Gutachterfragebogen

von
Bärbel

Habe heute einen Untersuchungstemin beim sozialmedizinischen Dienst bekommen.

Nun meine Frage:

Soll oder Muss man die Frage mit den erlebten

Schicksalsschlägen ausfüllen.

Genauso bei gefragten Problemen in der Kindheit oder im Berufsleben.

Wer hat damit schon Erfahrung gemacht?

von
Sozialröchler?

Zitiert von: Bärbel

Soll oder muss man die Frage mit den erlebten Schicksalsschlägen ausfüllen?

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB1_60R0

Es sind alle Tatsachen anzugeben, die für die Sozialleistung erheblich sind und deren Kenntnis für die aktuelle Verwaltungsentscheidung nötig ist. Der Mitwirkungspflichtige braucht jedoch nur die ihm bekannten Tatsachen mitzuteilen. Ermittlungen braucht er nicht anzustellen.

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB1_65R0

von
Ruth Asmussen

Ich verstehe auch absolut nicht warum man solche Fragebögen nicht wahrheitsgemäss einfach ausfüllt und gut ist es. Warum muss man bei gewissen Fragen immer so ein " Bohei " gemacht werden ? Schließlich wollen SIE ja was ( EM-Rente ) von der RV und nicht umgekehrt .. Und gerade bei schwerwiegenden Problemen oder Ereignissen in der Kindheit ( z.b. sexuelle Übergriffe ) oder im Berufsleben ( z.b. Mobbing ) ist dies sicher für die Gewährung der Rente von Vorteil. Also warum nicht einfach korrekt beantworten - wenn denn entsprechende Probleme/Ereignisse geschehen sind ?
Sicher wird ihnen aber auch niemand bei der RV einen Strick daraus drehen , wenn Sie gewisse Fragen die ihnen womöglich peinlich sind nicht beantworten. Aber Sinn und Zweck so eins Fragebogens ist die Beantwortung der Fragen und nicht die Nichtbeantworutng von Fragen...

von
Fleisch

Vor allem will man mit diesen Fragen tiefere Gründe und ihre wahre Motivation erfassen................

von
Alltagsbegleiter

Da derartige Fragen Ihr informelles Persönlichkeitsrecht berühren, steht es Ihnen grundsätzlich frei, ob Sie sich zu ihnen äußern wollen.

Fragebögen des sozialmedizinischen Dienstes sollen helfen, rentenrelevante medizinische Fragen zu klären. Es soll festgestellt werden, was aktuell die Erwerbsfähigkeit des Antragstellers beeinträchtigt.
Bei der Beurteilung psychischer Erkrankungen könnten zum Beispiel auch weit zurückliegende einschneidende Erlebnisse eine Rolle spielen. Wenn es um rein physische Erkrankungen geht, dürfte so etwas kaum maßgeblich sein.

Wenn die abgefragten „Schicksalsschläge“ und „Probleme“ also derart traumatisierend waren, dass sie noch heute die Erwerbsfähigkeit von Antragstellern beeinträchtigen, könnten sie für eine Rentengewährung bedeutsam sein.

Experten-Antwort

Den sehr ausführlichen Beiträgen von Ruth Asmussen und von Alltagsbegleiter kann ich nur zustimmen.