Hinzuverdienst bei Rente mit 63

von
Frank von S.

Eine leitende Mitarbeiterin wird mit Vollendung des 63. Lj. (Rente wird beantragt) stundenweise weiter für das Unternehmen tätig sein. Als Entgelt ist der bisherige Firmen-PKW (geldwerter Vorteil EUR 360,-) plus ein Gehalt von 39,- EUR geplant.
Ist diese Entgelt-Gestaltung zulässig ?

von
Rentner

Kein Problem! Erst ab 401 €/Mon. wird die Rente anteilig gekürzt!

von
Galwien

Grundsätzlich muß eine Hinzuverdienstgrenze von 400 EUR eingehalten werden. Theoretisch würde damit ein Verdienst von 400,01 EUR bereits zur Kürzung der Rente führen. Die Frage ist, ob die Entgeltumwandlung (hier anstelle von Lohn Privatnutzung von Firmenfahrzeug) auch als Hinzuverdienst gilt.

Meiner Meinung nach stellt auch dieser Sachbezug (Überlassung eines Firmenwagens zur privaten Nutzung gegen Verzicht auf Barlohn) einen Hinzuverdienst dar.

Da jedoch der Hinzuverdienst von insgesamt 399 EUR unter der Hinzuverdienstgrenze liegt, ist dieser nicht schädlich.

Ich hoffe nur, daß der Arbeitgeber seine Beiträge aus diesem Betrag zahlt und nicht nur aus den 39 EUR. Beitragsrechtlich dürfte auch beides zusammenzählen.

Experten-Antwort

Diese Entgelt-Gestaltung ist zulässig. Bei einer unentgeltlichen Überlassung eines Firmenwagens entsteht dadurch ein geldwerter Vorteil –im vorliegenden Fall 360,- EUR-. Dieser geldwerte Vorteil zählt zum Arbeitsentgelt im Sinne des § 14 Abs. 1 Sozialgesetzbuch IV und wird deshalb als Hinzuverdienst angerechnet. Wichtig ist nur, dass man insgesamt nicht über die Hinzuverdienstgrenze von 400,- EUR monatlich kommt.

von
Gigi

Aber Achtung,

da wird ein Betriebsprüfer sehr genau hinschauen was da getrickst wurde.

Gigi