Hinzuverdienst

von
Samstag

Ich bekomme eine Bruttowitwenrente von 1123 Euros. Sonst kein weiteres Einkommen. Ich erwäge jetzt einen 450 Euro Job anzunehmen.
Wird dieser Betrag auf meine Witwenrente angerechnet oder steht er mir voll zur Verfügung. Welche Abzüge habe ich evtl.?!

Vielen Dank und Gruss

von
W*lfgang

Hallo Samstag,

bei einer Witwenrente ist ein (Netto)Einkommen bis zu 755 EUR (West) anrechnungsfrei. Wenn Sie sonst kein weiteres Einkommen haben, außer dem Minijob, wird die Witwenrente auch in voller Höhe weitergezahlt. Kommt eines Tages die eigene Altersrente dazu, kann es anders aussehen.

Vorsorglich sollten Sie der DRV/Witwenrente das Einkommen mitteilen und dazu den Vordruck R660 ausfüllen/beifügen - oder das über die nächste Beratungsstelle erledigen lassen.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_und_antraege/_pdf/R0660.html

Gruß
w.

von
HotRod

Zitiert von: W*lfgang

bei einer Witwenrente ist ein (Netto)Einkommen bis zu 755 EUR (West) anrechnungsfrei.

Wenn ein Hartz4-Leistungsberechtigter Arbeitseinkommen erzielt, wird von den verfassungswidrigen Arbeitslosenverwahranstalten alles abgegriffen, was über die ersten 100 €URO zzgl. 10 Prozent für jeden weiteren €URO hinausgeht.

Rentner müsste man sein...

von
W*lfgang

Zitiert von: HotRod
(...)
...Sie erkennen schon noch, dass es sich um unterschiedliche Leistungsempfängerkreise mit unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen handelt? - wohl eher nicht!

>Rentner müsste man sein...
5 Jahre Arbeit reichen, ist _das_ denn schon so schwer für Sie? ;-)

Gruß
w.

von
Samstag

Moin,

@ Wolfgang: vielen Dank!

Ich habe mir den Vordruck für die Meldung an die Rentenkasse angesehen. Was für ein Wahnsinn: 15 Seiten auszufüllen (bei mir fast alles mit "nein"), um 450 Euro anzugeben....
Reicht es nicht auch das mündlich bei der Kasse mitzuteilen (die Damen dort sind sehr nett) und, was passiert, wenn ich es nicht melden würde?

von
KSC

Was für einen Vordruck haben Sie denn gefunden?

M.E. reicht ein kurzer formloser Brief: "ich zeige an, dass ich ab xx.xx.xxxx neben meiner Witwenrente einen Minijob bei Fa. XY ausüben werde - und das wars. Das kann man doch schaffen :)

Und wenn Sie es nicht melden, passiert auch nichts solange Sie die Grenzen einhalten.

Nur wer die Verdienstgrenzen überschreitet und dies nicht meldet, wird Probleme bekommen, wenn er "irgendwann beim Schummeln erwischt wird".

von
Konrad Schießl

Kommentare anderer User helfen hier nicht
weiter, sind auch für den Fragenden nicht
dienlich.
Sehe dies so:
Grundsätzlich gilt für eine Witwen/Witwerrente
ein anrechnungsfreier Betrag des 26,4fachen
Rentenwertes , derzeit in West 28,61 = 755,30

Das eigene Einkommen unterschiedlicher Art
unterliegt dem Pauschalen Abzugsbetrag der
Einkunftsart.
Beim Minijob ohne eigenen Beitrag von derzeit 450 bleibt es beim Brutto.
Nunmehr muss aber beim AG. die nicht ge-
wünschte Zuzahlung extra schriftlich verlangt
werden, früher musste man auf die Ver-
sicherungsfreiheit v e r z i c h t e n um Auf-
stockung machen zu können.

Ein Rechenbeispiel bereits in die Zukunft ge-
richtet, angenomen spätere Eigene Rente

800,-- Euro, minus
112,-- Pauschal Abzug
---------
688,-- plus Netto für Brutto
450,--
--------
1138 minus anrechnungsfreier Betrag
0755,30
------------
0382,70 zu 40 %- 153,--, ermäßigte Witwenrente ( 1123- 153 ) 970 Brutto WWR.

MfG.

von
Samstag

Danke für die Info, aber ich habe, ehrlich gesagt, nichts kapiert....sorry....

Ich bekomme meine Witwenrente von der Knappschaft und bekomme mit 67 von meiner Rentenkasse (eine andere) noch mal Mütterrente für 2 Kinder + einige Jahre arbeiten, ung. 250 Euro. Ich erwäge nun von dem Minijob an meine Rentenkasse für die Altersrente noch den möglichen kleinen Beitrag(16 Euro ca.) einzuzahlen, bzw. einzahlen zu lassen....

von
Konrad Schießl

Doch, Sie kapieren es schon.
Wenn Sie auf die Versicherungsfreiheit, ist
dies bereits seit 1.1.2013 geltend so bestimmt,
der AG.überweist automatisch die 3,7%,
Euro 16,65, dann erhalten Sie nur 433,35.

Der Rentenzuwachs, einschließlich 15% des
AG. beträgt im Jahr nur 4,43 käme also noch
zu den genannten 250 Euro jährlich hinzu.
Lasse mal die Pauschalabzüge außer acht und
meine trotzdem die zulässigen 755,30 werden nicht überschritten, die Berechnung:

450,-- minijob
250,-- geschätzte, spätere Eigenrente.Sind
---------
700,-- hierin für 2 Geburten= 4 Entgeltp.
a/ 28,61 x 4 Euro 114,44 enthal-
ten
755,-- (gerundet) anrechnungsfrei
---------
000 ergibt dies keine Differenz für eine
Kürzung der Witwenrente.

Weitere Zusatzfragen sind erlaubt.

MfG.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Samstag,

ich verweise auf den Beitrag von W*lfgang, der dies bereits richtig erklärt.

von
W*lfgang

Zitiert von: KSC
Was für einen Vordruck haben Sie denn gefunden?
KSC,

wohl den 'zuständigen' R660/Einkommensanrechnung ;-)

> K. S.: Kommentare anderer User helfen hier nicht weiter, sind auch für den Fragenden nicht dienlich.

...gut, dass ich den nächsten Beitrag von Ihnen "Sie haben (nichts) kapiert" als Satire aufgefasst habe *gg

An Samstag: schon richtig, das bis auf 1 - 2 Fragen alles mit 'nein' zu beantworten ist - dann hat die DRV-Sachbearbeiterseele Ruhe und alles ist seinen ordnungsliebenden/bürokratischen Gang gegangen. Und nein, nur mündliche Antworten sind nicht so ganz beweiskräftig/kann man schwer in der Akte abheften, da fehlt Ihre Unterschrift, auf die man Sie festnageln könnte (der hat uns weitere Einkünfte verschwiegen – jetzt ist er dran!).

> Ich erwäge nun von dem Minijob an meine Rentenkasse für die Altersrente noch den möglichen kleinen Beitrag(16 Euro ca.) einzuzahlen.

Überlegen Sie es sich gut, ob sich das lohnt/notwendig ist. Wenn Sie einen Hauptjob haben, aus dem 'eh Pflichtbeiträge gezahlt werden, sind bereits alle 12 Monate im Jahr mit Pflichtbeiträgen belegt – es entsteht kein Zeitvorteil, und auch der EM-Rentenanspruch ist aus der Hauptbeschäftigung weiter abgesichert.

Ihr Eigenanteil/Rentenbeitrag aus dem Minijob – diese 16 EUR – erhöhen Ihren späteren Rentenanspruch gerade mal um 1 EUR/mtl., für ein ganzes Jahr Minijob! Ab Rentenbeginn brauchen Sie 20 Jahre Rentenbezug, um zunächst Ihre zusätzlichen Beiträge wieder ausgezahlt zu bekommen ...ob sich das lohnt, muss jeder selbst entscheiden.

Gruß
w.

von
Samstag

Zitiert von: W*lfgang

Ihr Eigenanteil/Rentenbeitrag aus dem Minijob – diese 16 EUR – erhöhen Ihren späteren Rentenanspruch gerade mal um 1 EUR/mtl., für ein ganzes Jahr Minijob! Ab Rentenbeginn brauchen Sie 20 Jahre Rentenbezug, um zunächst Ihre zusätzlichen Beiträge wieder ausgezahlt zu bekommen ...ob sich das lohnt, muss jeder selbst entscheiden.

Gruß
w.

Moin,

das ist mir wohl bewusst, da ich aber keinen weiteren Hauptjob habe, sondern eine Witwenrente beziehe (siehe Eingangsposting), geht es mir viel mehr um Ansprüche wie Reha z.B. Ich hatte bereits 2 Mal eine Reha und so sind meine Ansprüche aus vorheriger Arbeit leider aufgebraucht. Inwiefern die Krankenkasse da einspringt wäre auch noch so eine Frage...

Gruss