Hinzuverdienst bei Werkstattentgelt und Erwerbsminderungsrente

von
bobbelsche

Ich beziehe eine volle Erwerbsminderungsrente und ein Werkstattentgelt aus eine WfbM. Kann ich noch 450 € abschlagsfrei hinzuverdienen oder werden diese 450 € auf meine Rente angerechnet?

Experten-Antwort

Hallo bobbelsche,
anbei ein kurzer Auszug aus den rechtlichen Arbeitsanweisungen der Rententräger (diese sind auch im www verfügbar unter http://raa.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/index.jsp).
Einschlägige Hausnummer wäre die Vorschrift des §96a SGB VI und dort dann die RdNr. 2.1.2.
Dort steht folgendes:
NICHT als Arbeitsentgelt i. S. d. § 96a SGB VI gilt/gelten ...
... - Entgelt, das ein behinderter Mensch von einem Träger einer in § 1 S. 1 Nr. 2 SGB VI genannten Einrichtung erhält, unabhängig von dessen Höhe (§ 96a Abs. 1 S. 4 Nr. 2 SGB VI). Das gilt auch für Sozialleistungen, deren Bemessungsentgelt auf Entgelt beruht, welches von einem Träger einer in § 1 S. 1 Nr. 2 SGB VI genannten Einrichtung erbracht wird.

Abweichend hiervon ist zu beachten, dass Tarifentgelt, das behinderte Menschen im Rahmen des Modells "Budget für Arbeit" erhalten, als Hinzuverdienst zu berücksichtigen ist. Auch das Arbeitsentgelt, das von behinderten Menschen in Integrationsprojekten erzielt wird, ist in seiner tatsächlich gezahlten Höhe als Hinzuverdienst zu berücksichtigen.

Es kommt alao sehr genau auf die Art und Form des Geldbezuges aus der WfB an. Ich empfehle Ihnen ggf. vor Aufnahme einer weiter 450 Euro Bechäftigung unter Vorlage einer WfB Abrechnung beim Rententräger eine Bestätigung einzuholen, dass Sie einen 450 Euro Job trotz des WfB Geldes unschädlich aufnehmen können.
Erspart möglichen nachträglichen Ärger und gibt Ihnen die Gewissheit alles richtig zu machen.