Höhe der Rentenabschläge

von
Frager

Lt. Rentenauskunft und Rentenbeginnrechner gibt es z.B. für folgende Person:
geb.: 30.03.1948, männl., nicht schwerbehindert, nicht im Bergbau tätig
für die Rente wg. Arbeitslosigkeit zum 01.07.2010 einen Abschlag von 9,9%, obwohl das doch 35 Monate vor der regulären Rente zum 01.06.2013 ist (d. h. aber -10,5% statt der angegebenen 9,9%)
Und bei einer Rente für langj. Versicherte zum 01.02.2011 (d.h. 28 Monate vor regul. Rente) -8,4% statt der angegebenen -7,8%?
Es geht zwar "nur" um 0,6%, aber wo ist mein Rechenfehler?

von
Schiko.

Als Kopfrechner meine ich,Sie
können ab 1.4.2011 mit 63
Jahren bei 7,2% Abschlag
die Rente als langjährig Ver-
sicheter beantragen.

MFG.

von
Frager

Lieber Schiko.,
das sagt auch der Abschlagsrechner.
Aber vom 1.4.2011 bis zum Regelalter (1.6.2013) sind es noch 26 Monate. d.h. das ergäbe einen Abschlag von 7,8%.
Wo ist da mein Denkfehler?

von
Schiko.

Habe das Erstemal den Rentenbeginnrechner angeworfen.

Lasse mal die Rente wegen Arbeitslosigkeit außer acht.

Ohne Vertrauensschutz ist die Rente mit 7,2% Abschlag
ab 1.04.2011 möglich mit 63 Jahren, dies ersehe ich auch aus
meiner Aufstellung der Rentenversicherung Regensburg.

Mit Vertrauenschutz schon die Rente zwei Monate früher
zum 1.02. 2011 und 7,8% Abschlag 2 x 0,30% = 0,60%
höherer Abschlag.

Gehe ich aber von einer abschlagsfreien Rente mit 65
Jahren am 30.03. 2013 aus sind es mit exakt 63 Jahren 24
Monate a/ 0,30 Cent und die besagten 7,2% Abschlag.

Ich darf dies erklären, bei mir beißen die Fische

MfG.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Frager,

Sie können nach den Übergangsregelungen die Altersrente für langjährig Versicherte und die Rente wegen Arbeitslosigkeit (bei Erfüllung der Voraussetzungen) bereits mit 65 Jahren ohne Abschläge erhalten - während Sie die Regelaltersrente erst mit 65 Jahren und zwei Monaten bekommen. Dadurch ergeben sich die 2x 0,3 % Unterschied.