Hinzuverdienst bei Schwerbehindertenrente als Freiberufler

von
Axel Schmidt

Ich werde ab 1.7.13 mit 63 Jahren Schwerbehindertenrente beziehen. Außerdem habe ich noch rund 4.000 € Jahreseinkommen (nach Abzug meiner Ausgaben) aus freiberuflicher Tätigkeit (Beratender Ingenieur) und Gewerbebetrieb (Photovoltaikanlage). Meine Rechnungen schreibe ich vierteljährlich und die Beträge schwanken je nach angefallenem Aufwand. Meine Frage ist, wie passt das mit der Hinzuverdienstgrenze "450,-€/Monat, zweimal im Jahr das Doppelte"? Werden die Jahreszahlen zu Grunde gelegt und durch 12 geteilt ? In meinem Renten-antrag habe ich das Jahreseinkommen geteilt durch 12 angegeben.

von
KSC

Bei Selbständigen geht der Gewinn durch 12.

Die Möglichkeit des 2 maligen Überschreitens scheidet da aus.

von
DarkKnight RV

Hallo Axel,

bei jährlicher Betrachtungsweise darf der steuerliche Gewinn (im Steuerbescheid!!!) bei 5.400 Euro liegen. Den steuerlichen Gewinn teilt der Rentenversicherungsträger durch die Monate, in denen die selbständige Tätigkeit steuerrechtlich angemeldet war (Bsp. ganze Jahr 5.400 Euro; monatlich = 450 Euro; 5.400:12). Keineswegs wird bei der jährlichen Betrachtungsweise das Gesamteinkommen durch 14 geteilt (12 + 2 Überschreitensrechte).

Ein Überschreitensrecht besteht für Selbständige nur, wenn sie Monat für Monat ihren steuerrechtlichen Gewinn nachweisen können (z. B. durch eine monatliche Gewinn/Verlustrechnung).

Werden die monatlichen Einkünfte nachgewiesen, kann nicht mehr zwischen monatlicher und jährlicher Betrachtungsweise gewählt werden, es ist dann zwingend das monatliche Einkommen zu nehmen (keine Günstigerprüfung!!).

Alles klar???

;-8

Experten-Antwort

Hallo Axel Schmidt,

Sie haben ja bereits richtige Hinweise erhalten:
für die Ermittlung des Hinzuverdienstes aus selbstständiger Tätigkeit ist ein Zwölftel des Jahreseinkommens aus dem entsprechenden Steuerbescheid zugrunde zu legen (pauschalierende Ermittlung). Die Möglichkeit des zweimaligen Überschreitens besteht hierbei nicht.

Das Überschreiten bis zum Doppelten der Hinzuverdienstgrenze ist aber auch bei Selbstständigen grundsätzlich möglich. Voraussetzung ist, dass Sie Ihr monatliches Einkommen durch Nachweis belegen können (z. B. Bescheinigung des Steuerberaters oder Aufzeichnungen über monatliche Buchführung).

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