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Infantile Cerebralparese über 24 Jahre Bürotâtigkeit

von
ICP

Wie hoch in Prozentwerten würden die Experten eine Genehmigung einer vollen, unbefristeten EM-Rente in einem solchen Fall einschätzen?

Genüge hierzu einfach eine Antragstellung oder ist es empfehlenswert, sich davor lange in Behandlung und Krankenstand zu begeben, obwohl es ein Zustand ist, der weder heilbar ist, noch vor allem im Alter noch wie durch ein Wunder, verbessern läßt.

Experten-Antwort

Hallo ICP.
die medizinischen Voraussetzungen für eine Rente wegen Erwerbsminderung sind erfüllt, wenn Sie wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr mindestens sechs Stunden täglich arbeiten können, und zwar nicht nur in Ihrer, sondern in allen Tätigkeiten. Ihre Rentenversicherung prüft das anhand ärztlicher Unterlagen. Eventuell fordert sie weitere Gutachten an und stellt dann Ihr Leistungsvermögen fest. Je nachdem, wie lange Sie täglich noch arbeiten können, sind Sie gegebenenfalls teilweise oder voll erwerbs gemindert.Stellen Sie einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung, damit geprüft werden kann, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen.

von
F. Langer

Mir hat ein Rentenberater gesagt, wenn ich mit meinen Beschwerden nie zum Arzt gehe, kann ja niemand wissen, dass ich krank bin, wenn ich mich mit letzter Kraft auf die Arbeit schleppe, denkt auch jeder, dass ich das noch gut kann.

Ich musste dann auch tatsächlich fast 5 Jahre um die EMRente kämpfen.

von
ICP

Hallo F. Langer,

in der Annahme dass Sie ICP haben und 5 Jahre kämpfen mußten - ist das gelinde gesagt, abschreckend. Wie "infantil" kleinkindlich bereits erklärt, hat man das seit Geburt - was ist das nur für ein ebenso gelinde gesagt "unmögliches" und unnötig kostenverursachendes System.
WAHRSCHEINLICH hängt es dann wirklich davon ab, ob man bei einen mehr oder weniger kompetenten Gutachter gelandet ist.

Tut mir Leid für Sie, dass sie soviel durch machen mußten!

von
Rentenprüfer

WennSie wie Sie sagen diese Lähmung schon seit Geburt oder Kindertagen haben, sind die doch bestimmt in fortlaufender ärztlicher und physiotherapeutischer Behandlung. Zumindestens seit sich eine grundlegende Verschlechterung eingestellt hat, dass Ihre Arbeit für Sie nur noch schwer zu schaffen ist.

Wenn Sie nur nur die Zähne zusammenbeißen, Ihre Schmerzen, Spastiken, Versteifungen nicht behandeln lassen, geht die RV davon aus, dass es so schlimm nicht sein kann, wenn Sie klaglos durchhalten und nicht mal zum Arzt gehen.

Wenn dieser ihre Lähmung auch nicht wegzaubern kann, kann er zumindest Linderung verschaffen, im der er Schmerzmittel oder Physiotherapie verschreibt.

Sie könnten es auch zuerst mit einer Reha probieren. Wie heißt es so schön Reha vor Rente. Dort werden sie auch auf Ihre Arbeitsfähigkeit hin untersucht ob gar nicht mehr oder nur nicht mehr vollschichtig.

von
ICP

an Rentenprüfer,

Wahrscheinlich können Sie sich nicht vorstellen, daß die Schmerzen sich bei oft derben Behandlungen leider immer nur verschieben -verlagern. Unter Schmerzmedikationseinfluss scheinen Sie auch noch nicht mehrmals die Woche versucht zu haben sich jeweils an diesen Tagen durchgängig zu konzentrieren. Und ja stellen Sie sich vor, es gibt Menschen, die lieber jahrelang "auf die Zähne beißen" und durchhalten, bis zum fast kompletten Zusammenbruch - nur, weil der andere Weg, wie weiter oben beschrieben sich über 5 Jahre hinziehen kann und zugleich fremder Stress auf einen einstürzt, dass es schon sein kann, daß einem die "zähneknirschende Variante" in vertrauter Umgebung, als der weniger nervtötende Weg vorkommt - zumindest solange es irgendwie geht.

von
Rentenprüfer

Wenn Sie bisher Arztbesuche vermieden haben, weil Sie der Meinung sind, dass Besserung sowieso nicht zu erwarten ist, sollten sie das spätestens jetzt nachholen.

Und wenn Sie nicht mehr können, lassen Sie sich erstmal krank schreiben. Und versuchen Sie es mit Krankengymnastik und Physiontherapie. Gehen Sie zu einem Therapeuten, der sich mit Ihrer Erkrankung auskennt. Wenn dieÜbungen Ihnen Schmerzen auslösen, sagen Sie es. Die Therapeuten sind auch nicht immer Hellseher und für Hinweise dankbar, so meine Erfahrung

Wenn Sie krank geschrieben sind, können Sie auch in Ruhe Therapien durchführen, zu denen Sie sonst vielleicht zu erschöpft sind.

Wenn die Therapien vielleicht auch keine spürbare Besserung bringen, vielleicht können Sie wenigstens eine Verschlechterung aufhalten.

Überlegen Sie doch mal bei der DRV kennt Sie niemand persönlich. Sie reichen den EM Rentenantrag ohne jegliche Arztberichte ein. Womöglich haben Sie nicht einmal einen Neurogen oder Othopäden, der Sie betreut. Da liegt es doch für die DRV nur nahe, zu glauben, dass Ihnen nix fehlt, oder zmindest nicht soviel, dass eine EM-Rente gerechtfertigt ist. Bevor Sie den Antrag stellen, suchen Sie sich einen Arzt, der Ihre Meinung teilt und dies medizinisch begründen kann