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von
Roland

Guten Tag
Bin schon länger Krank und soll einen Reha Antrag von der KK bis zum 06.04.09 bei der RV stellen.
Sollte ich bis dahin gesund oder vielleicht Arbeitslos sein, würde mir dann die KK wegen des nicht gestellten Antrags in irgend einer Form Schwierigkeiten machen können?.
Danke

von
Corletto

Wenn Sie den Rehantrag nicht bis 6.4. stellen , wird dann - normalerweise - ab 7.4. die Krankengeldzahlung eingestellt werden.

Wenn Sie allerdings bis dahin gesund sind und wieder arbeiten gegen, erübrigt sich der Rehaantrag natürlich.

Grundsätzlich wird also die Nichtantragstellung " nur " zur sofortigen Einstellung der Krankengeldzahlung führen.

Andere Maßnahmen / Regreßmöglichkeiten hat die Krankenkasse ja nun mal nicht gegen Sie.

ALG I/II bekommen Sie auch grundsätzlich nur dann , wenn Sie arbeitsfähig und nicht weiter krank geschrieben sind !

Sie sollten aber in jedem Falle die Krankenkasse dann rechtzeitig von der Nichtantragstellung informieren !

von
Roland

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Weshalb ich frage:Ich möchte Abschlagsfrei in Altersrente wegen Schwerbehinderung,(Vorraussetzungen erfüllt) gehen und naturlich mit wenig finanziellen Nachteilen,(differennz KG und AlG1.Sollte ich den Rehaantrag bei der RV stellen werde ich wahrscheinlich vorzeitig in Rente gehen müssen,also mit Abschlag,oder besteht die Möglichkeit das die RV den Rehaantrag nicht zustimmt weil meine Krankheit kaum Aussicht auf Erfolg hat und daher die dafür entstehenden Kosten sparen kann und außerdem müßte die KK weiter KG zahlen?. Liege ich hier richtig oder sollte ich doch mich am 01.04.09 Arbeitslos melden um den eventuellen ganzen Ärger aus dem Weg zu gehen ?,
Vielen Dank

von
-_-

http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__116.html

Der Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben gilt als Antrag auf Rente, wenn Versicherte vermindert erwerbsfähig sind und
1. ein Erfolg von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben nicht zu erwarten ist oder
2. Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben nicht erfolgreich gewesen sind, weil sie die verminderte Erwerbsfähigkeit nicht verhindert haben.

Einen einmal gestellten Reha-Antrag können Sie nur mit Zustimmung der Krankenkasse wieder zurücknehmen, da Ihr Dispositionsrecht durch die Aufforderung zur Antragstellung (http://bundesrecht.juris.de/sgb_5/__51.html) eingeschränkt wurde. Diese Zustimmung wird jedoch nicht erteilt, weil die Krankenkasse gerne die Rente im Rahmen eines Erstattungsanspruchs kassieren möchte. In der Folge sind Sie daher gezwungen, die Rente zu beantragen.

Wenn Sie sich statt mit der Krankenkasse, dann mit den Agenten auseinandersetzten möchten, bleibt Ihnen im Endeffekt auch nichts Anderes, denn dort gibt es eine vergleichbare Bestimmung (http://bundesrecht.juris.de/sgb_3/__125.html).

von
Corletto

Ob die RV ihren Rehaantrag
dann genehmigen oder ablehnen wird , wissen im Voraus nur die " Götter "...

Fordert die Krankenkasse jemanden zur Rehanatragstellung auf, ist normalerweise ja schon eine längere Zeit der Krankschreibung vergangen und damit auch eine bevorstehende Erwerbsminderung zumindest nicht mehr völlig auszuschliessen.

Insofern könnte ihr Rehantrag also schon genehmigt werden und dieser nach der Reha - bei festgestellter Erwerbsminderung ! - auch in einen Rentenantrag umgedeutet werden.

Und sollte dies der Fall sein , so werden Sie auch den Rentenantrag stellen müssen und die Krankenkasse sowie die Agentur für Arbeit wären dann aus der Leistungspflicht ihnen gegenüber entbunden.

Mit der Arbeitslos Meldung per 1.4. gehen Sie aber doch der ganzen Sache insofern nicht aus dem Wege, da die Agentur für Arbeit Ihnen nur dann ALG I zahlen wird , wenn Sie auch wirklich ( und nicht nur auf dem Papier ) arbeits - und vermittlungsfähig sind.

Dies wird dann event. vom ärztlichen Dienst der Agentur überprüft werden.

Es wird ihnen also wohl wirklich nichts anderes übrig bleiben , als den Rehaantrag fristgerecht zu stellen.

Also aussuchen , welche (höhere ) Geldleistung man gerne haben will , ist nur sehr eingeschränkt möglich und in ihrem Falle wohl gar nicht !

von
@roland

Zu wann hatten Sie denn vor die Altersrente zu beantragen?

Wenn innerhalb des nächsten halben Jahres die Altersrente beantragt werden sol (ANTRAG, NICHT Rentenbeginn!), wird die Reha sehr wahrscheinlich abgelehnt und an die KK weitergeleitet werden, da die dauerhafte Rückkehr ins Arbeitsleben dann ja gar nicht mehr vorgesehen ist...