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Immobillie im Alter

von Turmtrommler13.04.2010 | 19:53
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6 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Hallo ich habe da mal ne Frage. Und zwar plane ich zur Absicherung meiner finanziellen Situation im Alter eine Eigentumswohnung zu Erwerben, die ich im Alter dann selber nutzen möchte um mir die Miete zu sparen. Bevor ich diesen großen Schritt nun tue, wollte ich mich nochmal informieren, wie das denn mit einen möglichen Zugriff dritter z.B. im Falle von ALG 2 aussieht. Ist das Kapital bzw. die Wohnung im allgemeinen während der Ansparphase also während ich es abbezahle vor einen möglichen Zugriff durch Dritte geschützt. Und wie sieht das aus wenn ich anschließend in der Wohnung wohne und dann in eine Notlage komme in der ich auf eine Dritte Stelle angewiesen bin? Ist meine Immobilie dann auch vor dem Zugriff geschützt oder muss ich womöglich sogar damit rechnen auf zwingen z.B. des Arbeitsamtes aus meiner wohnung geworfen zu werden?

Antworten der Moderation

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Moderation · 1Ihre Vorsorge

Hallo Turmtrommler,

die "normale" Finanzierung einer Eigentumswohnung läuft regelmässig über ca. 28 Jahre. Daher sind Vorhersagen, wie in den von Ihnen geschilderten Wechselfällen des Lebens dann mit Ihrer selbstbewohnten Wohnung umgegangen wird, so schwierig, quasi unmöglich.

Im Rahmen von Hartz 4 erfolgt immer eine Einzelfallprüfung, die auch von der sich weiterentwickelnden Rechtsprechung abhängig ist. Ob Sie die Wohnung bei Hartz 4 -Bezug verwerten müssen oder nicht, hängt u.A. davon ab, wie groß die Wohnung ist, wie groß dann Ihre Bedarfsgemeinschaft ist, auch ob nach der Verwertung ein verwertbares Vermögen aus dem Verkauf vorhanden sein wird, und vom Inhalt der dann geltenden Gesetze.

5 Antworten

Amadéam 13.04.2010 | 21:05
Ihre Frage ist leicht zu beantworten. Wenn Sie dem Forum einen kompetenten Wahrsager besorgen, der eine Ahnung davon hat, wie die Gesetzeslage in X Jahren sein wird, dann werden Ihre Fragen hier umfassend beantwortet. Eines kann Ihnen schon jetzt verraten werden. D ist hoch verschuldet. Jedes Jahr kommen neue Schulden in immenser Höhe noch hinzu. Ich wäre sehr vorsichtig, alle meine Hoffnung auf künftige soziale Wohltaten zu setzen. Die Zeiten absoluter Vollkasko-Absicherung neigen sich so langsam dem Ende entgegen.
Ergänzung zu Amadéam 13.04.2010 | 22:32
Zumindest ist es jetzt schon so, dass im Fall, dass Sie ins Pflegeheim kommen und das Sozialamt dafür mitzahlt, eine Hypothek auf Ihre Immobilie in Höhe der Zahlungen eingetragen wird. Besser wird das sicher nicht, da hat Amadé recht.
Beautyam 14.04.2010 | 11:39
... des Arbeitsamtes aus meiner wohnung geworfen zu werden? ...diese Formulierung finde ich ein wenig unpassend. Wenn sie keine Leistung einfordern, also nicht dem Staat auf der Tasche liegen und ausnutzen, wird sie niemand aus der Wohnung werfen.
Realistam 14.04.2010 | 15:09
Wir haben uns vor kurzem ein Haus angeschaut. Wir fragten den anwesenden Makler wer das verkauft. Er sagte er arbeite für das Sozialamt, die Besitzerin wurde wegen Demenz vor einem Jahr ins Pflegeheim eingewiesen. Um die Kosten fürs Pflegeheim zu decken, wird nun das Haus im offenen Bieterverfahren versteigert. Danach haben wir kein Gebot mehr abgegeben. Überlegen erstmal ob wir nicht besser was anderes machen. Realist
Kollektoram 14.04.2010 | 22:10
Generell bringt eine bezahlte selbstbewohnte Immobilie im Alter Stabilität und Sicherheit. Daneben sollte man auch finanzielle Reserven aufbauen und das wird schwierig wenn man 28 Jahre an so einer Immobilie abzahlt, die Immobilie war dann zu groß, zu komfortabel und schlicht zu teuer für die Einkommensverhältnisse. Eine Immobilie mit Augenmaß ist HartzIV-fest, die nimmt keine Sozialbehörde ab. Wobei das Risiko "unverschuldet" in solche Verhältnisse abzurutschen meist total überschätzt wird. Vernünftig geplant ist eine eigene Immobilie preiswerter als lebenslange Miete. Mit einer bezahlten Immobilie steht man schwierige Lebensphasen besser durch ohne gleich die Gemeinschaft zu belasten. Und im Alter freut man sich doppelt über die Rente wenn nicht ein großer Teil davon lebenslang zum Vermieter wandert. Wer aber seine Ansprüche zu hoch schraubt, wird Gefangener der Wüstenrotkolonie und anfällig gegen widrige Lebensumstände.
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