Hinzuverdienst EMR

von
Bechti

Guten Tag miteinander, vielleicht kann mir jemand bei der Beantwortung folgender Frage helfen...?
Hinzuverdienst tlws. EMR, die Formel ist soweit klar, die Bedingungen ebenfalls.
Habe im Jahr 2011 drei Mal die Hinzverdienstgrenze überschritten, aus Gründen, die nicht in meinem Verschulden liegen.
Auch soweit klar....
Zwei Mal darf ich rentenunschädlich die Hinzuverdienstgrenze bis zum doppelten Betrag des Hinzuverdienst überschreiten.
Habe ich auch verstanden. Dadurch müsste ich eine kompletten Rentenbeitrag zurückzahlen. Verstehe ich auch.
Warum soll den 1,5- fachen Betrag zurückzahlen??
Im ersten Monat der Überschreitung steht mir gem. der Hinzuverdienstgrenze nur die halbe tlws. EMR zu, dementsprechend trat lt. DRVB eine Überzahlung ein. (50%).
Der 2. Monat mit Überzahlung trat 3 Monate später ein, im 3. Monat (Weihnachtsgeldzahlung) habe ich angeblich alle Hinzuverdienstgrenzen überschritten (stimmt nicht, bliebe weit unterhalb der doppelten Summe des Hinzuverdienstes).
Berechnet die DRVB grundsätzlich zu Ungunsten der EMR?
Für mich wäre nur schlüssig:
1. Monat Hinzuverdienst überschritten, aber halber Anspruch der tlws. EMR,
2. Monat Hinzuverdienst überschritten, dieses wäre dann der 2. rentenunschädliche Monat,
3. Monat Hinzuverdienstüberschritten, daher die EMR zurückzuzahlne plus 50% aus dem 1. Monat.
Selbst in der Broschüre der DRVB "Erwerbsminderungsrente, soviel dürfen Sie hinzuverdienen" steht eindeutig, dass man die Hinzuverdienstgrenze 2- malig bis zur doppelten Summe rentenunschädlich überschreiten darf, nach meinem Verständnis müsste somit der 3. Monat durch Überschreitung der Hinzuverdienstgrenze zurückgezahlt werden, allerdings eben nur dieser Betrag und nicht der 1,5- fache Betrag.
Wo liegt mein Unverständnis?
(Hoffentlich ist diese Frage nicht zu kompliziert gestellt...)
Schönen Tag euch/ Ihnen allen und Danke für die Antworten im Voraus!!

von
...

Nehmen Sie den Bescheid und begeben Sie sich in die nächste Auskunfts- und Beratungsstelle in Ihrer Nähe.

Dort kann man mit Ihnen gemeinsam den Bescheid durchgehen, Ihnen alles erläutern und wenn ein Fehler vorliegt kann dort auch direkt ein Widerspruch mit Begründung aufgenommen werden.

von
Bechti

Zunächst einmal vielen Dank....diese Antwort habe ich mir selbstverständlich schon selber gegeben, wäre natürlich nett, mit entsprechenden Tips in ein solches Gespräch zu gehen.
Insbesondere, wenn es sich um ein Gespräch mit dem Widerspruchsausschuss handelt.
Danke trotzdem erstmal für das Lesen meines Problems und der Mühge, die Sie sich gemacht haben.

von
...

Sie werden definitiv kein Gespräch mit dem Widerspruchsausschuß führen sondern mit einem "ganz normalen" Berater der Deutschen Rentenversicherung.

Und Ihr Sachverhalt läßt sich eben am Besten (und verständlichsten) in einem persönlichen Gespräch klären, zumal es bei diesem Sachverhalt ganz klare gesetzliche Regelungen gibt und da keinerlei Ermessen zu Gunsten oder Ungunsten der EMR möglich ist!

Experten-Antwort

Hallo Bechti, Ihre Frage ist nicht zu kompliziert gestellt, der Sachverhalt ist aber zu schwierig um ihn ohne Unterlagen in diesem Forum zu klären. Nur soviel, die Deutsche Rentenversicherung rechnet nicht zu ungunsten der Rentner sondern nach gesetzl. Vorschriften. Die Rentenversicherung wird von übergeordneten Stellen hinsichtlich der Einhaltung der Vorschriften überprüft. Auch kommt es nicht auf ein verschuldetes oder unverschuldetes Überschreiten der Hinzuverdienstgrenzen an. Bei der Rente handelt es sich um einen Lohnersatz für einen Entgelt, welches man nicht mehr erhält. Haben Sie einen Entgelt, ist die Lohnersatzleistung (Rente) entsprechend zu kürzen. Beherzigen Sie den Hinweis von „von...“ und begeben Sie sich mit Ihrem Bescheid in die nächste Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung und lassen sich den Bescheid dort erklären und ggf. gleich die Begründung Ihres Widerspruches aufnehmen.

von
sab

Haben Sie in Ihrem Bescheid eine Anlage 21 (kann sein, muss aber nicht)?
Wenn ja, lesen Sie diese bitte genau durch, darin ist die komplette Prüfung der Hinzuverdienstgrenzen inkl. Prüfung des doppelten Überschreitens ausführlich erläutert. Da könnten Sie dann auch feststellen für welche Monate das doppelte Überschreiten der Hinzuverdienstgrenze geprüft wurde und ob dies so korrekt ist.

von
Bechti

Herzlichen Dank nochmals an alle, die sich mit meinem Problem beschäftigt hatten.
Natürlich wende ich mich an die DRVB -übrigens garantiert an die Widerspruchsstelle, da ich mich im Widerspruchsverfahren befinde-
die Intetion meiner Frage war, ob jemand mir vorab erklären kann, wie es kommt, dass bei einem 3- maligen Überschreiten der Hinzuverdienstgrenze (alles ist detailliert korrekt in Anlage 21 niedergeschrieben) eine Rückzahlung von mehr als 1 EMR -korrekt 1,5 EMR- möglich ist.
Bei einem 3 maligen Überschreiten der Hinzverdienstgrenze der EMR, muss nach meinem Verständnis alles. was über dem2 - maligen Überschreiten gezahlt wird, eben zurückgezahlt werden.
Aber nach meinem mathematischen Verständnis bei dem 3- fachen Überschreiten eben 1 EMR und nicht 1,5 EMR.
Ist schon alles ziemlich kompliziert.....

von
sab

Leider ist die Materie zu kompliziert um hier feststellen zu können, ob der Fehler bei der DRV Bund liegt oder ob Sie etwas übersehen. Dazu müsste man ganz genau den Hinzuverdienst für jedes Monat des fraglichen Jahres und evtl. Besonderheiten wie Einmalzahlungen, Mehrarbeit etc. und die Hinzuverdienstgrenzen kennen um dies nachzuvollziehen zu können.
Wenn Sie tatsächlich keine Anlage 21 in Ihrem Bescheid finden, hilft zunächst wirklich nur, sich die Berechnung von der DRV erklären zu lassen um festzustellen ob diese wirklich falsch ist.

von
sab

Entschuldigung, ich habe gerade erst gelesen, dass Sie doch eine Anlage 21 haben.

Wie schaut es denn im Monat vor der Weihnachtsgeldzahlung aus, haben Sie da auch einen Verdienst und ist in diesem 3. Monat mit der Überzahlung nur das Weihnachtgeld ausgezahlt worden, oder haben Sie auch da einen laufenden Verdienst?