< content="">

Hinzuverdienst bei EMR aus Honorartätigkeit

von
Martha

Hallo,
ich beziehe seit Juli 2008 100% EMR . Seit Anfang 2009 habe ich die Möglichkeit Honorarzuverdienste über eine Beratungstätigkeit zu erzielen. Der Hinzuverdienst/Monat kann mehrmals in den nächsten Monaten die 400,- Grenze übersteigen, in anderen Monaten kann er bei 0,- liegen.
Wie und wann muß ich den Rentenversicherungsträger über die Hinzuverdienste informieren?
Ich möchte auf keinen Fall meine 100% riskieren, da ich nicht einschätzen kann, wie sich meine Gesundheitsbeeinträchtigungen entwickeln, worauf muß ich achten?

von
Wolfgang

Hallo Martha,

&#39;eigentlich&#39; wären Sie verpflichtet, die Aufnahme/Umfang der selbständigen Tätigkeit der DRV umgehend mitzuteilen.

Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit werden am Einfachsten als zu erwartendes Jahreseinkommen angegeben - das nicht über 4800 EUR als Gewinn aus selbständiger Tätigkeit liegen sollte, im Monatsmittel halten Sie damit die Hinzuverdienstgrenze ein (Nachweis: dann folgender Einkommensteuerbescheid). Als zeitlicher Arbeitsaufwand geben Sie auch den mtl. Durchschnittswert an.

Daneben kann es völlig unbedeutend sein, was Sie machen, wenn sich Ihr gesundheitlicher Zustand/die Erwerbsminderung auch durch eine umfangreiche Tätigkeit nicht &#39;bessert&#39; und die EMR aus rein gesundheitlichen Gründen bewilligt worden ist.

Sprechen Sie mit der DRV/einer Beratungsstelle vor Ort.

Gruß
w.

von
Martha

Hallo Wolfgang,

gibt es eine rechtsverbindliche Fundstelle zu Ihrer Antwort, ich habe darüber bisher nämlich gar nichts gefunden im SGB oder im Internet?!

Danke bis hierher

Martha

von
Wolfgang

Hallo Martha,

DIE rechtsverbindliche Quelle als solche steht in Ihrem Rentenbescheid :-)

Googlen Sie mal nach &#39;rvliteratur&#39; ...oder hier:
http://rvliteratur.bfa.de/bfa/xtention_index.htm

Über die Rechtshandbücher (RH) zum SGB VI werden Sie es finden, § 96a SGB VI (Ziff. 3.2 ff.)

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Martha,

die Tätigkeit muss auf jeden Fall dem Rententräger gemeldet werden.
Wenn Sie während dieser Tätigkeit nicht angestellt sind, sondern als selbständig zu betrachten sind, dann wird - wie Wolfgang schon zutreffend schrieb - das Jahreseinkommen für die Hinzuverdienstprüfung herangezogen. Das darf nicht höher als 4800 Euro sein.
Sie sollten also zunächst das voraussichtliche Jahreseinkommen schätzen und dem Rententräger melden. Wahrscheinlich müssen Sie dann nachträglich zur Kontrolle Ihren Steuerbescheid für 2009 vorlegen.

von
Martha

Vielen Dank für Ihre Antworten!