Hinzuverdienst

von
karl

Liebe Experten,
bei der Erwerbsminderungsrente sind die über die Hinzuverdienstgrenze hinausgehenden Einkünfte i. S. d. §96a SGB VI anzurechnen. Mehrere Einkunftsarten sind zusammenzurechnen. Was ist, wenn bei der teilweisen EMR Betriebsverluste aus selbständiger Tätigkeit anfallen und deshalb Arbeitslosengeld I bezogen wird. Das Bemessungsentgelt für das Arbeitslosengeld liegt über der Hinzuverdienstgrenze. Durch Zusammenrechnen mit den Betriebsverlusten aus Selbständigkeit liegen die anrechenbaren Einkünfte unter der Hinzuverdienstgrenze. Somit ergibt sich keine Rentenkürzung. Oder gibt es eine Bestimmung, die das Anrechnen negativer Einkünfte verbietet?

von
Heinerich

Es findet keine Verrechnung von Verlust aus der selbständigen Tätigkeit mit dem Bemessungsentgelt statt.

Bei einer selbstänigen Tätigkeit mit Verlust ist das Einkommen aus dieser 0,00 EUR. Somit werden nur die Einkünfte aus dem ALG I (Bemessungsentgelt) angerechnte.

Die Rentenversicherung trägt nicht das Risiko aus einer selbständigen Tätigekeit und kann daher Verluste nicht verrechnen.

MfG

von Experte/in Experten-Antwort

Den Ausführungen ist zuzustimmen. Natürlich bleibt dann die Zahlung des ALG I zu berücksichtigen, konkret als Einkommen das dieser Leistung zugrunde liegende Bemesssungsentgelt.

MfG