Handw.Pflichtvers.-Nachzahlung

von
Hannes

25 Jahre war ich als GF einer GmbH versicherungsfrei, weil ich die 18 Jahre nicht voll habe, bin ich jetzt wieder beitragspflichtig.(vor GmbH 10 Jahre Pflichtvers.)
Laut Aufstellung RV bekomme
ich ohne die Nachzahlungen etwa 450 E Rente (bin Jg.48)
für die 10 Jahre Pflichtb. und für ca 10 Jahre freiw.Beiträge
(zahlte allerdings hier nur ca.
100 E/mtl.)
Diese freiw. Beiträge zählen
leider für die 216 Mte nicht,
so daß ich bis 65 ca 48.000 E
nach bzw. einzahlen muß.
(96 Mte x ca 500 E).
Es ist vermutl. ein schlechtes
Geschäft, wie hoch wird dann
ca. meine Rente ab 65 sein?
(gut angelegt gäbe es für diese "Nachzahlungen" ca 200 E/mtl. Zinsen, ohne Entnahmen)
Ein Sozialkassen-Prüfer meinte
dazu, es könnte möglich sein,
sich die niedr. freiwilligen Beiträge erstatten zu lassen, wenn sie schon nicht für die 216 Mte gelten (und davon teilw. die Nachzahlungen zahlen)?

Experten-Antwort

Handwerker sind versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung, wenn sie in der Handwerksrolle eingetragen sind und eine Handwerkstätigkeit ausüben. Eine Befreiung von dieser Versicherungspflicht ist nach dem 216. Pflichtbeitrag möglich.
Nach Ihren Angaben haben Sie ab dem 65. Lebensjahr Anspruch auf Regelaltersrente. Die dazu erforderliche Wartezeit von 60 Monaten ist bereits von Ihnen erfüllt. Mit dem Anspruch auf eine Altersrente entfällt auch die Beitragspflicht zur Handwerkerversicherung, da Altersvollrentenbezieher generell versicherungsfrei sind.
Als versicherungspflichtiger Handwerker müssten Sie demnach nur bis zum 65. Lebensjahr Beiträge zahlen. Nach Ihren Angaben dürften die 216 Monate Beiträge erst zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden.
Der Regelbeitrag für einen versicherungspflichtigen Handwerker beträgt momentan 508,45 Euro; wenn Sie für 12 Monate den Regelbeitrag zahlen, erhöht sich Ihre monatliche Rente um 26,06 Euro.
Neben dem Regelbeitrag besteht auch die Möglichkeit, ggf. einen niedrigeren bzw. höheren Beitrag zu zahlen.
Die Möglichkeit, sich die freiwilligen Beiträge erstatten zu lassen, gibt es nur, wenn die freiwillige Beitragszahlung zu Unrecht durchgeführt wurde, weil zum Beispiel eine Pflichtversicherung bestand. Ansonsten können die freiwilligen Beiträge nicht rückwirkend ausgezahlt werden.