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Hinzuverdienst bei Altersrente

von
Baldrentnerin

Folgender Sachverhalt :
Ich weiblich, geboren 02/1949, will meine Altersrente für Frauen ab dem 01.03.2014 beantragen.

Ich kann ja ab März dann 450 EURO und ab Juni 2014 unbegrenzt hinzu verdienen. Da man aber 2 x im Jahr bis max. 900 EURO hinzu verdienen darf nun meine Frage:

Ist es möglich für den Monat März 450 EURO und für die Monate April und Mai je 900 EURO zu verdienen ? Oder wäre das rentenschädlich ? Ich bin der Meinung das wäre in Ordnung, oder liege ich da falsch ?

von
Richtiglieger

Da liegen sie falsch :-)

von
Auszug aus einer DRV Seite

Plus beim Hinzuverdienst:
Wer in voller Höhe eine Rente wegen Alters, wegen Erwerbsunfähigkeit oder voller Erwerbsminderung bezieht, darf künftig mehr hinzuverdienen. 450 Euro (bisher 400 Euro) im Monat sind möglich, ohne dass sich die Rente mindert. Bei Teilrenten wegen Alters oder wegen Erwerbsminderung gelten individuelle Grenzen. Unbegrenzt hinzuverdienen darf man erst ab der persönlichen Regelaltersgrenze, die je nach Geburtsjahrgang unterschiedlich ist. Für alle, die 1948 geboren sind, liegt sie bei 65 Jahren und zwei Monaten. Wichtig: Auch wer mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen kann, darf erst zwei Monat später unbegrenzt dazuverdienen.

von
Baldrentnerin

Hallo Richtiglieger und Auszug aus einer DRV Seite, ich glaube mit Ihren Antworten liegen Sie falsch.
Mir liegt die Broschüre " Altersrentner: Soviel können sie hinzuverdienen " vor, dort steht auf der Seite 11 folgendes:

Unabhängig davon, ob sie eine Vollrente oder eine Teilrente erhalten: Sie dürfen die Hinzuverdienstgrenze, die sie mit ihrem normalen Verdienst einhalten, zweimal pro Kalenderjahr bis zum doppelten überschreiten.
Neben einer Vollrente dürfen sie regelmäßig 450 EURO hinzuverdienen. Hiervon abweichend darf ihr Hinzuverdienst in zwei Monaten also bis zu 900 EURO betragen.

Also ist es doch bei der von mir genannten Variante wohl nicht rentenschädlich. Das war ja auch meine Frage, dass ich ab Juni unbegrenzt hinzuverdienen kann ist mir bekannt.

Warten wir also mal ab, was der RV-Experte am Montag dazu meint.

von
Rentner

soweit mir bekannt ist muss die 2malige Überschreitung bis zum Doppelten unvorhergesehen sein!!

von
Manni Fest

Zitiert von: Rentner

soweit mir bekannt ist muss die 2malige Überschreitung bis zum Doppelten unvorhergesehen sein!!

Jawoll, unvorhergesehene Zahlung des Weihnachtsgeldes im April :-) und Urlaubsgeld im Mai :-) dann passt das doch.

von
Hamburgerin

In der Informationen der Minijob-Zentrale ist wie folgt zu lesen:

"Überschreitet in einem 450-Euro-Minijob das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt den Betrag von 450 Euro, so tritt vom Tage des Überschreitens an Versicherungspflicht ein. Für die zurückliegende Zeit bleibt die Beschäftigung versicherungsfrei.

Ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der monatlichen Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro führt hingegen nicht zur Versicherungspflicht."

Den kompletten Text und weitere Info finden Sie unter:

http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/04_400_euro_minijob/02_verdienstgrenzen/node.html

Weihnachts- und Urlaubsgeld gilt nicht als unvorhersehbar !

Rentner sollten noch folgendes berücksichtigen:

"Beschäftigte Rentner können ab dem Monat, der dem Monat folgt, in dem die Regelaltersgrenze (67 Jahre) erreicht wird, unbegrenzt hinzuverdienen. Eine Anrechnung auf die Rente findet nicht mehr statt."

von
Agnes

Zitiert von: Hamburgerin

In der Informationen der Minijob-Zentrale ist wie folgt zu lesen:

"Überschreitet in einem 450-Euro-Minijob das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt den Betrag von 450 Euro, so tritt vom Tage des Überschreitens an Versicherungspflicht ein. Für die zurückliegende Zeit bleibt die Beschäftigung versicherungsfrei.

Ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der monatlichen Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro führt hingegen nicht zur Versicherungspflicht."

Den kompletten Text und weitere Info finden Sie unter:

http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/04_400_euro_minijob/02_verdienstgrenzen/node.html

Weihnachts- und Urlaubsgeld gilt nicht als unvorhersehbar !

Rentner sollten noch folgendes berücksichtigen:

"Beschäftigte Rentner können ab dem Monat, der dem Monat folgt, in dem die Regelaltersgrenze (67 Jahre) erreicht wird, unbegrenzt hinzuverdienen. Eine Anrechnung auf die Rente findet nicht mehr statt."


Das ist ja alles auch richtig.
Nur geht es hier um die Hinzuverdienstgrenze und nicht wann ein Minijob versicherungspflichtig wird.
Agnes

von
Hamburgerin

@ Agnes
Nicht anderes habe ich gesagt und meine Angaben sind alle auf der Homepage der Minijobzentrale nachzulesen, unter dem Stichwort

Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze

und "Baldrentnerin" bekommt dann Hinzuverdienst zu ihrer Rente in Form von Arbeitsentgelt, wenn sie eine geringfügig entlohnte Beschäftigung (Minijob) aufnimmt.

Von dieser Konstellation bin ich ausgegangen.

von
Hamburgerin

Und auf der Homepage der DRV Bund ist explizit dargestellt (habe ich mal nicht verlinkt):

"Vorsicht bei Hinzuverdienst

Fachkundige Beratung verhindert Rentenkürzung
Wer als Alters- oder Erwerbsminderungsrentner zur Rente hinzuverdient und dabei Hinzuverdienstgrenzen einhalten muss, kann von einer Sonderregelung profitieren: Zweimal im Kalenderjahr darf ein höherer Verdienst bis zur doppelten Hinzuverdienstgrenze erzielt werden.

Macht aber ein Rentner gleich ab Rentenbeginn oder im ersten Monat einer Beschäftigungsaufnahme von der höheren Hinzuverdienstmöglichkeit Gebrauch, muss er damit rechnen, dass die Rente sofort gekürzt wird. Ein Überschreiten bis zur doppelten Grenze ist dann nur bei Besonderheiten wie Einmalzahlungen oder Überstunden möglich. Durch eine vorherige Beratung beim Rentenversicherer kann ggf. eine Rentenkürzung vermieden werden!

Stand: Februar 2013

von
Agnes

Zitiert von: Hamburgerin

Und auf der Homepage der DRV Bund ist explizit dargestellt (habe ich mal nicht verlinkt):

"Vorsicht bei Hinzuverdienst

Fachkundige Beratung verhindert Rentenkürzung
Wer als Alters- oder Erwerbsminderungsrentner zur Rente hinzuverdient und dabei Hinzuverdienstgrenzen einhalten muss, kann von einer Sonderregelung profitieren: Zweimal im Kalenderjahr darf ein höherer Verdienst bis zur doppelten Hinzuverdienstgrenze erzielt werden.

Macht aber ein Rentner gleich ab Rentenbeginn oder im ersten Monat einer Beschäftigungsaufnahme von der höheren Hinzuverdienstmöglichkeit Gebrauch, muss er damit rechnen, dass die Rente sofort gekürzt wird. Ein Überschreiten bis zur doppelten Grenze ist dann nur bei Besonderheiten wie Einmalzahlungen oder Überstunden möglich. Durch eine vorherige Beratung beim Rentenversicherer kann ggf. eine Rentenkürzung vermieden werden!

Stand: Februar 2013


Das ist ja korrekt.
Zwischen Minijob und Hinzuverdienstgrenze gibt es aber feine Unterschiede:
z.B. das regelmäßige Einkommen beträgt monatlich 450 Euro. Trariflich ist ein Urlaubsgeld und ein Weihnachtsgeld vorgesehen. Dann ist es von Anfang an kein Minijob, da versicherungsrechtlich eine vorausschauende Betrachtung erforderlich ist und diese Sonderzahlungen mit einbezogen werden.
Beim Hinzuverdienst ist dies egal. Ein zweimaliges Überschreiten ist zulässig auch wenn ein tariflicher Anspruch besteht.

Agnes

von
Ja was denn nun?

Zitiert von: Agnes

Zitiert von: Hamburgerin

Und auf der Homepage der DRV Bund ist explizit dargestellt (habe ich mal nicht verlinkt):

"Vorsicht bei Hinzuverdienst

Fachkundige Beratung verhindert Rentenkürzung
Wer als Alters- oder Erwerbsminderungsrentner zur Rente hinzuverdient und dabei Hinzuverdienstgrenzen einhalten muss, kann von einer Sonderregelung profitieren: Zweimal im Kalenderjahr darf ein höherer Verdienst bis zur doppelten Hinzuverdienstgrenze erzielt werden.

Macht aber ein Rentner gleich ab Rentenbeginn oder im ersten Monat einer Beschäftigungsaufnahme von der höheren Hinzuverdienstmöglichkeit Gebrauch, muss er damit rechnen, dass die Rente sofort gekürzt wird. Ein Überschreiten bis zur doppelten Grenze ist dann nur bei Besonderheiten wie Einmalzahlungen oder Überstunden möglich. Durch eine vorherige Beratung beim Rentenversicherer kann ggf. eine Rentenkürzung vermieden werden!

Stand: Februar 2013


Das ist ja korrekt.
Zwischen Minijob und Hinzuverdienstgrenze gibt es aber feine Unterschiede:
z.B. das regelmäßige Einkommen beträgt monatlich 450 Euro. Trariflich ist ein Urlaubsgeld und ein Weihnachtsgeld vorgesehen. Dann ist es von Anfang an kein Minijob, da versicherungsrechtlich eine vorausschauende Betrachtung erforderlich ist und diese Sonderzahlungen mit einbezogen werden.
Beim Hinzuverdienst ist dies egal. Ein zweimaliges Überschreiten ist zulässig auch wenn ein tariflicher Anspruch besteht.

Agnes

Wir sind vorgezogene Altersrentner und wollen maximal möglich hinzuverdienen ohne die Hinzuverdienstgrenzen zu überschreiten! Was können wir nun ohne wenn und aber! Kann das jemand bitte verbindlich hier sagen? Danke.

von
Gigi

Hallo Altersrentner,
verbindlich ist hier im Forum grundsätzlich nichts.
Zutreffend ist für die Hinzuverdienstgrenze was @Hamburgerin schon zitiert hat:
"Wer als Alters- oder Erwerbsminderungsrentner zur Rente hinzuverdient und dabei Hinzuverdienstgrenzen einhalten muss, kann von einer Sonderregelung profitieren: Zweimal im Kalenderjahr darf ein höherer Verdienst bis zur doppelten Hinzuverdienstgrenze erzielt werden.
Macht aber ein Rentner gleich ab Rentenbeginn oder im ersten Monat einer Beschäftigungsaufnahme von der höheren Hinzuverdienstmöglichkeit Gebrauch, muss er damit rechnen, dass die Rente sofort gekürzt wird. Ein Überschreiten bis zur doppelten Grenze ist dann nur bei Besonderheiten wie Einmalzahlungen oder Überstunden möglich. Durch eine vorherige Beratung beim Rentenversicherer kann ggf. eine Rentenkürzung vermieden werden!"

Für die Hinzuverdienstgrenze ist es also völlig egal, weshalb die Grenze überschritten worden ist. Ob es eine Einmalzahlung (egal ob tariflich oder nicht) ist oder Überstunden sind spielt keine Rolle.
Nur die Frage, ob es ein Minijob ist oder nicht kennt die kleinen abweichenden Regelungen. Deshalb war das Zitat mit dem Verweis auf die Minijobzentrale nicht so zutreffend.
Gigi

von
Baldrentnerin

Liebe Forumsteilnehmer, jetzt ist sehr viel geschrieben und zitiert worden, aber eine klare Aussage zu meinem Fall wurde bisher nicht gemacht.

Also warten wir auf Montag und die Antwort des Experten. Ich glaube der gibt mir Recht.

von
Schade

M.E. müsste der Plan funktionieren.

Aber: macht da ein Arbeitgeber mit?
Sie arbeiten dort bis Februar 14 voll, dann im März für 450€, in April und Mai für 900 € und dann wieder voll.
Das würde bedeuten in kürzester Zeit 4 mal die Arbeit umzustruktuieren - und nur darum, dass der liebe ältere Arbeitnehmer die volle Rente + optimalen Zuverdienst hat?

Sehr viele dieser Konstruktionen dürfte es da nicht geben.

von
Baldrentnerin

Zitiert von: Schade

M.E. müsste der Plan funktionieren.

Aber: macht da ein Arbeitgeber mit?
Sie arbeiten dort bis Februar 14 voll, dann im März für 450€, in April und Mai für 900 € und dann wieder voll.
Das würde bedeuten in kürzester Zeit 4 mal die Arbeit umzustruktuieren - und nur darum, dass der liebe ältere Arbeitnehmer die volle Rente + optimalen Zuverdienst hat?

Sehr viele dieser Konstruktionen dürfte es da nicht geben.

Hallo Schade, danke dass Sie mir zustimmen. Für meinen AG ist es kein Problem, da ich als Maklerin tätig bin. Ich kann es mir einteilen.

von
Hamburgerin

@Gigi
Vielen Dank für weitere Klarstellung, so meinte ich das.

Bei Hinzuverdienst vor der Regelaltersrente bin ich bei der Anfrage davon ausgegangen, dass es sich um ein abhängiges Beschäftigungs-verhältnis auf handelt, das vom Arbeitgeber an die Minijobzentrale gemeldet wird.

Die DRV sagt noch wie folgt:
Für alle Rentner gilt die Empfehlung, sich vor Aufnahme einer Beschäftigung beim Rentenversicherer zu erkundigen, ob ihre Rente sich hierdurch mindert. Nur so lassen sich unliebsame Überraschungen wie eine rückwirkende Rentenminderung und Rückforderung vermeiden.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass kleinere Firmen bei Rentnern mit Minijob diese Zuverdienstgrenzen oft nicht richtig kennen.

Experten-Antwort

... um es kurz zu machen - ja Sie können im Monat März 450 EUR und in den Monaten April und Mai je 900 EUR hinzuverdienen, ohne dass dies zur Kürzung Ihrer Rente führt.

von
Baldrentnerin

Zitiert von: Schade

... um es kurz zu machen - ja Sie können im Monat März 450 EUR und in den Monaten April und Mai je 900 EUR hinzuverdienen, ohne dass dies zur Kürzung Ihrer Rente führt.

Danke für die Bestätigung, habe ich es doch richtig eingeschätzt.

von
Baldrentnerin

Zitiert von: Richtiglieger

Da liegen sie falsch :-)

Falsch, ich liege richtig. siehe Antwort vom Experten.