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hemutmüller

von
Verstehe "EU-Antrag" in der praxis nicht! Was tun während Bearbeitungszeit?

guten tag zusammen,

wie so viele hier, bräuchte auch ich einen tip bzw. erfahrungswerte.

vorgeschichte:
ich werde in 2 monaten ausgesteuert.
würde dann nahtlos ins alg1 (12monate anspruch) fallen.
Job hab ich auf dem papier noch.
doch diesen packe ich nicht mehr.
habe rheuma, osteoporose und psychische probleme (ängste,depri).
war mit 38 bereits 4x auf reha. in 12 monaten 2x eine wiedereingliederung abgebrochen. (abbruch immer bei 5h/pro tag).

meine frage:
ich werde nun kurz vor aussteuerung einen eu-antrag stellen.

-aber was soll ich während der bearbeitungszeit tun?
einfach "warten" und "hoffen", dass die eu-rente bewilligt wird?
ich glaube eh nicht, dass diese bewilligt wird. max. eine "halbe" rente auf max. 1 jahr.
da ja die bearbeitungszeit bis zu einem jahr (hab ich hier gelesen) dauern kann,
überlege ich natürlich was ich in diese zeit tun kann (außer mich gesundheitlich auf den vordermann zu bringen).

kurz:
-was macht man in der regel während der bearbeitungszeit?
-macht es sinn sich trotzdem für einen neuen job vermitteln zu lassen?
-oder soll man sich fortbilden lassen?
-darf man einen job annehmen, obwohl der antrag läuft?
-"verbratet man während der reha-bearbeitungszeit sein alg1?

wie sieht dies in der regel aus???

danke
herrmüller

von
-_-

Wer zu spät kommt, ... Die Rentenversicherungsträger empfehlen die Antragstellung 3 Monate vor Rentenbeginn. In Ihrem Fall wird das knapp, doch das haben Sie ja sicher vorher gewusst. Sie sollten sich schon einmal mit der Agentur für Arbeit in Verbindung setzen und sich dort nach einem Leistungsanspruch nach dem Ende der Krankengeldzahlung erkundigen.

Experten-Antwort

Sie könnten mit Ihrem behandelnden Arzt sprechen und abklären, ob und welche Arbeiten für Sie aus seiner Sicht noch in Betracht kommen. Danach sollten Sie das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber suchen und abklären, ob sie auf einen anderen Arbeitsplatz umgesetzt werden könnten, den Sie bei Ihrer Krankheit noch verrichten könnten. Eventuell könnten Sie auch einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben stellen. Möglicherweise würde der Rentenversicherungsträger Ihnen einen Einarbeitungszuschuss zahlen, der es dem Arbeitgeber leichter machen würde Sie auf einen anderen Arbeitsplatz umzusetzen. Sollte diese Möglichkeit nicht in Betracht kommen, da eine Umsetzungsmöglichkeit nicht besteht oder Arbeiten in nennenswertem Umfang nicht mehr möglich sein, dann sollten Sie natürlich einen Erwerbsminderungsrentenantrag stellen. Bis zur Klärung des Sachverhaltes hätte dann tatsächlich die Agentur für Arbeit im Rahmen der &#34;Nahtlosigkeitsregelung&#34; Arbeitslosengeld, natürlich auch nur bis zur jeweiligen Höchstdauer, zu gewähren.