Haushaltshilfe als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben

von
JustMe

Hallo!

Ich (38 J.) bin zu 50 % Schwerbehindert (mit Merkzeichen "G"), beziehe Erwerbsminderungsrente, habe eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitanstellung und zwei Kinder (5 und 9 J.).

Auf Grund der Doppelbelastung von Job und Haushalt würde ich eigentlich so etwas wie eine "Arbeitshilfe" jedoch nicht an meinem Arbeitsplatz sondern zu Hause im Haushalt benötigen, da ich körperlich nur sehr eingeschränkt belastbar bin. Mein Mann ist Vollzeit berufstätig mit Arbeitszeiten zwischen von ca. 10-12 Stunden pro Tag.

Weiß jemand, ob man mit dem Antrag auf Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben auch eine Haushaltshilfe beantragen kann und ob solch einem Antrag dann auch stattgegeben wird?

von
Britta.F

Was hat eine Haushaltshilfe mit teihabe am Leben zu tun. Ich denke da sind Sie hier falsch. Mal bei der Krankenkass nachfragen die sind für sowas zuständig. Nur weil sie Berufstätig sind wird es schwer sein diese Leistung zu erhalten. Denn sie sind ja noch Arbeitsfähig und die Leistung wird höchstens bezahlt wenn man Pflegebedürtig ist oder garnichts mehr arbeiten kann durch die Erkrankung. Dann springt die krankenkasse ein und das aber nur begrenzt. Wo man es noch versuchen kann über das personliche Budget. Die kommen eher in Frage.Nur da muss man wenn ich mich nicht irre auch Pflegebdürftig sein und nicht noch Arbeitsfähig.Es wird wohl keiner dafür aufkommen solange sie noch Arbeiten können .
Und das ist das falsche Forum für ihr anliegen.
Grüße
Britta. F

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo JustMe,

Haushaltshilfe ist keine eigenständige Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben sondern ergänzend vielmehr Leistungen zur Teilhabe (Rehabilitationsleistungen).

Die Deutsche Rentenversicherung als Rehabilitationsträger kann daher Haushaltshilfe nur erbringen, wenn dem Leistungsempfänger während der Durchführung der Rehabilitationsleistung (medizinische oder berufliche Rehabilitationsleistung) die Weiterführung seines Haushalts, wegen der Teilnahme an der Rehabilitationsleistung nicht möglich ist.

In der Pflegeversicherung wird die Haushaltshilfe als "hauswirtschaftliche Versorgung" bezeichnet. Diese Leistung umfasst die hauswirtschaftliche Versorgung Hilfen beim Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung und dem Beheizen der Wohnung.
Der Leistungsanspruch ist aber an das Vorliegen einer Pflegestufe gekoppelt, wobei der Hilfebedarf gleichzeitig teilweise mitbegründend für eine Pflegestufe ist. Wegen näherer Auskünfte wenden Sie sich bitte an Ihre Pflegekasse.

von
JustMe

Hallo an den Experten!

Das Problem besteht aber darin, dass ich eine Berufstätigkeit wohl langfristig nicht mehr ausüben kann, weil mir die Doppelbelastung zu hoch wird. Das wiederum würde dann die Rentenversicherung auf den Plan rufen, da ich ja schon teilweise Erwerbsgemindert bin und dann - sofern für mich kein 3-Stunden-pro-Tag-Job gefunden wird - die volle Erwerbsminderungsrente zu zahlen wäre. Ich vermute mal, da käme die DRV eine Hauhaltshilfe im als "Hilfe zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben" günstiger?!

von
Michl

Wie Sie schreiben bekommen Sie Erwerbsunfähigkeitsrente. Sie sind nicht gezwungen noch eine zusätzliche Arbeit aufzunehmen. Ihr Ehemann arbeitet doch auch.
Wenn Sie zu Hause bleiben brauchen Sie auch keine Haushaltshilfe.

von
Schade

Würde man Ihrer Argumentation folgen, müsste die DRV (oder eine andere staatl. Stelle) letztlich jedem Menschen, der die Doppelbelastung Beruf und Familie nicht schultern kann oder will, eine Hilfskraft für den Haushalt stellen.

Wäre so etwas bezahlbar? Wer meinen Sie soll das bezahlen?

Sie können ja eine Putzhilfe einstellen, die Ihren Haushalt erledigt, indem Sie einen Teil des "Doppelverdienstes" Ihrer Familie dafür einsetzen.

Warum soll ich als Beitrags- oder Steuerzahler dafür aufkommen, dass Sie als Familie mit 2 Verdiensten plus Rente nicht selbst putzen wollen oder mit der Kindereziehung überfordert sind?

von
Anita

Gute Idee, das fände ich auch nett Hab übrigens 90 % und G, allerdings volle Rente, schaffe es aber alleine nicht, ohne Sauerei ein Brötchen zu schmieren...
Ich fürchte aber, ohne Pflegestufe wird das nix.

Aber wenn ihr Mann 10 - 12 Stunden/Tag arbeitet, verdient er wahrscheinlich nicht ganz schlecht. Dazu mit Ihrem Teilzeitjob und Rente müsste es wirklich drin sein, 3 - 5 Stunden/Woche für das Gröbste eine Putzfrau zu bezahlen!

von
JUstMe

Zitiert von: Michl

Wie Sie schreiben bekommen Sie Erwerbsunfähigkeitsrente. Sie sind nicht gezwungen noch eine zusätzliche Arbeit aufzunehmen. Ihr Ehemann arbeitet doch auch.
Wenn Sie zu Hause bleiben brauchen Sie auch keine Haushaltshilfe.

Leider muss ich feststellen, dass ich hier eher angefeindet werde, als Hilfe bekomme. Für mich ist das nicht so ganz nachvollziehbar. Ich sehe es als "ehrenwerter" an, eine teilweise Erwerbsminderungsrente und einen Teilzeitjob zu haben, als von Vater Staat die volle Erwerbsminderungsrente zu kassieren (und in keine Sozialversicherung einzuzahlen), zu Hause zu bleiben und meinen Haushalt (noch immer schmerzvoll) selbst zu erledigen.

von
JUstMe

Zitiert von: Schade

Würde man Ihrer Argumentation folgen, müsste die DRV (oder eine andere staatl. Stelle) letztlich jedem Menschen, der die Doppelbelastung Beruf und Familie nicht schultern kann oder will, eine Hilfskraft für den Haushalt stellen.

Ich denke, Sie sollten mal Ihren "Ton" hier überdenken! Ich bin weder zu faul meinen Haushalt zu erledigen, noch überfordert mit der Kindererziehung. Meine Denkweise und überlegung habe ich im vorherigen Statement schon dargelegt!

Wäre so etwas bezahlbar? Wer meinen Sie soll das bezahlen?

Sie können ja eine Putzhilfe einstellen, die Ihren Haushalt erledigt, indem Sie einen Teil des "Doppelverdienstes" Ihrer Familie dafür einsetzen.

Warum soll ich als Beitrags- oder Steuerzahler dafür aufkommen, dass Sie als Familie mit 2 Verdiensten plus Rente nicht selbst putzen wollen oder mit der Kindereziehung überfordert sind?

von
JUstMe

... ist "verloren" gegangen, daher hier noch einmal:

Sie sollten hier mal Ihren "Ton" kontrollieren! Ich bin weder zu faul für die Hausarbeit und auch mit der Kindererziehung/ -betreuung überfordert. Warum ich diesen Weg versuche zu gehen, habe ich im Statement zuvor bereits näher dargelegt.

von
Galgenhumor

bzw. wer absolut dämliche Fragen stellt muss sich nicht wundern entsprechende Antworten zu bekommen.
Sich hier über den Tonfall zu echauffieren und sich angepi... fühlen ist völlig überzogen, da wie schon gesagt unüberlegte Fragen Antworten nach sich ziehen können, die mann/Frau nicht hören will...
andere gesundheitlich eingeschränkte Mitbürger müssen auch ihren Haushalt versorgen, können aber nicht eine Perle einstellen, weil schlicht und ergreifend die Finanzen dazu nicht ausreichen: bei 1,5 Gehältern plus Teilrente und Kindergeld sollte das m.E. schon machbar sein zumindest für das Gröbste also einfach mal ein bisschen masshalten und die Denkfabrik einschalten

von
JUstMe

Zitiert von: Galgenhumor

bzw. wer absolut dämliche Fragen stellt muss sich nicht wundern entsprechende Antworten zu bekommen.
Sich hier über den Tonfall zu echauffieren und sich angepi... fühlen ist völlig überzogen, da wie schon gesagt unüberlegte Fragen Antworten nach sich ziehen können, die mann/Frau nicht hören will...
andere gesundheitlich eingeschränkte Mitbürger müssen auch ihren Haushalt versorgen, können aber nicht eine Perle einstellen, weil schlicht und ergreifend die Finanzen dazu nicht ausreichen: bei 1,5 Gehältern plus Teilrente und Kindergeld sollte das m.E. schon machbar sein zumindest für das Gröbste also einfach mal ein bisschen masshalten und die Denkfabrik einschalten

Das hat man nun davon, wenn man nicht auf "Sozialschmarotzer" machen möchte und statt die volle Erwerbsunfähigkeitsrente einzustreichen noch arbeiten geht. Und ich glaube nicht, dass Sie sich ein Bild von meiner privaten Situation und meinem Gesundheitszustand machen können! Das hat auch mit angep... fühlen gar nichts zu tun!

von
Galgenhumor

also im Gesetz ist eindeutig geregelt, unter welchen Voraussetzungen Haushaltshilfe zu gewähren ist. diese Voraussetzungen scheitern schon an der Rehamassnahme ergo hier wollen Sie m.E. "schmarotzen"
Geben Sie die BEschäftigung auf erfüllen Sie aller Wahrscheinlichkeit nach die Voraussetzungen für den Erhalt der vollen EM-Rente (so heißen die Dinger nämlich seit guit einem Jahrzehnt) ---> Erlangung eines Rechtsanspruches keine Schmarotzertum
Ja ich kann mich nicht in Ihre Situation hineinversetzen, dazu ist ein bzw. insbesondere dieses Forum nicht da...sondern in der Regel ausgebildete Fachleute (Ärzte genannt)

von
JustMe

Zitiert von: Galgenhumor

also im Gesetz ist eindeutig geregelt, unter welchen Voraussetzungen Haushaltshilfe zu gewähren ist. diese Voraussetzungen scheitern schon an der Rehamassnahme ergo hier wollen Sie m.E. "schmarotzen"
Geben Sie die BEschäftigung auf erfüllen Sie aller Wahrscheinlichkeit nach die Voraussetzungen für den Erhalt der vollen EM-Rente (so heißen die Dinger nämlich seit guit einem Jahrzehnt) ---> Erlangung eines Rechtsanspruches keine Schmarotzertum
Ja ich kann mich nicht in Ihre Situation hineinversetzen, dazu ist ein bzw. insbesondere dieses Forum nicht da...sondern in der Regel ausgebildete Fachleute (Ärzte genannt)

Wenn dies im Gesetzt eindeutig geregelt wäre, hätte ich diese Frage hier nicht gestellt!!! Im Gesetzt steht nämlich was von "Einzelfallabhängig". Ich denke, wir sollten hier einfach noch einmal den Experten zu Wort kommen lassen. Denn ich habe ehrlich gesagt keine Lust, mich hier dauernd rechtfertigen zu müssen, weil hier der Umfang und die Gundlage der Diskusion offensichtlich - bewusst oder unbewusst sei mal dahin gestellt - falsch verstanden wird.

von
Schade

Wenn Sie diese Einzelfallentscheidung wollen, stellen Sie doch ganz einfach diese Frage einzelfallbezogen an Ihren RV Träger und beantragen die Leistung.

Dann erhalten Sie eine einzelfallbezogene Entscheidung (wahrscheinlich einen Ablehnungsbescheid gegen den Sie per widerspruch / Klage juristisch vorgehen können - wenn Sie wollen bis hin zum Bundesverfassungsgericht :))

PS: das hier ist eben gerade kein Diskussionsforum.....

von
JustMe

Zitiert von: Schade

Wenn Sie diese Einzelfallentscheidung wollen, stellen Sie doch ganz einfach diese Frage einzelfallbezogen an Ihren RV Träger und beantragen die Leistung.

Dann erhalten Sie eine einzelfallbezogene Entscheidung (wahrscheinlich einen Ablehnungsbescheid gegen den Sie per widerspruch / Klage juristisch vorgehen können - wenn Sie wollen bis hin zum Bundesverfassungsgericht :))

PS: das hier ist eben gerade kein Diskussionsforum.....

Ob Sie es glauben oder nicht, genau diesen Antrag habe ich schon gestellt, er ist aber noch "in der Bearbeitung" und ich werde Sie wissen lassen wie es ausgegangen ist!!! Und damit auch Sie zufrieden gestellt werden, formuliere ich das Wort "Diskussion" um in: "... Fragestellung"!

von
Michl

Zitiert von: JustMe

Zitiert von: Schade

Wenn Sie diese Einzelfallentscheidung wollen, stellen Sie doch ganz einfach diese Frage einzelfallbezogen an Ihren RV Träger und beantragen die Leistung.

Dann erhalten Sie eine einzelfallbezogene Entscheidung (wahrscheinlich einen Ablehnungsbescheid gegen den Sie per widerspruch / Klage juristisch vorgehen können - wenn Sie wollen bis hin zum Bundesverfassungsgericht :))

PS: das hier ist eben gerade kein Diskussionsforum.....

Ob Sie es glauben oder nicht, genau diesen Antrag habe ich schon gestellt, er ist aber noch "in der Bearbeitung" und ich werde Sie wissen lassen wie es ausgegangen ist!!! Und damit auch Sie zufrieden gestellt werden, formuliere ich das Wort "Diskussion" um in: "... Fragestellung"!

Ist aber wirklich nicht Ihr ernst?????

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo JustMe,

Leistungen dürfen nur erbracht werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Hinsichtlich der Beschreibung, unter denen die Deutsche Rentenversicherung als Rehabilitationsträger Haushaltshilfe als ergänzende Leistung zu einer Hauptleistung erbringen kann, gibt es daher nichts zu ergänzen.

Hinter der von Ihnen aufgeworfenen Frage der Doppelbelastung durch Arbeit und Familie verbirgt keine rehaspezifische Frage, sondern vielmehr eine gesellschaftspolische Frage, welche von der Politik und somit von uns allen zu beantworten ist.

von
JustMe

Zitiert von: Schade

Hallo JustMe,

Leistungen dürfen nur erbracht werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Hinsichtlich der Beschreibung, unter denen die Deutsche Rentenversicherung als Rehabilitationsträger Haushaltshilfe als ergänzende Leistung zu einer Hauptleistung erbringen kann, gibt es daher nichts zu ergänzen.

Hinter der von Ihnen aufgeworfenen Frage der Doppelbelastung durch Arbeit und Familie verbirgt keine rehaspezifische Frage, sondern vielmehr eine gesellschaftspolische Frage, welche von der Politik und somit von uns allen zu beantworten ist.

Somit zahlt die Rentenversicherung also lieber den vollen EM-Satz und verzichtet somit auf meine Einzahlungen aus der bestehenden Berufstätigkeit, als mir quasi als "Hilfe für meine Berufstätigkeit" eine Haushaltshilfe zu gewähren. Interessant, denn letzteres wäre die günstigere Möglichkeit gewesen. Aber dann führe ich eben meinen Haushalt wieder selbst, gehe nicht mehr arbeiten, zahle nicht mehr in die Sozialkassen ein und kassiere statt dessen die volle EM. Wo bleibt da die Logik???

von
Schade

Die Frage nach der Logik von Gesetzesvorschriften sollten Sie den Abgeodneten Ihres Wahlkreise, also unseren lieben Damen und Herren Politikern stellen.

Die DRV hat zunächst mal die Gesetze zu vollziehen und nicht das in Erwägung zu ziehen, was einzelne Bürger vielleicht für logisch oder nicht erachten.

Insofern stellt sich die Frage nicht, was die DRV lieber tun würde.....