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Hinzuverdienstgrenze bei Teilerwerbsminderungsrente

von
franz 123

Aufgrund der Hinzuverdienstgrenze muß ich jetzt entscheiden, wieviel Std. ich noch arbeiten kann. Die Grenze ist ziemlich niedrig angesetzt, d. h. ohne noch nebenbei hinzuzuverdienen wird es sehr eng. Meine Frage: es gehen 10,8 % von der Rente ab und was noch? Steuern und ? Die vom Arbeitgeber bezahlte BU Umlage läuft die auch in diese Grenze? Wenn ich höher eingestuft werde und eine Gehaltserhöhung kommt, ändert sich dann die Hinzuverdienstgrenze ?
MfG Franz

von
oder so

Was für eine Rente beziehen Sie denn...?

Experten-Antwort

Hallo franz 123,

ich gehe davon aus, dass Sie eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung beziehen. Die Hinzuverdienstgrenze für die volle Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung sowie für die einzelnen Teilrenten ist in der Anlage 19 Ihres Rentenbescheides aufgeführt.

Eine Stundenbegrenzung gibt es nicht, so dass nur die Höhe des bezogenen Entgeltes eine Rolle spielt.
Die Hinzuverdienstgrenzen ändern sich, wenn sich die Bezugsgröße ändert. Dies geschieht üblicherweise zu Beginn eines Kalenderjahres.
Ein Hinzuverdienst parallel zur Rente hat keine Auswirkungen auf die Höhe des Hinzuverdienstes.

Die Rente enthält eine Minderung von
10,8 % maximal. Dies ergibt sich auch aus dem Rentenbescheid. Inwieweit Steuern zu zahlen sind, erfahren Sie bei Ihrem Finanzamt bzw. ggf. über einen Steuerberater.
Alle Entgeltbestandteile, die der Steuerpflicht unterliegen, gehören zum Arbeitsentgelt und wären für den Hinzuverdienst zu berücksichtigen.

von
egal

Zitiert von:

Hallo franz 123,

Eine Stundenbegrenzung gibt es nicht, so dass nur die Höhe des bezogenen Entgeltes eine Rolle spielt.

Seit wann das denn?

Bei voller EM beträgt die erlaubte Stundenzahl unter 3 Std. täglich; bei einer 5-Tage-Woche.

Bei teilw. EM 3 bis unter 6 Std. täglich.

Wer über 6 Std. täglich arbeiten kann, ist voll erwerbsfähig.

Das ist gesetzlich so vorgeschrieben.

Sonst könnte ja jemand, der volle EM-Rente bezieht an 5 Tagen im Monat je 8 Stunden täglich arbeiten gehen und dann den Rest des Monats die Füße hochlegen. Er/Sie hätte dann bereits an 5 Tagen (in einer Woche) 40 Std. zusammen; bei einem Stundenlohn von 10 Euro dann 400 Euro verdient und nebenbei noch die volle EM-Rente.

Das ist doch sicher nicht im Sinne des Erfinders.

Ich frage mich immer wieder, was an der gesetzlich vorgeschriebenen Formulierung unter 3 bzw. unter 6 Std. täglich so schwer zu verstehen ist.

Mit freundlichen Grüßen

von
Domspatz

Bei der gegenwärtigen Finanzlage der Regierung, bzw. des Bundeshaushalts gibt es nach unten keine Begrenzung. Man weiß nur nicht wann und wieweit nach unten.