Hinzuverdienst zur Rente mit 63 ab April d. J.

von
Ein Langzeitversicherter

Sehr geehrte Damen und Herren,

ab dem 01. April 2018 beginnt meine Rente mit 63 Jahren und 4 Monaten.
Mein 'Noch'-Arbeitgeber fragt an, ob ich evtl. auf € 425,00 Basis weiterhin für ihn tätig sein möchte.

Ich bitte Sie höflich, um Mitteilung, wieviel hier meine "Zusatzverdienstgrenze" beträgt
und wie sich diese zusammensetzt.

Für Ihre Antwort danke ich Ihnen schon jetzt.

von
Klugpuper

Ein Minijob ist regelmäßig unschädlich, es sei denn es sind noch andere Einkommen da, die als Hinzuverdienst berücksichtigt werden.

Eigentlich ist sogar noch mehr möglich, aber merken Sie sich einfach: Minijob geht (fast) immer!

von
senf-dazu

Zitiert von: Ein Langzeitversicherter
Sehr geehrte Damen und Herren, ...
Ich bitte Sie höflich, um Mitteilung, wieviel hier meine "Zusatzverdienstgrenze" beträgt
und wie sich diese zusammensetzt. ...

Hallo Herr (besonders?) Langzeitversicherter!
Sie werden hier kein offizielles Statement der DRV bekommen.
Die gewünschten Zahlen stehen in Ihrem Rentenbescheid, der in Kürze ohnehin in Ihrem Briefkasten liegt.
Bis dahin können Sie sich auf den Merksatz von "Klugpuper" beziehen.
Solange im Jahr bis zu 6300 Euro hinzuverdient werden, ist dies unkritisch in Hinblick auf die Rentenhöhe.
Denken Sie dran, dass Sie den Hinzuverdienst der DRV bekanntgeben und dass es weitere Einkommensarten geben kann, die berücksichtigt werden ... LEsen Sie dazu den Rentenbescheid genau durch.

Experten-Antwort

Hallo Ein Langzeitversicherter,

da Sie die Regelaltersgrenze von 65 Jahren und 8 Monaten noch nicht erreicht haben (ich unterstelle, dass Sie dem Geburtsjahrgang 1954 angehören), gilt für Sie die kalenderjährliche Hinzuverdienstgrenze von 6300 EUR. Durch einen Minijob werden Sie innerhalb dieser Hinzuverdienstgrenze bleiben.
Die Betrachtungsweise des Hinzuverdienstes bezieht sich nicht mehr auf den Kalendermonat, sondern auf das komplette Kalenderjahr. Hier beträgt die zulässige Jahressumme 6300 EUR. Sollte diese Summe überschritten werden, würde geprüft, in welcher Höhe die Rente noch zu leisten ist.
Sofern Sie nicht schon im Rentenantrag angegeben haben, dass eine Nebenbeschäftigung ausgeübt wird, sollte dies in schriftlicher Form beim Rentenversicherungsträger gemeldet werden.

von
W*lfgang

Zitiert von: Experte/in
Sofern Sie nicht schon im Rentenantrag angegeben haben, dass eine Nebenbeschäftigung ausgeübt wird, sollte dies in schriftlicher Form beim Rentenversicherungsträger gemeldet werden.

Nachfrage:

Hallo Experte/in,

ich habe jetzt leider die neue Anlage/Textseiten zu den Hinzuverdiensthinweisen nicht im Gedächtnis. Aber, ist denn eine formelle Mitteilung an die DRV zwingend erforderlich, wenn die Jahreshinzuverdienstgrenze sowieso eingehalten wird?

Beim Rentenantrag kann man das natürlich gleich via R0230 erledigen, aber bei erst nachträglich/unerwartet entstehendem Hinzuverdienst?

Ist doch nur Schriftwechsel, macht zusätzliche Arbeit, Auswirkungen = null.

Gruß
w.