Hinzuverdienst im Ruhestand Versteuern?

von
Wolf Dietrich

In den beiden Monaten wo bis zu 800 Euro hinzuverdient werden darf? wie werden die 800 Euro versteuert ?
a. Nur mit Arbeitgeberpauschale
b. oder wie ein Middijob?

und kommen da Sozialabgaben auf mich zu!
MfG Wolf Dietrich

von
Schiko.Original

Gehe davon aus, sie erhalten eine rente- gleich welcher art- vor
dem 65. lebensjahr.
Als zuverdienst üben sie einen 400 eurojob aus, der zweimal
im jahr 800 beträgt. Im rahmen eines geringverdiener job be-
treffen sie steuer und lohnnebenkosten nicht, der AG. führt
30% hierfür ab. Dieser verdienst tangiert sie nicht, wird also
dem steuerpflichtigen anteil ihrer rente nicht dazugerechnet.

Die ausführungen "Arbeitgeberpauschale oder Minijob" kann ich
hier nicht deuten.

Sicher wissen sie auch, ab dem 65. lebensjahr gilt die grenze von
400 nicht mehr.

M fG.

von
Philipp

Hallo Wofl Dietrich,
aus welchen Gründen erfolgt die Überschreitung?
Tarifliches Weihnachts- und/oder Urlaubsgeld oder Mehrarbeit?
Die Frage ist für den Rentenbezug nicht bedeutend, aber für die Frage der Beitragspflicht.
Philipp

von
Wolf Dietrich

Hallo Philipp,
es geht meinem Arbeitgeber um angesammelte Überstunden die meinen bisherigen Hinzuverdienst von 355 Euro übersteigen ob er die in dem Monat der Hinzuverdienstverpoppelung auszahlen kann.
Und ober mir Urlaubs und Weihnachtsgeld zahlen kann?

von
Philipp

Auszug aus den Geringfügigkeitsrichtlinien:
"Überschreitet das Arbeitsentgelt regelmäßig 400 EUR, so tritt vom Tage des Überschreitens
an Versicherungspflicht ein. Für die zurückliegende Zeit verbleibt
es bei der Versicherungsfreiheit. Ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten
der Arbeitsentgeltgrenze führt nicht zur Versicherungspflicht; als gelegentlich ist
dabei ein Zeitraum bis zu zwei Monaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen. "

Philipp
Es dürfte daher auch in den zwei Monaten des Überschreitens sich weiterhin um einen Minijob handeln, für den nur Pauschalbeiträge erhoben werden.

von
Wolf Dietrich

Hallo Herr Philipp,

Herzlichen Dank,für die prompte und ausführliche Antwort!

MfG Wolf Dietrich

Experten-Antwort

Hallo Wolf Dietrich ,

die Ausführungen von Philipp vom 27.4.2008 waren völlig korrekt. Zur Prüfung der beitragsrechtlichen Beurteilung kommt es bei der Überschreitung darauf an, ob die Geringfügigkeitsgrenze vorhersehbar oder nicht vorhersehbar (z.B.Mehrarbeit) überschritten wird. Bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld würde es sich um eine vorhersehbare Überschreitung handeln.