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Ich weiß nicht mehr weiter! Zu viele Möglichkeiten! Nur welche???

von
bin_ratlos_brauche_hilfe

Guten Abend zusammen.

Ich bin total verunsichert, und weiß echt nicht mehr weiter.
Kann meine Situation nicht mehr selbst einschätzen.
"Jeder" sagt mir was anderes.
Bin total am Ende.

Kann mir bitte in diesem Forum jemand aus eigener Erfahrung einen Rat/Tip geben, welchen Schritt ich gehen soll?
Natürlich rein unverbindlich!

Also, ich befinde mich seit über einem Jahr im Krankenstand. Werde Ende Juni ausgesteuert!
Letztes Jahr hatte ich eine Reha und eine Wiedereingliederung ohen Erfolg hinter mir.
Nun versuche ich wieder eine erneute 2 Monatige Wiedereingliederung! (Diesesmal über die Krankenkasse).

Ich (35Jahre jung! Bürokaufmann)frage mich nun, was auf mich zukommt, wenn die Wiedereingliederung wieder scheitert!
PS: Ich denke nicht negativ, sondern realistisch! Ich werde den Job einfach nicht bzw. noch nicht packen!
Wenn ich die Wiedereingliederung packe, ist ja alles vorerst o.k.! Klar!
Aber ich möchte wissen, was auf mich zukommt, wenn ich die Wiedereingliederung wieder abbrechen muß!!!
Mein Arzt wird mich dann weiterhin AU schreiben!

-Soll ich mit 35 wirklich eine EU-Rente beantragen? Mein Arzt glaubt, ich würde (wenn überhaupt) 50% Rente erhalten!
Und die Bearbeitungszeit dauert ja auch wohl Monate! Da ich ja dann weiterhin AU bin und ALG1 erhalte, kann mich das Amt ja nicht vermitteln! d.h. ich "warte so dahin"...

-Oder soll ich einfach einen neuen Job suchen, welchen ich vielleicht packe?
Aber was dann, wenn ich in der Probezeit gekündigt werde (wg. meinen gesundheitlichen Problemen. Habe Angstzustände und Krankheitsbewältigungsprobleme wg. meinem Rheuma).

-Oder soll ich meinen jetzigen Job, welchen ich ja nicht packe krankheitsbedingt kündigen (mit Attest, damit ich keine Sperrzeit bekomme), und mich vom Amt dann vermitteln lassen? (Job,welchen ich dann evtl. eher packe?)

Ich weiß echt nicht mehr weiter.
Das Amt hilft mir nicht, da ich nicht offiziell arbeitssuchend bin...
Die Rentenberatung sagt mir, ich würde keine Umschulung bekommen, da ich ja schon Kaufmann bin!
Mein Arzt meint, ich muß mich jetzt auf meine Gesundheit kümmern, da ich ja noch über 30 Jahre arbeiten muß!

Wer kann mir bitte einen unverbindiche Empfehlung geben!
Ich weiß ja nicht, wie die Ämter so reagieren!

Vielen vielen Dank!!!

Mathias

von
Corletto

Alle ihre Fragen können eigentlich nur SIE selbst beantworten .

Ratschläge wären hier insofern fehl am Platze, da nur Sie ihre konkrete gesundheitliche Situation und ihre ganz konkrete Situation/Problematik an ihrem Arbeitsplatz kennen, einschätzen und damit bewerten können.

Grundsätzlich ist natürlich eine Widereingliederung am alten Arbeitsplatz schon o.k. - aber nur dann , wenn ihre Arbeit/die Kollegen/der Chef nicht unmittelbar mit ihrer (Angst-)Erkrankung zu tun haben !

Dann ist in jedem Falle ein Wechsel des Arbeitgebers anzuraten.

Persönlich finde ich einen 2. Widereingliederungsversuch ( mehr ist es ja nicht .. ) beim alten AG schon etwas problematisch, da ihre Arbeitsleistung und Belastbarkeit sicherlich dann umso mehr mit &#34; Argusaugen &#34; von den Kollegen und ihren Vorgesetzten beoachtet und beurteilt wird.

Ob Sie sich gesundheitlich mit
einem weiteren - vielleicht dann auch gescheitertem Versuch - einen Gefallen tun, ist sicher auch zu bezweifeln.

Persönlich würde ich jetzt schnellstens den EM-Rentenantrag stellen und paralell dazu die Widereingliederung beginnen.

p.s. Hören Sie nicht zuviel auf andere - sondern nur auf ihr
&#34; Bauchgefühl &#34;

Experten-Antwort

Grundsätzlich stimme ich mit Corletto überein, wenn auch die Motive andere sind:

Sie erwarten in Kürze in Folge des Krankengeldes bei weiterer Arbeitsunfähigkeit Arbeitslosengeld I. Dieses Arbeitslosengeld wird nur für einen relativ kurzen Zeitraum (ein Jahr?) gezahlt. Danach wären Sie bei weiterer Arbeitsunfähigkeit in Arbeitslosengeld II.

Schon zur finanzieller Absicherung bei weiterer Arbeitsunfähigkeit wäre der Rentenantrag zu empfehlen. Spätestens wenn Sie nach Aussteuerung aus dem Krankengeld das Arbeitslosengeld I erhalten, wird die Agentur für Arbeit Sie darauf hin drängen (siehe auch § 125 SGB III).

Etwas anderes wäre es natürlich, wenn die nächste Wiedereingliederung funktioniert.