Hinzuverdienst im öffentlichen Dienst

von
Sabine Teich

Sehr geehrte Damen und Herren,
bei einer Entgaltabrechnungsstelle im öffentlichen Dienst hat sich folgende Frage ergeben:
In Ihrem Formular R5406 SB "Nachprüfung der weiteren Rentenberechnung - Hinzuverdienst" wird nach dem Bruttoarbeitsentgelt gefragt. Im öffentlichen Dienst gibt es mehrere Arten von Bruttoarbeitsentgelt, die unterschiedlich hoch sind. Ist im Formular das Auszahlungsbrutto, das Steuerbrutto oder das Sozialversicherungsbruttoentgelt anzugeben? Ich bitte auch, mir die rechtliche Grundlage für Ihre Antwort zu nennen.
Für Ihre Mühe bedanke ich mich im Voraus.
Mit freundlichem Gruß
Sabine Teich

Experten-Antwort

Die Voraussetzungen für einen Rentenanspruch und dem Hinzuverdienst sind im § 34 SGB VI geregelt. Als Hinzuverdienst sind grundsätzlich alle Zuwendungen des Arbeitgebers zu berücksichtigen, die Arbeitsentgelt aus einer Beschäftigung i. S. der § 14, § 17 SGB 4 i. V. m. der Sozialversicherungsentgeltverordnung sind. Steuerfreie Aufwandsentschädigungen und die in § 3 Nr. 26 und 26a EStG genannten Einnahmen gelten nicht als Arbeitsentgelt (§ 14 Abs. 1 S. 3 SGB 4). Weicht das steuerpflichtige Einkommen von dem Grunde nach beitragspflichtigem Arbeitsentgelt ab, ist es im Rahmen der Hinzuverdienstprüfung nicht relevant. Geben Sie bitte das SV-Brutto an!

von
maria09

Zitiert von:

Geben Sie bitte das SV-Brutto an!

Zusatz/Ausnahme:
Bei Arbeitsentgelt innerhalb der Gleitzone gilt das dem SV-Entgelt zu Grunde liegende tatsächliche Arbeitsentgelt