Hochschulausbildung

von
Robert

Nachdem Schul-und Hochschulausbildungen bei einem Rentenbeginn ab 01.01.2009 nicht mehr bewertet werden, müssen diese Zeiten im Kontenklärungsantrag trotzdem angegeben werden ? Auch wenn die Hochschulausbildung nicht abgeschlossen worden ist ? Ggf. warum müssen diese Zeiten beim Rentenversicherungsträger geltend gemacht werden?

von
Schade

Schul- und Studienzeiten sind auch weiterhin (auch wenn sie nicht mehr bewertet werden) Anrechnungszeiten und rechnen z.B. bei der 35 jährigen Wartezeit mit.

So gesehen und weil man auch nie weiss wie sich die Gesetze künftig verändern, ist es sinnvoll diese Zeit bei der Kontenklärung nachzuweisen.

Aber wenn Sie nicht wollen, brauchen Sie diese Zeiten nicht anzugeben oder sie wirken einfach bei der Kontenklärung nicht mit....
dann passiert auch nichts, die Zeit wird als ungeklärt abgelehnt, das kann jedoch jederzeit auch nachgeholt werden....
Ist Ihre Entscheidung und letztlich ja auch Ihr Rentengeld...

Experten-Antwort

Durch die Anerkennung von Zeiten der Schul- und Hochschulausbildung bis zur Höchstdauer von 8 Jahren wird sichergestellt, dass eine schulische Ausbildung bis zu 8 Jahren nach dem 17. Lebensjahr nicht zu rentenrechtlichen Lücken führt. Auch wenn die über die drei Jahre hinausgehenden Zeiten einer schulischen Ausbildung (Fachschulzeiten, berufsvorbereitende Bildungszeiten und Zeiten einer beruflichen Ausbildung) nicht bewertet werden, können sie trotzdem zu einer mittelbaren Rentenerhöhung führen. Da diese Zeiten Anrechnungszeiten sind, schließen sie bei der Rentenberechnung Lücken im Versicherungsverlauf und erhöhen dadurch den Gesamtleistungswert anderer beitragsfreier Zeiten und damit die Rente. Diese Anrechnungszeiten sind ferner für die Renten wegen Erwerbsminderung anwartschaftserhaltend; die Zahlung von freiwilligen Beiträgen zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft ist während dieser Zeiten daher nicht erforderlich. Außerdem dienen diese Anrechnungszeiten zur erfüllung der Wartezeit von 35 Jahren.