jahrelang Pensionsfonds-Beiträge falsch abgerechnet?

von
Christoph

Hallo,

ich habe bei meinem alten Arbeitgeber vor jahren mal einen Pensionsfonds abgeschlossen. Dieser ist nach §3 irgendetwas ja steuerfrei bis zu 2xx€ pro Monat. D.h. die Beiträge müssen vom brutto abgerechnet werden.
Ich habe leider erst vor kurzem festgestellt, dass die Beiträge seit Beginn des Vertrags anscheinend falsch abgerechnet worden sind. Ich habe 40€ vom Arbeitgeber bekommen, die meinem Brutto zugeschlange worden sind. Dann wurde Lohnsteuer und alle Sozialabgaben abgezogen und erst am Schluss der Beitrag von meinem Pensionsfonds. Dieser wurde daher vom Netto bezahlt.
Das kann ja so eigentlich nicht richtig sein oder?

Nun habe ich Ende letzten Jahres den Arbeitgeber gewechselt und bei diesem Schritt wurde der Pensionsfonds in eine Direktversicherung umgewandelt. Nun werdn die Beiträge schon wieder vom Netto abgezogen, obwohl in dem Umschreibungsantrag der Versicherung (Wechsel innerhalb einer Firma von Pensionsfonds zu Direktversicherung), dass beide Verträge nach §3 Nr.63 steuerfrei sind.

Verstehe ich hier grade irgendetwas total falsch oder haben jetzt beide Arbeitgeber die Beiträge falsch abgerechnet?

Anfragen bei beiden Arbeitgebern laufen, jedoch sind die nicht so schnell.

Die Frage ist nun natürlich, kann man das nachträglich korrigieren?
Nach meinem Verständniss habe ich bisher einige tausend € zu viel bezahlt, da Netto statt Brutto und muss bei der Auszahlung der Direktversicherung noch mal Sozialabgaben bezahlen, die ich ja eigentlich schon zum Großteil bezahlt habe. Das kann ja nicht sein.
Schlecht für mich ist, dass ich dies erst spät gemerkt habe, aber vielleicht kann man da ja noch was "retten".

Für Hilfe und Tipps bin ich sehr dankbar!

Gruß
Christoph

Experten-Antwort

Es ist ratsam, diese Fragestellung zunächst einmal mit ihren Arbeitgebern abzuklären bzw. die Antwort abzuwarten.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 28.05.2014, 10:53 Uhr]

von
Christoph

Bei beiden Arbeitgebern wird jetzt geprüft.
Am Freitag gehe ich zum Finanzamt und lase mich dort beraten, was nun überhaupt möglich ist.

Im dümmsten Fall läßt sich nichts nachträglich korrigieren und ich bleibe auf den steuerlichen Verlusten sitzen. Dies würde ich natürlich gerne vermeiden und alles richtig gestellt haben.
Hier geht es ja um mehrere tausend € netto, die verloren gegangen sind.

von
S. Bürger

Gegebenenfalls sollte man auch einen Fachanwalt einschalten und genau prüfen, ob dieser Pensionsfonds und die Direktversicherung für Sie überhaupt rentabel sind.

Denken Sie daran, als gesetzlich Krankenversicherter zahlen Sie in der Rente volle Sozialversicherungsbeiträge (ca. 18 % aktuell). Daneben haben Siel volle Steuerpflicht auf diese Renten. Das bedeutet, daß Sie insgesamt ca. 40 % ihrer aus obigen Verträgenen bezogenen Renten einfach weg sind.

Wenn Sie privat Krankenversichert sind, sieht die Sache natürlich wesentlich günstiger für Sie aus.