Hinzuverdienst

von
lueder

Hallo liebe Experten, bin 64 Jahre alt und nebenberuflich selbständig als Berater im Rahmen der zulässigen Hinzuverdienstgrenzen tätig. Habe die Möglichkeit einen Auftrag zu erhalten, bei dem der Ertrag weit außerhalb der zulässigen Hinzuverdienstgrenzen liegen würde.
Frage: wenn die Tätigkeit vor und nach Erreichen meines 65. LJ durchgeführt werden würde, die Ertragszufluss jedoch nach meinem 65.LJ mir zugeführt werden würde, wäre das schädlich für meine Vollrente die mir vor Erreichen des 65 LJ zugeteilt wurde?

von
lotscher

Der Zeitpunkt des Zuflusses ist nach meiner Kenntnis nicht so von Bedeutung.

Viel wichtiger scheint wohl der Sachverhalt zu sein, was Ihr AN als Beginn und Endezeitraum auf die Meldung an die Krankenkasse schreibt.

Davon hängt letztlich ab, wie sie die DRV Bund in Ihrem Versicherungskonto einordnet.

Wenn der AN einen Zeitraum nach dem 65. Lbj. angeben würde, wäre dies unschädlich für die Rente.

Wenn aber bereits davor Geldleistungen fließen, muss es irgendwie ja auch buchungstechnisch stimmig sein, auch revisionssicher.

Würde wegen großer Hinzuverdienste vor dem 65. Lbj. die Rente zum Erliegen kommen, würden die erzielten Verdienste bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres Ihre Rente noch steigern.

von Experte/in Experten-Antwort

Wenn ich Ihre Frage richtig verstanden habe, beziehen Sie Altersrente und arbeiten nicht versicherungspflichtig selbständig. Ihren Hinzuverdienst müssen Sie der Rentenversicherung melden. Selbständige Einkünfte werden mit dem Einkommenssteuerbescheid nachgewiesen. Daraus ist das Jahreseinkommen ersichtlich, das vom RV-Träger dann gleichmäßig monatlich umgerechnet wird. Sofern Sie die Einkünfte nur ab einem Zeitpunkt nach dem 65. Lebensjahr erzielt haben, müssten Sie das besonders nachweisen.

von
lueder

Vielen Dank für die Info.
Zusatzfrage: Die höheren Einkünfte erziele ich über das ganze Jahr in dem ich 65 J. alt werde, würde die Summe der Einkünfte jedoch erst nach Eintritt in das 65. Lbj. erhalten.
Ist das für die Renteneinnahmen die in dem relevanten Jahr vor dem 65. Lbf gezahlt wurden schädlich?

von
lotscher

Auch wenn die Zahlung im Nachhinein erfolgt, sind die Verdienste ja auf einen Zeitraum von - bis zu beziehen.

Rentenschädlich sind die Einkünfte nur für den Zeitraum bis einschließlich des Monats, in dem man 65 wird. Wenn Geburt am 1. des Monats, dann bis zum Monat vor Vollendung des 65. Lbj.

Verdienste die nach dem Monat der Vollendung angefallen sind, sind nicht mehr mit einzubeziehen, sind, wie man so sagt, rentenunschädlich.

Sinnvoll ist es, den AN auf den Monat der Vollendung aufmerksam zu machen, da er ab dem Folgemonat keine Beiträge zur Rentenversicherung abziehen darf.

von Experte/in Experten-Antwort

Wenn Sie die freibetragsübersteigenden Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit schon vor Ihrem 65. Lebensjahr erzielen, sind sie rentenschädlich. Sie sind verpflichtet den Rentenversicherungsträger zu informieren und evtl. überzahlte Beträge zurückzuzahlen.