Kaiser

von
Minijob und dann Rente

Am 01.10.2022 sind meine 45 Berufsjahre voll. Dann könnte ich am 01.07.2023 in Rente gehen (Jahrgang 59). Nun bietet mein Arbeitsgeber mir ATZ an mit 20% Aufstockung. 01.07.2020 Arbeitsphase bis zum 01.01.2022 und dann 18 Monate in die Freizeitphase. Mein Verlust wären 800 Euro netto jeden Monat.
Andere Variante wäre am 01.01.2022 mit Abfindung in die Arbeitslosigkeit. Kündigung durch den Arbeitgeber und dann Vergleich. Dann würde ich mir für 9 Monate einen Minijob suchen und dadurch auch die 45 Jahre voll bekommen.
Meiner Meinung nach wäre das für mich die attraktivere Variante oder sind die Abzüge bei der Rente (geringere Beitragszahlungen in der Arbeitslosigkeit und beim Minijob) zu hoch?

Experten-Antwort

Hallo,

der Verlust durch geringere Beitragszahlungen würde sich in Grenzen halten.

In Ihrer Situation empfehle ich Ihnen in jedem Fall vor einer abschließenden Entscheidung eine persönliche Beratung in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung.

Hier könnten dann auch entsprechende Probeberechnungen durchgeführt werden.

von
Berater

Zitiert von: Experte/in
Hallo,

der Verlust durch geringere Beitragszahlungen würde sich in Grenzen halten.

In Ihrer Situation empfehle ich Ihnen in jedem Fall vor einer abschließenden Entscheidung eine persönliche Beratung in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung.

Hier könnten dann auch entsprechende Probeberechnungen durchgeführt werden.

Ach tatsächlich?
In den mir bekannten Beratungsstellen (und das sind einige) werden diese Proberentenberechnungen vom zuständigen Rententräger angefordert und nicht vor Ort erledigt.

von
Schade

Das geschilderte "Problem" ist doch das tägliche Geschäft eines Beraters in jeder deutschen Beratungsstelle.

Und anhand der individuellen Daten sollte es kein Problem sein im Rahmen des normalen Beratungsrhythmus von 30 Minuten dem Kunden "vernünftige Zahlen" zu liefern wie sich die Rente in den beiden Varianten bis 2023 entwickeln könnte.

Das schafft ein einigermaßen versierter Berater ausgehend von den aktuellen Daten (die liefert der Computer) locker.

Und ob ich dazu eine verfügbare Technik habe oder das auf einem Blatt Papier "pi mal Daumen" errechne ist egal, das müsste jeder mit einer Rundungsdifferenz von +/- 15 € hinkriegen. da brauch ich nicht mal nen Taschenrechner dazu....

Ich kann natürlich auch in der gleichen Zeit eine Niederschrift fertigen und das Problem an die "Zentrale abdrücken" - aber das ist nun wirklich nicht der Anspruch den ich an eine Beratung habe. (Allerdings gibt es auch Kunden die mit einem handschriftlich gefüllten Blatt Papier nicht glücklich sind - wenn die es unbedingt schwarz auf weiß und schriftlich wollen, bleibt vielleicht nur der Weg über die "Zentrale").

Es ist wie vieles im Leben: es gibt nicht nur richtig und falsch, schwarz oder weiss; verschiedene Wege können zum Ziel führen.

von
W°lfgang

Zitiert von: Schade
Das geschilderte "Problem" ist doch das tägliche Geschäft eines Beraters in jeder deutschen Beratungsstelle.

Und anhand der individuellen Daten sollte es kein Problem sein im Rahmen des normalen Beratungsrhythmus von 30 Minuten dem Kunden "vernünftige Zahlen" zu liefern wie sich die Rente in den beiden Varianten bis 2023 entwickeln könnte.

Das schafft ein einigermaßen versierter Berater ausgehend von den aktuellen Daten (die liefert der Computer) locker.

Und ob ich dazu eine verfügbare Technik habe oder das auf einem Blatt Papier "pi mal Daumen" errechne ist egal, das müsste jeder mit einer Rundungsdifferenz von +/- 15 € hinkriegen. da brauch ich nicht mal nen Taschenrechner dazu....

Ich kann natürlich auch in der gleichen Zeit eine Niederschrift fertigen und das Problem an die "Zentrale abdrücken" - aber das ist nun wirklich nicht der Anspruch den ich an eine Beratung habe. (Allerdings gibt es auch Kunden die mit einem handschriftlich gefüllten Blatt Papier nicht glücklich sind - wenn die es unbedingt schwarz auf weiß und schriftlich wollen, bleibt vielleicht nur der Weg über die "Zentrale").

Es ist wie vieles im Leben: es gibt nicht nur richtig und falsch, schwarz oder weiss; verschiedene Wege können zum Ziel führen.

!!! ...einfach Klasse, @Schade!

Gruß
w.
PS: Problem vielleicht, das 'Jung-BeraterInnen' - ins Haifischbecken einer Beratungsstelle geworfen/oder kommunale 'Beratungsstellen' - nicht die erforderliche Berufserfahrung haben, *pi-mal-Daumen (dafür muss man ja analog den wissenden Kopf bedienen können ;-)) eben mal kurz die Sachzusammenhänge überhaupt erkennen/die hier kleinen Unterschiede zum Ende der Versicherungsbiographie in für Versicherte verständliche Worte/Zahlen bewerten/darstellen können. Die zusätzlichen Verwaltungskosten werden eben auf alle umgelegt – passt schon ;-)