Hinzuverdienst / Kapitalleistung

von
Rentenneuling

Ab dem 01.07. werde ich Rente wg. ATZ mit dem 60. Lj. erhalten.
Mir wurde ein Beschäftigungsverhältnis über etwa 24 Monate angeboten, das über eine Einmalzahlung bei Projektabschluss entlohnt werden soll. Wie kann ich den möglichen Hinzuverdienst ermitteln, ohne die 400 €-Grenze zu überschreiten? Oder sollte eine lfd. Entlohnungsform gewählt werden (400 € mtl. mit zweimaliger Überschreitung)? Der Arbeitgeber wird die Beschäftigung ganz normal als geringfügige Beschäftigung anmelden

von
Rudi

Bei Auszahlung als Einmalbetrag würde die Rente im Auszahlungsmonat vermutlich vollständig wegfallen, weil alle Verdienstgrenzen wohl um mehr als das Doppelte überschritten werden. Anschließend müssten Sie die Rente wieder neu beantragen. In dem Monat würde dann auch kein KV/PV-Schutz bestehen. Daher wäre es von Seiten der RV am einfachsten, die 400 EUR-Variante + 2maligem Überschreiten zu wählen.
Welche steuerlichen Konsequenzen jede Variante hat, sollten Sie mit dem Arbeitgeber und/oder dem Finanzamt klären.

Experten-Antwort

Grundsätzlich ist der Hinzuverdienst für den Monat bzw. die Monate zugrunde zu legen, in denen er erzielt bzw. gezahlt wurde.
Wenn Ihr Arbeitgeber also ein laufendes Arbeitsentgelt (unter Einhaltung der Hinzuverdienstgrenzen) über einen längeren Zeitraum abrechnen würde, während Sie ansonsten vermutlich die Hinzuverdienstgrenze bei einer einmaligen Abrechnung überschreiten würden, wäre dies evtl. eine Lösung.

von
Schiko.

Sie kennen ja die Zuverdienstgrenzen in der Regel bei Rentenbeginn vor
dem 65. Lebensjahr.
Um die zulässige Verdienstgrenze von 10 x 400 und 2 x 800, insgesamt
5600 einzuhalten müssen Sie halt mit dem Arbeitgeber aufgrund des Stundenlohnes entsprechende Arbeitsstunden vereinbaren.

Für Beiträge zur Sozialversicherung und Steuer zeichnet der Arbeitgeber verantwortlich, der zulässige Betrag erhöht also den steuerpflichtigen An-
teil der gesetzlichen Rente- gleich in welcher Form- nicht.

Mit freundlichen Grüßen.