Hinzuverdienst bei großer Witwenrente

von
Mone

Ein Hallo an Alle hier!

Habe da mal eine ganz kleine Frage:

Meine Mutti bezieht nun seit 9 Jahren die große Witwenrente und geht seit nun über 5 Jahren auf Teilzeit arbeiten. Ihr Bruttoverdienst sind monatlich 901€. Lohnsteuer und Soli werden dort nicht fällig. Da sie nun noch ein Angebot für einen Minijob hat (ca.200€ monatlich) wollte ich fragen, ob sie dann über die 718€ Zuverdienstgrenze kommt?

Es werden doch von ihrem Teilzeitjob von 901€ die 40% Pauschal abgezogen oder?

von
KSC

Zieht man von 900 € 40% ab, bleiben 540 € dazu die 200 € aus dem Minijob, wären 740 €.

Bei einem Überschreiten der Grenze um 22 € würde die Witwentrente um 8,80 € gekürzt.
Das dürfte verkraftbar sein (oder sie soll halt mit dem Minijob nur maximal 178 € verdienen :-))

M.E. ist es angesichts dieser geringen Auswirkung völlig egal, was sie macht.....

von
Mone

Hallo!

Vielen lieben Dank. Dann habe ich ja schon richtig gerechnet :o)

von
Hinzuverdienst aus Minijob

Es gibt noch einen kleinen Kniff, wie Sie auch auf das Entgelt aus dem Minijob den Pauschalabzug von 40% bekommen.

Sie verzichten auf die Versicherungsfreiheit des Minijobs und zahlen 4,9% Rentenversicherungsbeiträge vom Brutto. Damit fällt das Einkommen unter den Freibetrag.

von
Schade

und zahlen dann aber auch wieder 9,80 € (4,9% aus 200)und unterm Strich wird es auch nicht mehr Geld.

Ja aber Sie haben dann für jedes dieser Jahre später mal 0,5 € mehr eigene Rente.

von Experte/in Experten-Antwort

Siehe Beitrag von "KSC".

von
Beitrag

..oder vielleicht GERADE DURCH DAS AUFSTOCKEN - also die 9,80Eur - einen früheren eigenen Rentenanspruch!!!!!

Die Rendite war noch NIE ein Grund , warum jemand die Beiträge des Arbeitgebers bei einem Minijob aufstocken sollte, sondern die IMMENSEN sonstigen Vorteile, was den wenigsten Mini-Jobbern bekannt ist.

Solange Mone´s Mama den "normalen" Job für 900 Brutto hat, wäre kein Grund zum Aufstocken wirklich vorhanden.

Aber alle anderen Mitleser sollten sensibilisiert werden und ggf.zur Beratungsstelle der RV, um konkrete Auskünfte zu erhalten.

von
Mone

Wow ein riesen Dankeschön an die vielen Beiträge!

Wir waren heute bei der RV zu einem Termin. Es wären also die 178€ die sie bis zur Hinzuverdienstgrenze verdienen würde. Habe auch wegen dem Thema "Fahrtkostenerstattung" gesprochen, weil sie eine Kilometerpauschale beim Minijob dazukriegen würde. 0,10Cent pro KM. Im Monat sind das nochmal um die 60€
Gesagt wurde mir, dass dieses als Arbeitsentgelt verrechnet wird. Also liegen wir somit im Monat um die 260€. Wäre natürlich die Frage, ob es sich dann echt lohnen würde den Rentenbeitrag selber einzuzahlen oder?

von
Beitrag

Das würde sich dann - rein wegen der Einkommensanrechnung!!! -schon lohnen. Sind zwar dann 12,74 Eur weniger Verdienst, aber dafür wird die W-rente nicht um knapp 33 Eur gekürzt.

von
Mone

Wow- danke für diesen klasse Tipp. Das wusste ich wirklich nicht. Kann auch gut möglich sein, dass das Gehalt aus dem Minijob von meiner Mutti auch monatlich schwankt und es auch mal gut über 260€ sein kann. Von daher ist die Idee wirklich viel viel besser mit der Einzahlung von 4,9% in die Rente.