Gutachtertermin

von
Lisa

Hallo,
hatte nun meinen TErmin beim Gutachter zwecks Überprüfung der ERM. Ein Neurologe. Er zeigte sich pikiert, dass ihm keine Berichte von behandelnden Ärzten vorliegen.
Ob ich denn nichts mitgebracht hätte? Ich dachte, das die RV diese bei meinem Arzt anfordern würde. Da gab es aber keine Aufforderung. Allerdings gibt es ein GA vom mediz. Dienst des Afa. Hier gibt mein Neurologe die Diagnosen und eine Empfehlung zur Berentung an. Dies wurde von dem MD auch so akzeptiert. Dem GA der DRV lag dies auch so vor. Allerdings sagte er, würden ihm genauere Bericht fehlen.
Was wird jetzt passieren? Er hat seine Begutachtung so weiter durchgezogen aber wohl unzufrieden mit der Unterlagenvielzahl. Ist es so üblich, dass ich mir selber noch genauere BErichte hätte einholen sollen , um sie dem GA zu überreichen. Von meinem Neurolen hörte ich nur: die werden sich bei ihm melden, wenn sie etwas brauchen. Bin verwirrt.
Dake für infos dazu!
Gruß Lisa

von
H. Heinze

Also ich habe nächste Woche Gutachtertermin und bei mir im Einladungsschreiben steht drin das ich alle mir verfügbaren Unterlagen mitbringen soll.
Da ich meine komplette Krankenakte in Kopie habe werde ich dort mit einem dicken Ordner aufschlagen.

von
Lisa

Hallo,
ja sicher, dass stand bei mir auch so.
Aber eben alle "mir verfügbaren". Hätte ich denn selber von meinem behandelnden Neurologen diesen Bericht in Auftrag geben sollen? Verstehe nicht so ganz warum die DRV dies nicht eingefordert hat zur Überprüfung. Sie gibtr dem Gutachter doch den Auftrag und der GA muss melden, wenn ihm die Unterlagen so nicht ausreichen um beurteilen zu können , oder?
Aber ich glaube nicht, dass der GA dies nun noch vor hat.
???????
GRüße Lisa

von
Cassandra

Ein wenig Eigeniniative ist doch nicht zuviel verlangt, Lisa, oder ?
Natürlich wird der Gutachter jetzt nichts mehr anfordern. Er wird sein Gutachten nach dem Gesichtspunkt verfassen, den er aufgrund ihrer Begutachtung gewonnen hat.

von
Lisa

Hallo,
gegen Eigeninitiative habe ich bestimmt nichts. Aber wenn der der behandelnde Arzt darauf verweist, dass ich dies der DRV überlassen soll?

Experten-Antwort

Welche Empfehlung der Gutachter abgeben wird, kann Ihnen hier im Forum leider niemand beantworten. Wenn sich Ihr Gesundheitszustand nicht gebessert hat, werden Sie sich jedoch hinsichtlich Ihrer Erwerbsminderungsrente keine Gedanken machen müssen.

von
Lisa

Hallo,

mir ist schon klar, das hier im Forum niemand sagen kann welche Empfehlung der GA geben wird. Das war auch nicht meine Frage.
Meine Frage ist:
Hätte ich mich selber um einen Bericht des behandelnden Neurologens speziell für den GA kümmern sollen/müssen?
Er hätte jedenfalls dergleichen vorliegen haben wollen, um mich besser beurteilen zu können.
Cassandra schreibt , ich hätte mich darum kümmern müssen! Das sei doch wohl nicht zuviel verlangt!
In der Einladung zum GA von der DRV steht:
Man soll alles mitbringen, was man vorliegen hat. Dann. "Diese Vorladung soll jedoch nicht Anlass sein, neue Befunde und Untersuchungen eigens für die bevorstehende Begutachtung zu erstellen."
Außerdem habe ich irgendwo gelesen, das ein GA dem Auftraggeber sagen muss, wenn ihm zur Begutachtung Unterlagen fehlen.
Bitte um Aufklärung! Vielen Dank!
Lisa

von
Christina Nowak

Hallo Lisa,

was soll jetzt das ständige Nachfragen.

En von der DRV bestellter Gutachter wird in der Lage sein, Ihren Gesundheitszustand real einzuschätzen, oder ?

Er hat Sie doch bestimmt befragt und Untersuchungen vorgenommen.

Warten Sie doch einfach ab !

von
Tom

Auch ich war bei einem vom Rententräger bestellten Neurologen und hatte vorab dieselbe Einladung erhalten. Mitgenommen zu dem Termin habe ich rein gar nichts. Ich weiss auch bis zum heutigen Tag nicht was in meiner Krankenakte steht. Den Schriftverkehr im Hintergrund zwischen MD, Hausarzt, Facharzt, Rententräger und Neurologen habe ich zumeist nicht gesehen.
Einfluss auf die Entscheidung des bestellten Gutachters hatte der ganze Schreibkram letztlich keine. Bleiben Sie cool. Viel Glück!

von
Lisa

Hallo,

ich bitte höflich um Respekt und Augenmerk auf mein Anliegen!
Dafür ist dieses Forum doch wohl eigentlich ausgelegt.

Grüße Lisa

von
W*lfgang

> von Lisa:
"Er hätte jedenfalls dergleichen vorliegen haben wollen, um mich besser beurteilen zu können."

Das hört sich für mich so an (genau wie Christina Nowak schreibt), dass der Gutachter nicht in der Lage ist, kraft seiner eigenen Fachkenntnisse ein Gutachten zu erstellen. Erstmal schauen, was die 'Kollegen' so sagen (mal will in der Branche ja nicht gegeneinander gutachten), oder reine Bequemlichkeit/viel zu viel Zeitaufwand für das spärliche Honorar der DRV, um sich da intensiv reinzuknien, da schreib ich doch lieber 95 % ab ;-)

Richtig Lisa, "verfügbar" ist das, was ich habe ...ansonsten kann er sich ja von Vorgutachtern (mit Ihrer Genehmigung) alles für seine Meinungsbildung anfordern.

Sind halt nur "Med. Handwerker", denen fehlt Erfahrung/Grundlagen in 'Verwaltungssprech' *g

Gruß
w.

von
Rentnerin

Hallo Lisa

Für mich nicht erkennbar, daher meine Frage:
ist es eine Begutachtung die eine Überprüfung/Verlängerung nach sich zieht, oder der Erstantrag zur EMR?

Wenn das Gutachten eine Überprüfung zur Verlängerung wäre, würden ihnen und auch der DRV diverse Vorbefunde oder Gutachten vorliegen, die dem jetzigen Gutachter zur Einsichtnahme vielleicht hätten vorgelegt werden können, um den Werdegang bis dato zu sehen.

Wenn es ein Erstantrag zur Feststellung einer EMR ist, dann wären dem Gutachter alle Befunde und Diagnostikberichte, die Ihnen hoffentlich über Ihre Erkrankung auch vorliegen, in Kopie ebenfalls vorsorglich vorzulegen gewesen, bzw. Sie hätten sie dabei haben können, um sie ggf. vorzulegen.

Als zu Begutachtender sollte man sich darauf nicht verlassen, dass dem Gutachter eine lückenlose Gesamtaufstellung an Befunden/Berichten vom Auftraggeber vorgelegt wird.

Die DRV, als Auftraggeber eines Gutachtens, kann auch nur die Aufzeichnungen weiterreichen, die ihnen vorliegt!

Wenn z.B. Schweigepflichtsentbindungen vorenthalten werden, wird eine lückenlose Dokumentation der DRV auch nicht vorliegen.

Und wenn Sie selber Ihre Gesundheitsakte nicht nebenbei selber auch verwalten, werden Befunde/Berichte im Nachhinein schwer zu beschaffen sein.

Ich kann Ihnen von daher nur den Rat geben, legen Sie sich einen Ordner mit allen Kopien sämtlicher Befunde/Berichte/Gutachten/Diagnosestellunge usw. an, damit wenigstens Sie eine lückenlose Dokumentation an den Stellen weitergeben können, die Ihnen wichtig sind. Eine Begutachtung findet ansonsten, so wie jetzt bei dem Gutachter der nun lediglich auf Ihr heutiges Erscheinungsbild hin sich ein Gesamturteil bilden wird/muss, statt.

Ich will jetzt bitte damit nicht zum Ausdruck bringen, dass das schlecht sein muss. Manchmal ist ein unvoreingenommenes Urteil eines Gutachters zu bilden besser, als wenn er in zig schlechten und nicht aussagekräftigen Gutachten sich etwas herauspickt und abschreibt.

Ihnen wird nunmehr nur abzuwarten bleiben, wie der Gutachter Sie als zu Begutachtende einschätzt, welches Bild er von Ihnen und Ihren Gesundheitszustand gewonnen hat und das heutige Gutachten wertend für sich abschließt.

Gruß Rentnerin

von
Lisa

Vielen Dank für die Antworten!

Es handelt sich um einen Erstantrag auf EWMR. Es gab zwar viele Therapien aber darüber habe ich keine Berichte. Mein Neurologe sagte, die DRV wird sich die Unterlagen einfordern, die sie glauben zu benötigen.
Von daher habe ich keine Akte, halt nur meine eigenen Ausführungen über mein Befinden und Lebenslauf.
Der GA hatte lediglich die unterlagen de MD vom AfA mit den Diagnosen meines Neurologen und der Empfehlung auf Berentung.
Gruß Lisa

von
Rentnerin

Hallo Lisa

Wenig bis kaum Vorbefunde oder Berichte ist keine günstige Ausgangsposition.

Wie soll der ÄD der DRV sich darüber ein Bild über Entstehung und Entwicklung der gesundheitlichen Einschränkungen machen können und prognostisch einschätzen können, was in Zukunft an Leistungseinschränkungen zu erwarten sein wird.

Ob somit nun das eine/heutige Gutachten ausreicht um neutral zu beurteilen, dass eine EM vorliegt?

Ich könnte mir sofern vorstellen, dass eine Ablehnung des Antrags die Folge sein wird, womöglich unter Begründung, dass therapeutisch vorerst noch angesetzt werden kann.

Rechnen Sie zumindest damit, dass man innerhalb einer Rehamaßnahme das Leistungsbild noch einmal überprüfen wird, da es heißt "Reha vor Rente".

Alles Gute für Sie und Ihren Antrag
wünscht Rentnerin