jetzt EM-Rente, in 2 Jahren Altersrente

von
EM-Rentner

Derzeit bekomme ich eine unbefristete EM-Rente, hab auch einen GdB von 50.
In zwei Jahren hab ich das passende Alter zur Altersrente (mit GdB 50) und hätte dann ja nach heutiger Rechtslage, 10,8 % Abschläge.

Nun hat mir ein Bekannter einen Vollzeitjob angeboten, den ich trotz meiner körperlichen Gebrechen ausüben könnte. Er weiß um meine Krankheit und wir gehen offen mit ev. Ausfallzeiten, langsamer Arbeiten um.

Wenn ich diese Arbeit jetzt ganz offiziell aufnehme, gebe ich natürlich meinen EM-Rentner-Status auf.
Ich verdiene dann etwas mehr als jetzt EM-Rente, Sozialabgaben etc. alles ganz normal.

Dann gehe ich in zwei Jahren in Altersrente, vorzeitig, da GdB von 50.

Meine Frage: Die Abschläge von 10,8 % hätte ich dann doch nicht mehr, oder (nach aktueller Rechtslage)?

von
=//=

1. Angenommen, Sie sind Jahrgang 1954 und haben keinen Vertrauensschutz, haben Sie bei der Altersrente für schwerbehinderte Menschen mit 60 Jahren zwar einen Anspruch auf diese AR, aber ebenfalls mit einem Abschlag von 10,8 %.

2. Beginnt die AR spätestens 24 Monate nach Ende der EM-Rente, werden MINDESTENS die bisherigen Entgeltpunkte zugrunde gelegt.

3. Da Sie aber während oder nach Ende der EM-Rente wieder arbeiten, kommen evtl. weitere EP dazu (vorausgesetzt, die Zurechnungszeit ist nicht so hoch bewertet, dass die zusätzlichen EP nicht zum Tragen kommen).

4. Sobald Sie diesen Job ausüben bzw. Sie als Arbeitnehmer gemeldet werden, sollten Sie umgehend die DRV benachrichtigen. Dann wird erst einmal geprüft, wieviele Stunden Sie arbeiten können (auch unter erleichterten Bedingungen) und was Sie verdienen. Es ist nicht unbedingt gesagt, dass die Rente sofort wegfällt. Dies wird dann von der DRV geprüft. Es kann ja auch sein, dass Sie trotz aller Nachsichten seitens des Arbeitgebers die Tätigkeiten doch nicht auf Dauer ausüben können. Schon aus diesem Grund wird die Rente nicht sofort wegfallen, evtl. nur als Teilrente in anderer Höhe gezahlt.

Bevor Sie den Vollzeitjob annehmen, empfiehlt sich auf jeden Fall ein Gespräch mit der DRV. Da Sie eh mit dem völligenEntzug der Rente rechnen, wäre dies der einfachste Weg, auch wenn Sie dann evtl. irgendwann mit einer ärztlichen Begutachtung rechnen müssen.

Früher sagte man dann dazu, dass der Rentner auf Kosten seiner Restgesundheit arbeitet. Es ist also durchaus möglich, dass nur das Einkommen als Hinzuverdienst auf die Rente angerechnet wird.

Viel Erfolg.

Experten-Antwort

Hallo EM-Rentner,

dem Beitrag von „=//=“ kann zugestimmt werden. Vor Beschäftigungsaufnahme empfehlen auch wir Ihnen bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle zur individuellen Abklärung Ihrer Situation vorsorglich einen Termin zu vereinbaren. Die Ihrem Wohnort am nächsten gelegene Auskunfts- und Beratungsstelle können Sie unter dem Link " Beratungsstellen finden" ermitteln. Hier könnte insbesondere abgeklärt werden, welche Hinzuverdienstgrenzen für Sie gelten würden. Ggfs. könnte dann die wöchentliche Arbeitszeit, oder falls arbeitsrechtlich möglich, der Stundenlohn entsprechend mit Ihrem Bekannten so vereinbart werden, dass die EM-Rente eventuell noch als Teilrente geleistet werden könnte.

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