Ich kann nicht mehr arbeiten

von
Anastasia

Ich bin psychisch krank (chronisch) und so wie es in den letzten Jahren aussah, werde ich nicht wieder arbeiten können, ich kann froh sein wenn ich mehr als 3 Monate im Jahr klare Sinne habe.

Meine Umgebung sieht mich nur in den Zeiten, in denen es mir einigermaßen gut geht, so habe ich Angst, das ich bei der nächsten Beantragung zur Begutachtung muss und es mir dann so gut geht, das die Rente weiterhin abgelehnt wird.

Wie kann ich das verhindern? Ich bin aber kein Mensch, der Anderen etwas vorspielen kann, ich bin echt!

Ach ja, ich beziehe seit knapp 6 Jahren eine befristete Vollzeitrente die demnächst ausläuft. Bisher wurde die Rente nach Aktenlage verlängert, was ist aber wenn das diesmal nicht der Fall ist? Mache ich mir zu viele Gedanken?

Ich komme mir manchmal vor wie einer der Sozialschmarotzer, auch wenn mein Mann sagt, dass das nicht so ist, weil er ja mitbekommt wie schlecht es mir eigentlich geht.

Ich würde mich freuen, wenn ich eine Antwort bekommen würde, auch wenn ich es vermutlich so geschrieben habe, das jetzt alle denken, was will Die eigentlich!

von
Kiki

Hallo Anastasia,

wichtig ist, das du deine Beschwerden bzw. Funktionseinschränkungen auch durchgehend beim Neurologen dokumentieren lässt.
Dies verbleibt oft, weil man vielleicht denkt, der kann mir eh nicht helfen. Aber es kann für den Rentenanspruch unabdinglich sein.

Ein wenig kommt es auch auf dein Alter an, ob die DRV dich in Ruhe lässt. Aber nach 6 Jahren, die du nun schon hattest und aufgrund des gesundheitlichen Zustandes den du beschreibst, wird sich wohl nichts mehr ändern und du kannst auf eine Dauerrente hoffen. Ca. 75 % aller genehmigten EMR werden wieder weiter bewilligt . Haben ich kürzlich hier gelesen.

Alles Gute und mache dir nicht noch mehr Sorgen, als du eh schon hast.
Gruß Kiki

von
Anastasia

Ich bin erst 46 Jahre alt, ich glaube es gibt hier sehr viel schlimmere Fälle, die auch richtig kämpfen müssen um die Rente zu bekommen.

Experten-Antwort

Hallo Anastasia,

Wir schlagen vor, dass Sie erst einmal einen kühlen Kopf bewahren und abwarten, ob nicht vielleicht wieder nach Aktenlage entschieden werden kann, denn wenn Ihr Diagnose dem Rentenversicherungsträger bekann ist, dann sollte er auch die Schwankungen im Krankheitsverlauf auch bisher bereits kennen und auch entsprechend berücksichtigt haben. Allerdings, wie immer hier im Forum, eine Zusicherung kann Ihnen niemand geben.

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