In die Enge getrieben

von
Fritz Lang

Hallo Forum,
welche Möglichkeit hat ein Depressiver, der seit 16 Jahren beim Psychater ist.
1. Der Psychiater die EM-Rente nahelegt, aber keine Unterstüzung gibt. Ich selber Reha vor 2 Jahren beantragt und durchgezogen habe. (Absolute Pleite aus meiner Sicht)
2. Hatte jetzt EM-Rente beantragt - abgelehnt - Widerspruch läuft noch - DRV blockt.
3. KK setzt mich (Depri) mit einer 3 Wochenfrist unter Druck eine erneute Reha zu beantragen - sonst Krankengeld weg - die dürfen doch nur 10 Wochen-Frist setzen. Habe jetzt Reha beantagt.
Frage: Wie kann man in einer Welt von Tätern und Opfern überleben ohne selbst zum Täter zu werden ?
Gruß
Fritz

von
öha

1. Arzt bzw. Psychater wechslen, wenn dieser EM sieht aber nicht befürwortet
2. weshalb wurde EM abgelehnt, inwiefern 'blockt' die DRV
3. verweisen Sie Ihren SB bei der KK auf die geltende Rechtslage (10-Wochen-Frist) bzw. auf den lfd. Widerspruch wegen Abl. EM

von
Finchen

1. Welche Art von Unterstützung erwarten Sie denn? Ihr Arzt entscheidet doch nicht.

2. Widerspruch abwarten, ggf. Akteneinsicht beantragen und bei Zurückweisung des Widerspruchs umgehend Klage einlegen (kostet nichts). Wenn der Widerspruch Ihnen zu lange dauert Dienstaufsichtsbeschwerde oder Untätigkeitsklage erheben.

3. Warum lassen Sie sich von der Krankenkasse unter Druck setzen, wenn Sie doch die Rechtslage kennen? Alternativ hätte eine einfache Postkarte am letzten Tag der 10-Wochen-Frist mit dem Text "Hiermit beantrage ich eine Reha-Maßnahme." vollkommen gereicht.

4. Nur Mut! Einfach die Flagge "Mit mir nicht!" zeigen!

von
Emsig

Ziehen Sie das denn alles alleine bisher durch ? Dann würde mich nichts wundern...

Holen Sie sich SOFORT Rechtsbeistand beim VdK/Sovd oder bei einem Fachanwalt für Sozialrecht.

Alleine sind Sie doch da auf völlig verlorenem Posten - aber das haben Sie ja jetzt auch wohl schon selbst bemerkt....

von
Fritz Lang

Hallo Öha,
zu 1.) auch meine Überzeugung, aber schlechter Zeitpunkt
zu 2.) Befund reicht nicht aus. Warte seit einem Monat auf eine Rückantwort bzw. Kopien der Befunde für die Begründung/Widerspruch.
zu 3.) Hab Reha beantragt und KK um Begründung gebeten. SB in Urlaub.
Die KK ist voll informiert und versucht ja die Kosten auf die DRV abzuwälzen.
Gruß
Fritz

von
Fritz Lang

Zitiert von: Finchen

1. Welche Art von Unterstützung erwarten Sie denn? Ihr Arzt entscheidet doch nicht.

2. Widerspruch abwarten, ggf. Akteneinsicht beantragen und bei Zurückweisung des Widerspruchs umgehend Klage einlegen (kostet nichts). Wenn der Widerspruch Ihnen zu lange dauert Dienstaufsichtsbeschwerde oder Untätigkeitsklage erheben.

3. Warum lassen Sie sich von der Krankenkasse unter Druck setzen, wenn Sie doch die Rechtslage kennen? Alternativ hätte eine einfache Postkarte am letzten Tag der 10-Wochen-Frist mit dem Text "Hiermit beantrage ich eine Reha-Maßnahme." vollkommen gereicht.

4. Nur Mut! Einfach die Flagge "Mit mir nicht!" zeigen!

Hallo Finchen,
zu 1) Arzt kann Attest ausstellen, damitich den Widerspruch begründen kann. Will oder kann nicht. Warte auf Befundbericht DRV/Gutachter.

zu 2.) Soweit ich weit kann man erst nach 3 Monaten auf Verschleppung klagen.

Zu3.) Als depressiver Mensch mit Angststörungen, sind Fristsetzungen von der KK erstmal ein Schock. Dann schaut man sich im Forum um, was in den Paragraphen steht. Und dann stellt man fest, dass die KK sich nichtan die gesetztlichen Vorhaben hält. Damit ist schon wieder eine Vertrauensbasis zerstört worden. Ich habe trotzdem den Antrag gestellt, damit mir nicht eine fehlende
Mitarbeit vorwerfen kann.

zu 4.) Danke, werde erst alles versuchen und dann aufgeben.

Gruß
Fritz

von
Finchen

1. "Nur" ein Attest wird wenig nützen. Kostet nur. Wenn Sie ihn als behandelnden Arzt angegeben haben, wird die DRV ohnehin von dort Unterlagen oder einen Befundbericht anfordern.

2. Untätigkeitsklage muss man ja nicht gleich einlegen, aber wie wäre es mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde und einer Androhung einer Untätigkeitsklage? -Wenn Sie es etwas "weicher" möchten: Die Geschäftsführung oder noch besser den Vorstand persönlich / namentlich anschreiben und sachlich auf Ihre Situation hinweisen. Das kann auch schon etwas bewirken.

3. Trotzdem brauchen Sie die Handlungsweise der Krankenkasse nicht klaglos erdulden. Auch hier schafft ein sachliches Schreiben an die Geschäftsführung schon einmal "Luft".

von
KSC

Wenn ich die 3 Beiträge von Ihnen lese, ist es eigentlich kein Wunder, dass alles dauert.

Sie legen Widerspruch gegen die Rentenablehnung ein ohne ihn zu begründen - parallel dazu flattert ein Reha Antrag ins Haus.

Das eine (der Widerspruch) signalisiert der Sachbearbeitung, dass Sie Rente wollen, das andere (der RehaAntrag) signalisiert, dass man Ihnen helfen soll die Rente zu vermeiden.

Und da wundern Sie sich dass alles "hängt" und reden noch von Verschleppungsklage.
Nur zu, möchte man da meinen, dann verzögert sich alles noch länger, wenn auch noch ein Gericht "mitspielt".

Soll man Sie nun in Reha schicken oder in Rente?
Woher soll die Sachbearbeitung wissen, was Ihr Ziel ist.

Und bei allem von Opfern und von Tätern zu reden.......überdenken Sie mal alles.....und holen sich vielleicht Hilfe....

von
KSC

Wenn ich die 3 Beiträge von Ihnen lese, ist es eigentlich kein Wunder, dass alles dauert.

Sie legen Widerspruch gegen die Rentenablehnung ein ohne ihn zu begründen - parallel dazu flattert ein Reha Antrag ins Haus.

Das eine (der Widerspruch) signalisiert der Sachbearbeitung, dass Sie Rente wollen, das andere (der RehaAntrag) signalisiert, dass man Ihnen helfen soll die Rente zu vermeiden.

Und da wundern Sie sich dass alles "hängt" und reden noch von Verschleppungsklage.
Nur zu, möchte man da meinen, dann verzögert sich alles noch länger, wenn auch noch ein Gericht "mitspielt".

Soll man Sie nun in Reha schicken oder in Rente?
Woher soll die Sachbearbeitung wissen, was Ihr Ziel ist.

Und bei allem von Opfern und von Tätern zu reden.......überdenken Sie mal alles.....und holen sich vielleicht Hilfe....

von
Fritz Lang

Zitiert von: Emsig

Ziehen Sie das denn alles alleine bisher durch ? Dann würde mich nichts wundern...

Holen Sie sich SOFORT Rechtsbeistand beim VdK/Sovd oder bei einem Fachanwalt für Sozialrecht.

Alleine sind Sie doch da auf völlig verlorenem Posten - aber das haben Sie ja jetzt auch wohl schon selbst bemerkt....

Hallo Emsig,
bin schon weiter.
VDK kann noch nichts unternehmen.
Befunde von der DRV liegen nach Wider spruch noch nicht vor.
Psychiater möchte immer noch nicht ein Attest für Begründung/Widerspruch erstellen.
Redet nicht mehr von Rente.
"Wollen Sie nicht noch eine Reha ?" Nein, nicht noch ein Flop.
"Würden Sie in eine Tagesklinik gehen?" Ja, sofort.
"Sie hatten auch lange keine Therapie mehr" Ja, nette Gepräche (1992/1995.)
"Ich kann in meiner Zeit nichts mehr für Sie tun."
Ja, dann muss ich eben wieder selbst !!!!!!!!!
Jetzt beginnt erst mal das Ping Pong zwischen KK und DRV. Der MDK sagt nach Gutachten (nach Aktenlage!) 'erheblich gefährdet' .
So bin AU, erheblich gefährdet, aber nicht berechtigt für EM- Rente - noch nicht mal zwischen 3 und 6 Stunden, was ich eh nicht leisten kann.
Es wird vom "System" erwartet, dass sich ein psyschich kranker z u s ä t z l i c h belastet, um seine sogenannten Rechte bei der DRV geltend zu machen. Welch ein Wahnwitz !
Mal sehen wer sich als nächste rührt.
Mein Ärzte schieben mich nur weiter, weil möglicherweise jeder an mir noch was verdienen will.
Vielleicht ist meine private Rechtschutz die letzte Hoffnung, wenn die nich auch noch Ausschlußregelungen verstecht haben.
Ich habe ein kaufm. Ausbildung abgeschlossen,habe meine Wehrdienst geleistet, habe über zweiten Bildungsweg meinen Dipl.Betriebswirt gemacht.
Nach 30 Jahren in einem Großkonzern, eigenen internen Wechseln, Umstrukturierungen bin ich jetzt nach ca 20 Jahren Depression am Ende. Selbst Sonderzahlung helfen da nicht weiter. Das Schlimmste ist aber die Menschenverachtung von Teilen der Kollegen und Vorgesetzten.
Verständliche Entwicklung, wenn nach Personalreduzierungen die Arbeit nicht zu schaffen ist - man es versucht und trotzdem scheitert.
Ich kann nur noch zwischen Tätern und Opfer unterscheiden.
Ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr arbeiten!
In einem anderen Forum schrieb mal jemand:
"Kämpfe, sonst hastdu jetzt schon verloren"
Mal schauen was noch kommt.
Bin Pessimist.
Fritz

von
Fritz Lang

Zitiert von: KSC

Wenn ich die 3 Beiträge von Ihnen lese, ist es eigentlich kein Wunder, dass alles dauert.

Sie legen Widerspruch gegen die Rentenablehnung ein ohne ihn zu begründen - parallel dazu flattert ein Reha Antrag ins Haus.

Das eine (der Widerspruch) signalisiert der Sachbearbeitung, dass Sie Rente wollen, das andere (der RehaAntrag) signalisiert, dass man Ihnen helfen soll die Rente zu vermeiden.

Und da wundern Sie sich dass alles "hängt" und reden noch von Verschleppungsklage.
Nur zu, möchte man da meinen, dann verzögert sich alles noch länger, wenn auch noch ein Gericht "mitspielt".

Soll man Sie nun in Reha schicken oder in Rente?
Woher soll die Sachbearbeitung wissen, was Ihr Ziel ist.

Und bei allem von Opfern und von Tätern zu reden.......überdenken Sie mal alles.....und holen sich vielleicht Hilfe....

Lieber KSC,
vielleicht mein Fehler, dass sie mich nicht verstehen.
Ich habe vor 2 Jahr erfolglos eine Reha auf eigenem Willen durchgeführt.
Jetzt wollte ich keine Reha mehr sondern die Rente.
Jetzt will aber die KK verständlicherweise an Krankengeld sparen und zwingt mich auf gesetzlicher Basis zu einer Reha.
Die KK will die Reha nicht ich.
Ich als Krankr muss diese nur beantragen.
Die KK setzt Frist (im rechtswidrigen Rahmen)
Wenn der Sachbearbeiter bei der DRV sich fragt, "was will er denn", dann soll er die KK fragen.
Zum Schluss möchte ich fragen, in welcher Realität Sie leben.
Entschuldigung - aber ich glaube Sie haben keine Ahnung von der heutigen Arbeitswelt, keine Ahnung was Depression heisst, und keine Ahnung wie es mit KK, MDK und DRV zu arbeiten.
Was machen Sie überhaupt hier ?
Gruß
Fritz

von
-_-

Versicherten, deren Erwerbsfähigkeit nach ärztlichem Gutachten erheblich gefährdet oder gemindert ist, kann die Krankenkasse eine Frist von zehn Wochen setzen, innerhalb der sie einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen haben.

Während eines laufenden Widerspruchsverfahrens besteht diese Pflicht zur Stellung eines Reha-Antrages n i c h t, da ja bereits ein Rentenantrag vorliegt, in dessen Rahmen auch die Gewährung von Reha-Maßnahmen durch die Rentenversicherung zu prüfen ist (Reha vor Rente). Ich gehe davon aus, dass die Krankenkasse die Aufforderung zum Reha-Antrag nur aus formellen Gründen nachgeschoben hat, weil Sie Ihr Dispositionsrecht einschränken wollte.

Aufgrund der Rechtsprechung des BSG vom 26.06.2008 (Az.: B 13 R 141/07 R und B 13 R 37/07 R) ist ein Versicherter in seinen Rechten zur Gestaltung des Rentenanspruchs auch dann eingeschränkt, wenn er bereits von sich aus einen Leistungsantrag gestellt hat und die Krankenkasse erst danach eine Aufforderung im Sinne von § 51 Abs. 1 oder 2 SGB 5 nachschiebt (so genannte nachgeschobene Aufforderung). Das Gleiche gilt, wenn die Krankenkasse die Aufforderung im Sinne von § 51 Abs. 1 oder 2 SGB 5 ausspricht, obwohl sie noch kein Krankengeld leistet.

Wenn Sie nun den Reha-Antrag trotzdem noch gestellt haben, hat das für Sie weiter keine nachteiligen Folgen. Die Krankenkasse wird von der Deutschen Rentenversicherung benachrichtigt. Sie müssen sich also keine weiteren Gedanken darüber machen.