Hinzuverdienst Bemessungsentgelt

von
Lilli

Hallo liebe Forumsteilnehmer,

ich beziehe seit Oktober 2014 eine Teilerwerbsminderungsrente. Ich war als der Bescheid kam noch arbeitsunfähg, das Krankengeld wurde mir um die Teilrente gekürzt. Das ist für mich alles nachvollziehbar. Jetzt wird bei der Berechnung der Zuverdienstgrenzen das Bessungsentgelt (aus der Zeit meiner Vollzeitbeschäftigung vor Beginn meiner Erkrankung) herangezogen, obwohl ich mein Krankengeld gekürzt erhalten habe. Kann mich bitte jemand auf einen Gesetzestext verweisen. Ich hab ja diese Sozialleistung nicht in voller Höhe bezogen, muß das bei der Berechnung nicht berücksichtig werden?
Vielen Dank
Lilli

von
Die Farbe Schwarz

Als Hinzuverdienst ist das der Sozialleistung zugrunde liegende monatliche Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen zu berücksichtigen.

§96a Absatz 3 Satz 2 Sozialgesetzbuch VI

Experten-Antwort

Hallo Lilli,

die Hinzuverdienstgrenzen bestimmen, wie viel Sie zu einer Erwerbsminderungsrente hinzuverdienen dürfen. Sie werden grundsätzlich indivi­duell berechnet. Entscheidend sind hierbei der versicherte Verdienst beziehungsweise die rentenrechtlichen Zeiten vor Eintritt der Erwerbsminderung – umgerechnet in soge­nannte Entgeltpunkte – und der Ort, an dem der Verdienst erzielt wird (alte oder neue Bundesländer).

Vereinfacht gesagt: Die Hinzuverdienstgrenzen orientieren sich an Ihrem bisherigen Verdienst vor Eintritt der Erwerbsminderung. Je mehr sie zu dieser Zeit verdient haben - umso mehr dürfen Sie jetzt auch zur Erwerbsminderungsrente hinzuverdienen.

Weitere Details zur Berechnung der Hinzuverdienstgrenzen und dem Einfluss des Hinzuverdienstes auf die Erwerbsminderungsrente können Sie der Broschüre „Erwerbsminderungsrentner: So viel können Sie hinzuverdienen“ entnehmen, die Sie unter

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/erwerbsminderungsrentner_hinzuverdienen.pdf?__blob=publicationFile&v=29

herunterladen können.