Heirat nach Renteneintritt

von
Caja

Wenn zwei Partner nach Eintritt ins Rentenalter heiraten - kann es ja im Todesfall eine Witwen-/Witwerrente für den überlebenen Partner geben.

Was ist im Fall einer Scheidung (bei normaler Zugewinngemeinschaft)? Nehmen dann beide Partner ihre vor der Ehe erworbenen Rentenansprüche wieder mit - oder gibt es hier einen Art Ausgleich der Rentenansprüche wie bei Ehescheidungen nach einer gemeinsamen Ehezeit im Erwerbsleben mit unterschiedlich hohem Einkommen?

von
Wolfgang

Hallo Caja,

hier finden Sie alles, was die Auswirkungen einer Scheidung im Rentenrecht bedeutet:

http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_18798/SharedDocs/de/Inhalt/04__Formulare__Publikationen/02__info__broschueren/03__rente/geschiedene__ausgleich__bei__rente.html

Gruß
w.
PS: geteilt wird nur, was IN der Ehe an Altersversorgungen erworben wird.

von
Hase

Sollten in der Ehe noch Entgeltpunkte z.B. durch Zurechnungszeiten erworben worden sein, werden diese Anrechte ggf. ausgeglichen. Kommt auch auf Höhe der Anrechte und die Ehedauer an. Bei Geringfügigkeit und kurzer Ehedauer bis 3 Jahre, kann das Gericht den Versorgungsausgleich verwerfen.

von Experte/in Experten-Antwort

Nur Bewertungszeiten in der Ehezeit werden ausgeglichen. Auf geringfügige Beträge oder Dauer der Ehezeit hat ggf. das Familiengericht/Ehepartner einen Einfluß.

von
HORST

Hallo Leute
Das kann ja wohl nicht sein!
Ein Rentner heiratet und die Ehefrau geht arbeiten und muß bei Scheidung die hälfte Ihrer Rentenansprüche an den EX angeben. Auch wenn er 1600€ bereits bekommt und die Frau nur 650€ .

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo! Im Beispiel sind alle beide RENTNER!

von
HORST

Hallo Experte
Ja,das ist mir schon klar!
Ich wollte nur damit sagen das es da eine Lücke im Gesetz gibt!

von
Dickie

Fälle, bei denen man sagt "kann ja nicht sein!" gibts beim Versorgungsausgleich auch sonst mal - ist eben Pech!
Im Fall einer Bekannten z.B., die dem Gatten mit einem sehr harten Job das ganze Medizinstudium finanziert hat, und beim Berufseintritt stellte er dann fest, auf die Gesellschaft einer hübschen Kommilitonin nicht mehr verzichten zu können...

von
Agnes

Hallo @HORST,
ich glaube nicht , dass Du alles ganz richtig verstanden hast.
Die Ehefrau muss nicht die Hälfte ihrer Rente abgeben. Es geht nur um Rentenansprüche die in der Ehezeit erworben worden sind.

Agnes

von
Jodler

>>>>Hallo @HORST,
ich glaube nicht , dass Du alles ganz richtig verstanden hast.

von
HORST

Ja natürlich, nur in der Ehe erworbene Rentenpunkte.
Ist es aber gerecht ?

von
Gerecht?

Ja es ist gerecht !

von
-_-

Ausgeglichen werden nur die in der Ehezeit neu erworbenen Anwartschaften beider Ehegatten oder Partner. Dieser Sachverhalt ändert sich auch nicht dadurch, dass der Rentner "nur" Hausmann ist während seine jüngere Frau noch arbeitet. Ebenso wenig ist eine "nur" Hausfrau vom Versorgungsausgleich ausgeschlossen, wenn der Ehemann die Brötchen allein verdient.