrsmittel werden von mir nie benutzt, da ich kaum aus dem Haus gehe sowie ich die Enge gar nicht ertragen könnte.Einkaufen gehen für mich Nachbarn oder ich lasse liefern, da ich bei zu vielen Menschen Zitteranfälle bekomme, massive Ängste. Ich schlafe im 1.5 Std. Takt. d.h. ich quäle mich schon in den Schlaf, wache alle 1.5 Std. auf, wandere herum, versuche wieder zu schlafen. Muss dass ich nicht komplett durch drehe, Trimipramin nehmen. 50mg unterm Tag, 150mg für die Nacht. Durch diesen Schlafentzug massive Kopfschmerzen, keine Konzentration. Leide an Waschzwang, bin somit auch immer alleine. Das alles war schon in der Kindheit, nur wusste niemand was es ist. Massive LWS Probleme, die ich durch IBU oder Thomapyrin in Schach halte, Schmerzen runter drücke. Soziale Kontakte kaum. Eigener Haushalt geht nur in Etappen, fehlt die Konzentration und das "wach" bleiben in mir. Nun kommt die Rente Schwaben mit einem Brief an mich, ich muss zum Gutachter. Warum? Ich kann nicht mal 2 Std. meine Konzentration offen halten. usw. siehe oben. Was erwartet die Rente dadurch? Wird mir da ein Taxi bezahlt dass ich zu diesem Gutachter komme? Ich selbst bin nicht in der Lage dorthin zu fahren, sowohl ich S-Bahn etc nie bestiegen habe und nie nutzen werde. Vielleicht gibt es eine Antwort. Danke schön.
Wie User "Alfred" bereits vermutet hat, ist aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes davon auszugehen, dass es sich bei Ihrer Rente nicht um eine Rente wegen voller Erwerbsminderung rein aus medizinischen Gründen, sondern um eine sogenannte "Arbeitsmarktrente" handelt. Wenn dem so ist, finden Sie diese Information auf der ersten beiden Seiten Ihres (ursprünglichen) Rentbescheides. Diese Arbeitsmarktrenten sind medizinisch gesehen eigentlich nur Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung, also "halbe" Renten, weil eine Teilzeitbeschäftigung zwischen 3 und weniger als 6 Stunden noch zumutbar waren bzw. sind. Weil aber der Teilzeitarbeitsmarkt in den meisten Bundesländern als verschlossen gilt, erhalten Sie Ihre Rente bis zur Umstellung auf Altersrente "nur" als Zeitrente.
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