Hinzuverdienst bei vorgezogener Altersrente

von
Reike

Wie ermittelt man bei Selbstständigen den anzurechnenden Hinzuverdienst?
Muss man dazu seinen Steuerbescheid vorlegen und ist es dann die Zahl die bei Einküften aus Gewerbebetrieb steht?

von
W*lfgang

[quote=217438]Muss man dazu seinen Steuerbescheid vorlegen und ist es dann die Zahl die bei Einküften aus Gewerbebetrieb steht?/quote] Hallo Reike,

ja, allerdings geteilt durch 12.

Mehr dazu und andere Möglichkeiten hier:

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_34R3.7

Gruß
w.

von
S. Mäß

Was mich interessieren würde ist, wenn man sich als Rentner und 450-Euro-Jobber mit dieser Tätigkeit selbständig machen will, was für Ausgaben dann zunächst einmal auf mich zukommen?

z.B. Kosten Gewerbeanmeldung, monatliche Umsatzsteuervorauszahlungen etc.?

Ist das zu empfehlen oder sollte man besser den 450-Euro-Job auf unselbständiger Basis
abwickeln?

Experten-Antwort

Hallo Reike,

dem Beitrag von W*lfgang können wir zustimmen. An der angegebenen Fundstelle werden Sie insbesondere den Hinweis finden, dass zum Arbeitseinkommen aus selbständiger Tätigkeit nur die steuerrechtlichen (Gewinn-)Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb und aus selbständiger Arbeit gehören(§ 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 3, Abs. 2 Nr. 1 EStG).

An S. Mäß haben wir zunächst die allgemeine Bitte neue Fragen oder Themen mit einem neuen eigenen Beitrag zu eröffnen.
Ansonsten muss zu Fragen der Kosten der Gewerbeanmeldung oder Umsatzsteuervorauszahlung an die zuständigen Behörden bzw. die Finanzämter oder Steuerberater verwiesen werden.
Zum Schluss noch der allgemeine Hinweis, ein Versicherter kann nicht einfach bei sonst unverändertem Sachverhalt wählen, ob er als Selbständiger tätig wird, oder ob er einer abhängigen Beschäftigung nachgeht. Insbesondere wenn eine bisherige abhängige (geringfügige) Beschäftigung nunmehr plötzlich für den selben (Arbeitgeber) Auftraggeber als selbständige Tätigkeit ausgeübt werden soll, werden die Rentenversicherungsträger diesen Umstand genau prüfen. Darüber hinaus wird auch ausdrücklich auf die Meldepflicht nach § 190a SGB VI für selbständig Tätige mit einem Auftraggeber hingewiesen.

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