Hinzuverdienst bei voller Erwerbsminderungsrente

von
Ramrod

Hallo,
Ich beziehe eine unbefristete Erwerbsminderungsrente mit einem GDB50.
Das Problem bei der Sache ist ich bin noch PrivatKrankenVersichert, da Ich das aber auf dauer mit der Rente nicht bezahlen kann bin Ich auf der Suche nach einem Job den Ich gerade so mit Ach und Krach 1 Jahr lang ausführen kann damit Ich wieder in die gesetzliche Krankenversicherung kommen kann.
Welche Auswirkungen hätte dieser 401€ Job auf meine Rente während und nach dem 1 Jahr wenn dieser Job wieder aufgegeben wird?
Die Hinzuverdienstgrenze ist laut meinen Informationen bei 355€ in den alte Bundesländern angesiedelt.

von
Knut Rassmussen

Sie würden eine 3/4-Teilrente bekommen.

von
Ramrod

Und nach dem 1 Jahr wenn man den Job wieder aufgegeben hat?
Bekommt man dann autom. wieder seine normale Rente?

von
haesvau

Sobald das Einkommen 400 EUR nicht mehr übersteigt, erhalten Sie wieder die volle EM-Rente.
Ob Ihr Spielchen mit der Krankenkasse klappt, ist eine andere Frage. Das SGB V hat ein paar Schranken eingebaut, um in gewissen Fällen die Rückkehr in die gestzliche Kasse zu verhindern. Das klären Sie am besten mit einer gesetzlichen Kasse Ihrer Wahl.

von
Ramrod

1 Jahr muss man über 400€ verdienen, dann bleibt man in der GKV so ist es soviel ich informiert bin gesetzlich geregelt.

von
...

Aber wenn die Vorversicherungszeiten nicht erfüllt sind für die KVdR, wird event. nur eine freiwillige KV (nach der Beschäftigung) während des Rentenbezug in Frage kommen - wenn die Rente niedrig ist, muss ggf. der Mindesbeitrag gezahlt werden... Auf jeden Fall vorher mit der KK abklären!

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Ramrod,

auch wenn Sie eine Rente wegen voller Erwerbsminderung erhalten, können Sie im Rahmen Ihres Restleistungsvermögens noch erwerbstätig sein.
Bedingung ist, dass Ihr Verdienst nicht mehr als 400 EUR monatlich beträgt. Dieses mtl. Einkommen dürfen Sie im Laufe eines Kalenderjahres in zwei Monaten bis zur doppelten Hinzuverdienstgrenze überschreiten (also 2 Mal 800,00 EUR). Überschreiten Sie diese Hinzuverdienstgrenzen, prüft der Rentenversicherungsträger, ob Sie noch Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente haben, bzw. ob anstelle der Vollrente die Rente in Höhe
- von drei Vierteln, - der Hälfte oder - eines Viertels in Anspruch genommen werden kann.
Sie sollten sich, falls Sie regelmäßig mehr als 400 EUR verdienen, mit Ihrem Rentenversicherungsträger in Verbindung setzen und die Auswirkungen auf Ihre Erwerbsminderungsrente prüfen lassen.

von
Harald

Ihnen geht es vornehmlich darum wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen. Dies ist sicher keine Frage für dieses Forum.
Dennoch: wie alt sind Sie?
Dann läßt sich vielleicht doch Ihre Frage beantworten.

Harald

von
Skatrentner

Das ist natürlich die Art zu weinen, erst sich der Solidargemeinschaft aus der KV entziehen und angeblich günstige Beiträge in der PKV ausnutzen und jetzt, wo man die Rente bezieht, stöhnen dass man die Beiträge nicht mehr bezahlen kann. Mit diesen Leuten habe ich kein Mitleid, es war ja so gewollt. Darüber sollte man sich aber vorher schon Gedanken machen. Natürlich wird die VV für die KVdR auch nicht erfüllt sein und es müssen dann auch in der gesetzlichen KV freiwillige Beiträge entrichtet werden. Der Beitragszuschuß von der RV wird bei einer geringen Rente dann ja auch nicht hoch ausfallen, sodass noch ein kräftiger Eigenanteil bleibt. Richtig so !!

von
Ramrod

29
Und es ist eine Erwerbsminderungsrente.

von
Ramrod

29
Und es ist eine Erwerbsminderungsrente.

von
Tschacka

Hallo Ramrod,

sie sind 29 und beziehen die volle em-rente unbefristet?

haben sie schon einen anspruch auf grunsicherung prüfen lassen? ich werde auf keinen fall dem user @skatrentner folgen und sie in irgendeiner form "verurteilen"! (sie haben sich ihre erwerbsminderung sicher nicht gewünscht/ausgesucht!)
Sie sind wahrscheinlich privat versichert, weil sie zuletzt über der beitragsbemessungsgrenze der krankenversicherung verdient haben und somit das wahlrecht hatten?wenn dem so ist, wird es tatsächlich schwierig hier wieder rauszukommen. sie könnten vielleicht mit der privaten krankenversicherung einen anderen tarif vereinbaren. z.B. Verzicht auf Krankentagegeld/Krankengeld oder aber besondere Wünsche wie Chefarzt/Einbettzimmer etc. so lässt sich der monatliche Beitrag auch senken.

Ich wünsche ihnen alles gute.
Tschacka

von
Empörter Gesetzlich Versicherter

Ich schließe mich Skatrentners Posting voll an!! Hoffentlich gelingt den Threadersteller die Rückkehr in die GKV nicht!! Diese Form des Sozialschmarotzertums gehört verboten.

von
Tschacka

sagen sie mal, haben sie die frage richtig verstanden?

ich bin auch kein kind von traurigkeit, aber bitte zügeln sie sich!

ramrod ist wohl erst 29 und voll em dauerhaft! glauben sie ernsthaft, dass er das bei der entscheidung in eine private kv zu wechseln erahnt hatte???

er ist weder ein "schmarotzer" noch wird er von "ihrem Geld" leben!
er möchte doch nur versuchen mit dem was er hat auszukommen. sogar arbeiten möchte er noch und verliert dadurch ja auch einen teil seiner rente.
also bitte ein wenig rücksicht. vielen dank!

tschacka

von
Harald

Wenn Sie mindestens 12 Monate eine krankenversicherungspflichtige Beschäftigung ausgeübt haben, können Sie sich anschließend in der GKV freiwillig weiterversichern.
Auf die Folgen einer Beschäftigung über 400 Euro hinsichtlich Ihrer laufenden EM-Rente sind Sie sich ja im klaren.

Harald

von
Ramrod

Hallo,
ja die Folgen sind mir ein bissi bekannt, d.h. das die Rente gekürzt wird ist mir klar, nur in welcher Höhe nicht ganz. Und wie lange diese kürzung der Rente noch anhält falls ich die Beschäftigung nach 2 Jahren nicht mehr ausüben kann, ob es dann wieder zurückgestellt wird!?
Der Zuschuss zur Krankenversicherung wird vermutlich komplett wegfallen, mir geht es nur darum welchen Prozentualen Einfluss eine Beschäftigung auf 401€ Basis auf die Erwerbsminderungsrente beträgt.
Übrigens habe Ich auch einen Scherbehindertenausweiss GdB50, falls das irgendwie Einfluss hat.

von
Skatrentner

Hallo Tschaka, ich habe die Frage schon richtig verstanden und finde es natürlich auch traurig, dass jemand mit 29 schon die volle EM hat. Natürlich hat er sich dies nicht ausgesucht.

Aber er wird ja wohl früher einmal in der gestzlichen KV gewesen sein und bei einem Wechsel zur PKV hat ihn wahrscheinlich niemand auf evtl. Konsequenzen hingewiesen, wie es bei einer frühen EM ist.

Auch ich war sehr lange mit meinem Verdienst über der BBG, bin aber immer meiner gesetzlichen KV treu geblieben und als ich mit 52 BU-Rentner wurde und z.Zt. noch bin, war ich froh dort versichert zu sein. Von meiner BU-Rente könnte ich mir die PKV jetzt auch nicht leisten und freue mich heute, dass ich nicht den falschen Schritt gemacht habe. Ich hätte in der PKV auch einiges gespart was ich dann wohl heute für meine Gesundheit ausgeben müßte wenn ich nicht in der gesetzl. KV wäre.

von
Tschacka

nun ja, wenn Sie tatsächlich einen Job (und Arbeitgeber) mit 401 .-€ finden, dann gibt's die volle EM-Rente nur anteilig in Höhe einer 3/4 Rente. Also 1/4 weniger. Daher wäre es besser, wenn Sie die zulässige Hinzuverdienstgrenze (s.Rentenbescheid) für diese 3/4 Rente wenigstens annähernd ausschöofen würden. Brutto wohlbemerkt.

Denn es ist der DRV total gleich, ob Sie bei einer Hinzuverdienstgrenze von sagen wir mal 1.000.-€ für eine 3/4 Rente tatsächlich 401.-€ oder 950.-€ verdienen! Die Rente wird komplett um 1/4 gekürzt!!!

Daher besser nochmal beraten lassen (Rentenbescheid mitbringen!)

http://www.deutsche-rentenversicherung.de

-Beratungsstellensuche-
-PLZ eingeben-
-Termin vereinbaren-
-anschleißend Entscheidung leichter-

LG
Tschacka

von
Tschacka

Hallo Skatrentner,

genau das meine ich ja. Er ist einfach noch viel zu jung. Und wie Sie selbst schreiben, wahrscheinlich nicht auf die Folgen des Wechsels hingewiesen worden. Sind wir doch einfach froh, dass es die KV-Pflicht in Deutschland seit dem 01.01.2009 wieder gibt, sonst würde der Kerle evtl. gar nicht versichert sein (weil er es sich nicht "leisten" kann) und über die Sozialhilfe "behandelt" werden (oder gar überhaupt nicht). Ich bin grundsätzlich auch gegen das "Schmarotzern", aber hier mache ich mal einen Unterschied! :)))

Einen feinen Nachmittag noch
Tschacka

von
Jack

@Ramrod
Ich würde die Spielchen mit dem Bezug einer Teilrente aufgrund eines höheren Einkommens als 400,00 Euro / monatlich lassen.
Insbesondere deshalb, weil Sie erst 29 Jahre alt sind.
Wenn Sie jetzt die volle EM-Rente haben, dann seinen Sie dankbar, dass Sie diese zuerkannt bekamen und setzen Sie diese nicht aufs Spiel, indem Sie mit der Höhe des Nebeneinkommens 'spielen'.
Statt Ihnen eine Teilrente zu gewähren, kann die DRV auch auf die Idee kommen, erneut Ihre gesundheitlichen Voraussetzungen für eine EM-Rente generell zu überprüfen, wenn Sie plötzlich so leistungsfähig geworden sind und mehr als 400,00 Euro hinzuverdienen.
Und selbst wenn dies nicht geschieht, dürfte der Rückschritt von einer Teilrente wieder zu einer vollen EM-Rente außerst poblematisch werden.
Ihr GdB von 50% spielt offiziell für die Bewertung Ihrer Leistungsfähigkeit im Rahmen einer EM-Rente kein Rolle.
Ich empfehle Ihnen, in Ihrer privaten Krankenversicherung zu bleiben, bis sich vielleicht später einmal eine andere Gelegenheit ergibt, in die gesetzliche zurückzukehren.
Notfalls müssen Sie halt auf Dauer einen Minijob ausüben (bis 400,00 Euro monatlich dürfen Sie ja als voller EM-Rentner) und davon die Krankenkassenbeiträge bezahlen.