Ich kann nicht mehr !

von
Was soll ich nur machen ?

Ich bin 80% schwerbehindert.
1962 geboren.
Einfacher Arbeitnehmer.
An Taubheit grenzend schwerhörig, einseitig taub.
Bin dem ständig steigenden Druck am Arbeitsplatz einfach nicht mehr gewachsen.
Ich kann nachts nicht mehr schlafen vor lauter Angst am nächten Tag zur Arbeit gehen zu müssen.
Was soll ich nur machen ?
Um 10 Uhr ist eine Besprechung, ich bin da jedesmal total überfordert.
Alle wissen es, aber keiner hat heute mehr Zeit darauf Rücksicht zu nehmen.
Was soll ich nur machen ?
Mein Chef sagt ich soll in Rente gehen, aber ich habe schon dreimal in den letzten Jahren einen Rentenantrag gestellt der abgelehnt wurde.
Die lapidare Antwort auf dem Bescheid war:
Es ist noch nicht so weit......
Was soll ich nur machen ?

von
User

Haben sie schonmal an eine Umschulung gedacht?

von
Bea

Wenn Sie und Ihre Ärzte der Meinung sind, dass Sie nicht mehr erwerbsfähig sind, und sie haben von der DRV trotzdem bereits 3 x eine Ablehnung bekommen, kann ich Ihnen nur empfehlen, beim nächsten Antrag Widerspruch einzulegen. Und wenn dieser von der DRV wieder negativ beschieden wird, MÜSSEN sie klagen. Anders geht es nicht. Am besten lassen Sie sich dabei von einem Fachanwalt vertreten oder vom VdK.

von
Mut

Ich kenne das. Habe mir das auch jeden Tag gesagt.
Hatte einen Job, bei dem ich acht Stunden am Tag sprechen musste und einfach nicht mehr sprechen konnte (schon von der Herzleistung her).
Das war allerdings im Ausland, an erwerbsmindernd oder schwerbeschädigt war überhaupt nicht zu denken.

In den letzten Jahren hatte ich eine gewisse Stabilisierung erreicht, dadurch, dass ich jeden Tag alles, was nennenswert war, aufgeschrieben habe und in die verschiedenen Klassenräume Pflänzchen gestellt habe.
An die habe ich dann gedacht, für die bin ich hingegangen - das wurde zu einer Quelle für mich.

Früher als gewollt habe ich wegen anderer Umstände dann doch aufgehört, aber ich glaube, dass ich das noch viel besser in den Griff kriegen hätte können.
Das körperliche Leiden ist ja eben Ausdruck einer psychischen Schwäche, die man ganz allein überwinden muss.

Gruß

von
Tschacka

Hallo,

haben Sie es schon mit eine Reha probiert. Psychosomatisch (Erschöpfungssyndrom)???
Was ist mit AU-Zeiten? Sind Sie laufend in ärztlicher Behandlung?
haben Sie Hörhilfen aufgrund Ihrer Schwerhörigkeit?
Ist das allen Mitarbeitern bekannt?
Gibt es in Ihrer Fa. einen Betriebsrat/Schwerbehindertenvertretung etc.?

Möglichkeit der Arbeitsplatzveränderung/Umgestaltung gegeben?

Es gibt tausend Varianten/Möglichkeiten, aber hier kommen Sie nicht weiter... leider!

Am besten Sie sprechen mit Ihrem Arzt, ob eine Reha gut wäre und stellen dann den entsprechenden Antrag bei der DRV.
Evtl. wird daraus ja eine EM-Rente oder aber Sie schöpfen neue Kraft und Mut um vielleicht sogar den Arbeitgeber zu wechseln?

Ich wünsche Ihnen alles Gute
Tschacka

Experten-Antwort

Wie bereits ausgeführt wurde, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen, ob er eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme für Sie befürwortet und ggf. einen entsprechenden Antrag stellen.
Alles Gute für Sie.