Ist das hier ein Werbeforum für Fonds ?

von
Realist

Auf der Hauptseite werden wie der mal die Geldanlagen in Fonds gepriesen.

Bei Vermittlern sind sie billiger.
Von wegen !
Die Fondsgesellschaften haben da schon längst vorgesorgt.
Die "Kick-Backs", das sind versteckte Provisionen die aus dem Fondsvermögen der Anleger entnommen wird, werden kontinuierlich erhöht.

Realist

So, es darf wieder Volkskritisches gelöscht werden

von
Optimist

Bestandsprovisionen gab es doch schon immer! Auch bei Fonds -

von
Realist

Aber nicht in der Höhe.
Die Kick-Backs wurden permanent mit dem Wegfall der Ausgabeaufschläge erhöht.

Du glaubst doch nicht im Ernst, dass du was von der Finanzmafia geschenkt bekommst ?
Verschleiern und umettiketieren können die noch viel besser wie die Gammelfleischler.

Realist

von
Maria L.

Hallo Realist,

meines Wissens fließen Provisionszahlungen aus dem Fondsvermögen zurück an den Fondsvermittler nur im Rahmen der vorab veröffentlichten Kosten des Fonds, also der Managementgebühr. Und daß Fondsvermittler auch von irgendetwas leben müssen, wenn ansonsten alles kostenlos ist, kann ich schon verstehen. Haben Sie da andere Informationen? Was sind denn nach Ihren Informationen "Kick-Backs"?

Gruß,
Maria L.

von
Nix

Genau!
Die Management-Fee ist eine Kennzahl, welche alle Kosten aufdeckt. Und an diesen kann sich der Anleger richten. ist diese Zahl niedrig, so ist der Fonds eben günstig.

Kannten Sie den Ausdruck Management-Fee schon, mein lieber Realist?

Nix

von
Realist

Grumel (ETF Experte) hat hier einen Thread darüber gestartet:
http://www.wertpapier-forum.de/index.php?showtopic=10676&hl=Kick-Backs

Wurde aus dem Thread der Quirin-Bank (Mathäus Schmidt, Consors Gründer) herausgelöst,
wo es wie bei der Yeald deren Erstattung gibt.

Mich wundert nur, dass auf einer Site der "Deutschen Rentenversicherung", derart massive Werbung für Fonds betrieben wird.
Oder steckt hier jemand anderes hinter der Site ?

Realist

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Realist,

nein, was draufsteht, steckt auch drin. Wir machen auch ganz bestimmt keine Werbung für Fonds - sie sind EIN Vorsorgeweg unter vielen.

Gruß
Redaktion

von
Maria L.

Hallo Realist,

danke für den Link, da sind interessante Zahlen zu finden. Aber gleich oben finde ich folgendes:

"Kurzfassung: Yeald.de bietet Kickbackrückerstattung, dafür 50 Euro Grundgebühr, sowie 36Euro pro Fondskauf.
( auch bedenken, Depotübertragung kostet nix, die Kickbacks werden trotzdem in Zukunft erstattet ).
Also nix für Kleinkapitalisten und Sparplaner."

Da ich noch kein Vermögen zu verteilen habe, sondern Vermögen über langfristiges Ratensparen in Aktienfonds erstmal bilden muß, ist das für mich offensichtlich keine Alternative. Daß die Managementgebühren mit zunehmend entfallenden Ausgabeaufschlägen tendenziell steigen, kann ich mir leider auch gut vorstellen.

Noch günstiger wäre natürlich das Ratensparen in einzelne Aktien über eine kostengünstige Direktbank. Nur daß man da als kleiner Privatanleger kaum eine ausreichende Risikostreuung hinbekommt. Und wie will ich mir den Einblick in weltweit gestreute Märkte verschaffen? Allenfalls für den heimischen Markt wäre das mit viel Aufwand noch hinzubekommen.

Immerhin werden bei Fonds die Kosten offengelegt - im Unterschied zu zahlreichen wenig transparenten Produkten der staatlich geförderten Altersvorsorge. Aktienfonds sind zudem nach deutschem Recht sehr sicher, weil sie als Sondervermögen getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft geführt werden - auch das im Unterschied zu zahlreichen Produkten der staatlich geförderten Altersvorsorge. Und es gibt Wettbewerb zwischen zahlreichen Anbietern, den man nutzen kann.

Die Information über Aktienfonds ist hier auf dieser Website selten - ich freue mich darüber, wenn es dann wie heute mal einen Artikel dazu gibt.

Gruß,
Maria L.

von
Realist

Fonds sind zwar Sondervermögen, aber deshalb sind sie trotzdem Spekulationsobjekte, die bis zum Pennystock an Wert verlieren können.
Vor allem sind das meist die, denen kurz zuvor die Leute wie die Lemminge nachgerannt sind. (Modeerscheinungen)
Du kannst streuen so viel du willst.
Hast du einmal ein faules Ei dabei, brauchst du Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte um den Verlust wieder auszugleichen.

Ich wills nur geschrieben haben, weil mir das Lobgehuddel hier schon etwas merkwürdig vorkam.

Realist

von
Maria L.

Hallo Realist,

"Fonds sind zwar Sondervermögen, aber deshalb sind sie trotzdem Spekulationsobjekte, die bis zum Pennystock an Wert verlieren können.
Vor allem sind das meist die, denen kurz zuvor die Leute wie die Lemminge nachgerannt sind. (Modeerscheinungen)"

Bei Modeerscheinungen muß man in der Tat vorsichtig sein. Es ist unklug, mit dem Ratensparen in einen Fonds anzufangen, der schon seit einiger Zeit exorbitante Wertzuwächse verzeichnet. Stattdessen sollte man sich überlegen, welche Regionen oder Branchen auf längere Sicht Aussicht auf hohes Wachstum haben, aber derzeit noch gering bewertet werden.

Das ist eben der Unterschied: bei Einmalanlagen will man sofort eine hohe Rendite. Beim Ratensparen will man erst möglichst spät gegen Ende der Ansparzeit eine hohe Rendite (um vorher billig Fondsanteile einzusammeln).

"Du kannst streuen so viel du willst.
Hast du einmal ein faules Ei dabei, brauchst du Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte um den Verlust wieder auszugleichen."

Bei Einmalanlagen kann es im Extremfall Jahrzehnte dauern, bis der eigene Einstandskurs wieder erreicht wird. Bei regelmäßigem Ratensparen kommt man nach einem Crash aber viel früher in die Gewinnzone zurück, weil man ja auch am Tiefststand sehr billig Fondsanteile eingekauft hat, die dann bei wieder anziehenden Kursen besonders viel Gewinn abwerfen. Bei Ratensparen muß der Verkaufskurs nicht unbedingt höher liegen als der erste Kaufkurs, um trotzdem einen Gewinn zu erzielen. Auf die lange Sicht, die beim Sparen für die Altersvorsorge notwendig ist (gerne 30 oder 40 Jahre), werden selbst die extremsten Crash-Fonds aller Voraussicht nach ihren früheren Höchststand wieder eingeholt haben. Und ein einzelner auch auf lange Sicht schlecht gelaufener Fonds wird von nur einem sehr gut gelaufenen Fonds überspielt.

Ein Beispiel dafür habe ich unten in einem andern Beitrag beschrieben.

Gruß,
Maria L.

von
Realist

Hallo Maria,
das hört sich alles sehr schulbuchmäßig an.
Wie lange investierst du schon ?

Weiviel % muß ein Investment steigen damit es einen Wertverlust von z.B. 50% ausgleichen kann ?

Hier mal einer der Fonds den alle vor 2000 haben wollten.
Stell dir mal vor, den hättest du bespart.
Von der Sorte gabs viele, nur sind die Meisten inzwischen liquidiert worden.
http://fonds.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=106727&PERIOD=7#chart

Will damit nur schreiben, sei vorsichtig und mach vor allem niemals das was andere sagen oder geschrieben wird, wenns um Geld geht.

Ich bin seit 30 Jahren im Investmentgeschäft und lebe davon.
Ich kenn die Pappenheimer......

Realist

von
Lebenserfahrener

Sie verschwenden nur Ihre Zeit. Maria L. ist so sehr von der Richtigkeit ihres Handelns überzeugt, dass sie selbst die besten Argumente nicht umstimmen können. Das Schlimmste ist jedoch, dass sie immer wieder versucht, andere, völlig unerfahrene Forenteilnehmer, von ihren zweifelhaften, weil riskanten Anlageformen zu überzeugen.
Ich kenne nicht nur ein Beispiel, in dem jemand sein gesamtes Vermögen verloren hat, weil er in falsche Aktienfonds investiert hat. Aber vorher wurden alle Warnungen in den Wind geschlagen!

Jeder, wie es ihm gefällt!

von
Maria L.

Hallo Realist,

"Wieviel % muß ein Investment steigen damit es einen Wertverlust von z.B. 50% ausgleichen kann ?"

Bei Einmalanlagen: 100%. Bei Ratensparen kann man das nicht so genau sagen, weil es davon abhängt, wie sich der Kurs im Einzelfall entwickelt.

Der Fonds nordasia.com, ISIN DE0009792176, ist ein gutes Beispiel für einen der Technologie-/Internetfonds, die zur Jahrtausendwende drastisch eingebrochen sind - nach einem vorausgegangenen Hype.

Den Fonds wollte ich immer schonmal durchrechnen. Wenn dieser historische Sparplanrechner

http://www.acid-denzer.de/cgi-bin/acidinfo.exe

die richtigen Daten hat und richtig rechnet (was ich nicht überprüfen kann), wäre man bei einer regelmäßigen Rate von 100 Euro in den nordasia.com seit dem 3.1.2000 bis zum 4.3.2008 bereits im Plus.

(nach Auswahl des Fonds muß man bei Chart und Parameterwahl das Start- und Enddatum eingeben und auf Zeigen drücken. Dann auf der Seite ganz nach unten gehen, unter Sparen und Entnehmen findet sich das Sparplanergebnis)

Eingezahlt: 9900 Euro
Aktuelles Vermögen: 12002,16 Euro

Immerhin, selbst bei diesem "Katastrophenfonds" hätte man bei Ratensparen bis jetzt keinen nominalen Verlust - und zukünftig kann der Fonds ja auch mal wieder stark ansteigen. Eine Einmalanlage für den gleichen Zeitraum hätte 66,25% Verlust eingebracht.

Wenn Du Investmentprofi bist, kennst Du vielleicht noch bessere Möglichkeiten, an historische Fondskursdaten heranzukommen? Das ist nämlich leider ein großes Problem, wenn man selber mal Beispiele durchrechnen möchte.

Ich beziehe mein Wissen hauptsächlich von dieser Website (von einem Finanzprofi, der anbieter- und produktunabhängig finanzielle Bildung vermittelt):

www.finanzuni.org

Gruß,
Maria L.

An Lebenserfahrener:

"Maria L. ist so sehr von der Richtigkeit ihres Handelns überzeugt, dass sie selbst die besten Argumente nicht umstimmen können"

Das stimmt nicht: ich bin überzeugt, ja, aber ich bleibe dabei offen für Argumente. Ich habe selber viele Monate gebraucht, um alles zu verstehen und meine eigenen Zweifel zu überwinden. Niemand sollte blind den Ratschlägen anderer folgen (aber was tun die ganzen Riester-Sparer denn anderes?).

Das sollte ich vielleicht noch öfter schreiben, habe ich aber auch schon gemacht. Selber denken ist Trumpf. Und nur das tun, was man selber verstanden und nachvollzogen hat.

Ich möchte niemanden dazu verleiten, etwas zu tun, was er selber nicht verstanden hat. Aber zum Nachdenken möchte ich schon verleiten. In Deutschland gibt es nach meiner Ansicht viele irrationale Meinungen zu Aktien und Aktienfonds. Andere Länder setzen für die Altersvorsorge in viel stärkerem Maße darauf. Langfristig und im Durchschnitt steigt der Wert von Unternehmensbeteiligungen.

von
Lebenserfahrener

".........(aber was tun die ganzen Riester-Sparer denn anderes?)"

Hören Sie bitte endlich damit auf, alle "Riester-Sparer" für dumm zu verkaufen!

Ich bin selbst einer davon und ich fühle mich sehr wohl dabei!

von
Nix

Mein Lieber Lebenserfahrener/Lebens-Verfahrener! :-)
Aktienfonds sind 1 Instrument von vielen, um mit kleinen Beträgen, grosses Geld zu machen. Dafür braucht man Geduld, Sitzfleisch und eine gesunde Streuung von Fonds.Es ist erstaunlich, wie hoch die Renditen bei einem China-Fond oder Indien-Fond in den letzten drei Jahren gewesen sind..
Anschliessend muss man dann aber auch mal locker bleiben und Gewinne umschichten...z.B. in einen Weltweitanlegenden Aktienfonds oder Europafonds, der wenigstens in Europa über mehrere Länder streut.
Dann klappt es auch mit dem Reich-Werden.
Das Problem ist einfach nur, dass viele Menschen leben, um geld auszugeben und wenn man sich alle 2 Jahre ein neues Auto unbedingt kaufen "muss", und man just diese paar Kröten des jeweilige Aktienfonds, den man bespart hat, benötigt, dann ist das wirklich ein Dilemma, wenn der Aktienfonds zufällig, konjunkturbedingt vorher gefallen ist.
Man muss schon seine Kapitalanlagen richtig streuen.
Sind Sie Raucher? Eine Packung Zigarretten kostet mittlerweile 4Euros die Packung.

4,-- Euro pro Tag mal 30 Tage/Monat ?= EUR 120,--

Ergo:
Rauchen einstellen, in Aktienfonds investieren....und (wie heisst es beim Flugzeug) Es geht aufwärts....nicht immer.... und nicht sofort ...aber mit Geduld und genug Zeit und Sitzfleisch.

Nix

von
Falsches Forum

Dies ist ein Forum der gesetzlichen Rentenversicherung!

von
Mitleser

Für welchen Fonds wurde denn hier Werbung gemacht?
Für das Land China oder Indien? Wusste garnicht, dass das ein Fonds ist.....mmmhhhh
Mein lieber Falsches Forum, Sie hatten wohl eine Sechs in Erdkunde. :-(

von
Mitleser

Das ist ein Forum für die gesetzliche Rentenversicherung und für alles, was mit der privaten Altersvorsorge zu tun hat.
Zur privaten Altersvorsorge gehören nicht nur die blöden privaten Rentenversicherungen oder Lebensversicherungen, welche niedrig rentieren und schlecht sind für die Altersvorsorge, sondern auch mit Aktienfondssparplänen kann man für das Alter vorsorgen. Und zwar viel besser und höher rentierlicher als mit Lebensversicherungen.
Da ist es gut, wenn auch darüber gechattet wird.

Ausserdem hat der ursprüngliche Leser an den Bericht unter Finanzen auf dieser www-Seite angeknüpft, welcher ebenfalls über Aktienfonds berichtet.

von
?-ß

nicht nur in Erdkunde