Inanspruchnahme der Rente mit 63 nach Altersteilzeit

von
Lothar

Meine Betriebsstätte schliesst und wird zentralisiert. Mir wird ein "Homeoffice" angeboten bei vollem Gehalt bis 65, da ich in ALtersteilzeit bin seit dem 1.7.2004 mit der halben Wochenstundenanzahl.Kann ich in dieser Konstellation vorzeitig in Rente mit 63 j. gehen und ggf. eine Abfindung in Anspruch nehmen? Oder werde ich gesperrt mit irgendwelchen Fristen? Ich bin Jahrgang 1948.

von
Insider

Leider sind Sie einem Irrtum aufgessen. Sie können leider erst 2015 in Rente gehen. Die Konstellation spielt dabei keine Rolle.
Alles Gute!

von
Lothar

....der prozentuale Abschlag für die zwei Jahre ist mir bewusst...
ist dann möglich?

von
Schade

Was Insider schreibt ist "Schwachsinn hoch 3" mit seinem Beitrag beweist er, dass er eher ein Outsider ist.

Wenn Sie 35 Versicherungsjahre aufweisen, ist die Altersrente für langjährig Versicherte ab 63 möglich.

Alles andere ist Arbeits- und nicht Rentenrecht. Abfindung und die Frage, wie lange Ihr ATZ Vertrag dauert und ob er ggfls. geändert werden kann, interessiert Rentenfachleute wenig.

Über das Homeoffice bei vollem Gehalt würde es sich m.E. lohnen nachzudenken....

von
Lothar

Der ATZvertrag läuft normalerweise bis 2013.Die Firma ist auch bereit mir eine
Abfindung zu zahlen für die restlichen 2 Jahre, wenn ich mit 63 J in die reduzierte Rente gehe. Ich müßte der Firma eine schriftliche Bestätigung geben, dass sie wg der vorzeitigen Beendigung keine rechtlichen Belange zu fürchten hat. Ich bin dadurch verunsichert.kann es für mich noch zusätzliche Nachteile bringen ausser der Reduzierung?

von
Schade

Das ist aus Rentensicht ein reines Rechenexempel, das Ihnen jede Beratungsstelle der DRV in 5 Minuten pi mal Daumen (aber doch erstaunlich genau) ausrechnen kann.

7,2 % Abschlag zu errechnen ist simples Rechnen und was 2 Jahre mehr bei Ihrem Gehalt bringen ist Beratungsroutine.

Und ob sich dieser "Verlust" durch die Abfindung rechnet, entscheiden Sie, vielleicht leben Sie ja länger, wenn Sie früher aufhören, usw. usw.

von
Lothar

...das sehe ich alles genau so..mein Problem war nur, dass die Firma eine schriftliche Absicherung haben will, wenn...und das für mich noch irgendeine Sperrung in der vorzeitigen redzierten Rente lauert oder irgend etwas, was ich nicht weiss...Danke für die Hilfe!

von
Paula

Hallo Lothar,
legen Sie Ihrem Arbeitgeber die letzte Rentenauskunft vor. Dort steht drin, wann Sie frühestens mit Abschlägen oder wann Sie ohne Abschläge in Rente gehen können.
Ihr Arbeitgeber hat etwas anderes im Hinterkopf: bei einem Auflösungsvertrag mit Abfindung gibt es beim Arbeitslosengeld Sperrfristen und ein Ruhen des Arbeitslosengeldes.
Dies trifft ja auf Sie nicht zu.

Paula

Experten-Antwort

Sie könnten mit 63 die Altersrente für langjährig Versicherte in Anspruch nehmen, wenn Sie mindestens 35 Jahre Wartezeit in der Rentenversicherung zurückgelegt haben.

Eine Sperrzeit wird durch die Rentenversicherung nicht verhängt.

von
Renten-Fachmann

Vielleicht denkt Ihr AG auch an :
§ 187a SGB VI - Zahlung von Beiträgen bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters
(1) Bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze können Rentenminderungen durch die vorzeitige Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters durch Zahlung von Beiträgen ausgeglichen werden. Die Berechtigung zur Zahlung setzt voraus, dass der Versicherte erklärt, eine solche Rente zu beanspruchen.
...
Wenn der AG diese Zahlung übernimmt, wird mit dieser Möglichkeit der Rentenabschlag ausgeglichen. Über die Höhe der zu zahlenden Summe erteilt der Rentenversicherungsträger einen Bescheid.
Zu beantragen ist das mit dem Vordruck V0210 - Antrag auf Auskunft über die Höhe der Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters -.
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Für Details empfehle ich eine Beratung durch eine Auskunfts- und Beratungsstelle. Dazu auch den ATZ-Vertrag mitnehmen.

von
Bravo

Wäre mal was Neues. Eine Sperrzeit anstatt Abschlag für Arbeitnehmer, welche vorzeitig in Rente gehen.

;-)

von
Renten-Fachmann

Die Sperrzeit gibt es doch schon, für jüngere Geburtsjahrgäng zwei Jahre bis zum 67.sten...

von
Lothar

ja, dieser Gedanke kann dahinter stehen...es ist interessant, welche Möglichkeiten es gibt....lasse mich jetzt noch mal beraten.Danke!