Kann die Bfa die Kassenärztliche Vereinigung über mich befragen??

von
leila

Die Allermeisten haben vor der Rentenbewilligung eine Ärzteodyssee hinter sich.. von einem facharzt zum nächsten, über jahre hinweg, an teils unterschiedlichen Orten, Kampf um sein Recht und ums Überleben. Ich habe den Überblick verloren. Beim Rentenantrag muß man sich aber wieder an alles erinnern und ehrlich antworten. Alle Ärzte angeben. Das ist natürlich auch in meinem Interesse. Wenn ich etwas vergessen sollte das mir nur nützlich sein kann, möchte ich nicht darauf verzichten. Hätte man gewusst wie schwer es mit der Bfa werden würde und wie lange... jeder sollte Tagebuch schreiben um den Überblick zu behalten! Leider hab ich das nicht getan und zeitweise krankheitsbedingt auch nicht können. Jetzt fällt es mir schwer all die Jahre nachzuvollziehen. Soll ich der Bfa sagen, ich kann mich vielleicht nicht an alles erinnern? Welche Stelle kann man denn befragen, die wissen wo man war und was jeder Einzelne Arzt gesagt und diagnostiziert hat?? Ich möchte alles angeben und nicht die Rente riskieren. Soweit ich weiss wird der KASSENÄRZTLICHEN VEREINIGUNG der Arztbesuch übermittelt und auch die Diagnose dazu. Somit wäre Sie die perfekte Anlaufstelle. Offiziell ist Sie das aber nicht. Wer ist für mein Problem zuständig und hat den Überblick? Da muß es doch jemand geben den ich fragen kann?!? Wen fragt die Bfa wenn Sie misstrauisch ist? Genau die STelle könnte mir jetzt schon helfen vollständige Angaben zu machen!!

Kann die Bfa die Kassenärztliche Vereinigung über mich befragen?? Antwort: Ja oder Nein.
Wenn Ja, müßte ich das folglich auch dürfen? Oder welche STelle kann mir stattdessen Daten(wann welcher Arzt und welche Diagnose) zu mir selbst übermitteln? Vielen Dank.

von
Schade

Es ist etwas wirr, was Sie da schreiben.

Wieso sollte die "BfA", die übrigens seit 5 Jahren DRV Bund heißt, Ihre sämtlichen Arztbesuche zusammentragen wollen?
Es ist doch für einen Rentenanspruch oder eine Weitergewährung nicht wichtig, ob Sie in den letzten Jahren 10 mal oder 100 mal beim Doktor waren.
Um was geht es denn genau?

Wichtig ist Ihr heutiger "Zustand" über den Ihr Hausarzt, bzw. Ihre Fachärzte doch eigentlich genaue Auskunft geben können müssten.

Ich befürchte, dass Sie sich in Probleme hineinsteigern, die so gar nicht existieren - aber vielleicht ist ja genau das Ihre Krankheit?

von
Bärbel

Sie haben doch dieselbe Frage schon auf Seite 4 hier im Forum gestellt und einige Antworten erhalten.

Warum eröffnen Sie jetzt noch mal einen neuen Thread ?

von
Rieke

Die Ärzte wo Sie vor zig Jahren mal in Behandlung waren und jetzt nicht mehr sind, spielen doch in einem aktuellem Rentenverfahren überhaupt keine Rolle und werden doch gar nicht mehr seitens der RV befragt.

Darum müssen Sie die doch gar nicht angeben.

Es ist doch uninteresaant wer und wie Sie mal vor z.b. 4 Jahren oder noch länger behandelt worden sind....

Es werden von der RV immer nur die Namen der AKTUELL noch behandelnden Ärzte erfragt, um diese dann anschreiben zu können wegen einem aktuellen Befundbericht über Sie.

Und da Sie ja sicher nicht bei 10 verschiedenen Ärzten aktuell in Behandlung sind, werden Sie ja wohl die 2-3 Ärzte mit Namen und Anschrift angeben können...

Das reicht auch völlig aus.

Die kassenärztliche Vereinigung hat weder Unterlagen über Sie, noch Diagnosen oder sonst etwas.

Die KV ist eine reine Standes - und Interessenvertretung ,
( eine Lobbyinstitution ) der Ärzte und hat mit dem Patienten an sich gar nichts am Hut.

Auch das bei der KV über Sie - also den Patienten etwas
" zusammengetragen " wird
stimmt nicht.

Also wird die RV die KV auch nicht befragen , weil dies sinnlos wäre .

Da hätte vielleicht eher ihre Krankenkasse mehr Informationen über ihren Krankheitsverlauf und deren Behandlung und könnte ihnen da etwas zur Verfügung stellen.

Vielleicht fragen Sie da mal nach.

Ansonsten machen Sie sich viel zu viele Sorgen.

Geben Sie die aktuell behandelnden Ärzte an und die Sache geht seinen Weg.

Außerdem könnte dann auch eine Begtuachtung bei ihnen anstehen, wo man sich dann sowieso einen ganz aktuellen Eindruck über ihren Gesundheitszustand verschaffen wird.

von
@ Rieke

"Die KV ist eine reine Standes - und Interessenvertretung ,
( eine Lobbyinstitution ) der Ärzte und hat mit dem Patienten an sich gar nichts am Hut."

Sie sollten sich bevor Sie Unsinn verbreiten einmal über die KV informieren.Z.B.hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kassen%C3%A4rztliche_Vereinigung

von
leila

hallo herr/frau schade,
schade, dass sie nicht zum thema antworten, aber mich lieber in eine schublade stopfen wollen... ! in der tat werde ich nicht deshalb rente bekommen weil ich statt nur 10 gleich 100 mal beim arzt war :-). völlig unverständlich, dass sie nicht verstehen dass ich gerne selbst bescheid wissen würde wo ich in meinem leben so war und dann die WESENTLICHEN UND RELEVATEN ärzte und diagnosen an die DRV (danke für die berichtigung) weiterleiten möchte. wenn die rente schon nachträglich beginnen soll ist es eben SCHON auch wichtig wie früher mein zustand war und nicht nur heute. die drv muss auch den zeitpunkt bestimmen usw... auf jeden fall aber würde ich gerne wissen wo ich wann bei welchem arzt war und mit welcher diagnose wieder heimging. wer kann mir das sagen? die krankenkasse bekommt nichts gemeldet, daher die idee mit der kassenärztlichen vereinigung. es wäre nett, falls doch noch jemand wüssen würde wie man an seinen Ärztelebenslauf herankommt! danke!

von
Janne

Das einfachste wäre die Ärzte aufzuschen und um Unterlagen zu bitten bei denen Sie waren.

Wenn Sie das nicht mehr wissen ( was eigentlich nicht nachvollziebar ist .. man weiß doch bei welchen Ärzte man mal war ... vielleicht nicht wann genau , aber wo und bei wem doch sicher ...), sehe ich keine Chance an einen
" Krankheitslebenslauf " zu gelangen.

Aber wie schon von den Vorpostern erklärt, ist dies für die Zuerkennung einer EM-Rente auch nicht wichtig, da es immer nur um den aktuellen Gesundheitszustand geht und um eine Zukunftsprognose wie dieser sich entwickeln wird.

von
Batrix

Wenn ein in der Vergangenheit liegender Leistungsfall geltend gemacht wird, ist es sehr wohl notwendig, die damals behandelnden Ärzte zu befragen bzw. aus der Vergangenheit vorliegende medizinische Unterlagen vorzulegen!

Aber, wenn Sie bei einer gesetzlichen KK versichert sind, müßten die eigentlich die von Ihren Ärzten gemeldeten Diagnosen gespeichert haben (erfolgt m.E. mit Krankschreibung bzw. mit Abrechnung der Ärzte) - ich weiß nur nicht, wie lange rückwirkend.

Bei Reha-Anträgen wird ja auch der sog. AUD-Beleg von der gesetzl. KK angefordert. Und das ist nichts anderes als eine Aufstellung der festgestellten Diagnosen...

Experten-Antwort

Eine Stelle die alle ärztlichen Unterlagen eines Patienten archiviert/sammelt gibt es nicht. Die einzige Möglichkeit die ich sehe, dass Sie alle Hausärzte, die Sie mal hatten befragen. Aber, ob die alle Unterlagen der Facharztuntersuchungen von Ihnen haben ist fraglich!

von
Patientin

Wenn Sie es nicht mehr genau wissen: Genau deswegen ist es sinnvoll, gleich Kopien aller Krankenhaus- und Facharztberichte anzufordern - kriegt man, außer vielleicht bei psychiatrischen Diagnosen, in der Regel problemlos.

von
Ärmling

@leila weiß doch gar nicht bei welchen Ärzten sie mal war....

Da wird es dann sehr schwierig bis unmöglich mit der Anforderung der Unterlagen, wenn man nicht weiß wo.

Natürlich sollte man immer sofort Kopien aller ärztlichen Unterlagen für sich anfertigen, nur ist dies oft auch einfach krankheits bedingt nicht immer sofort möglich.

Außerdem denkt man an solche Sache doch erstmal gar nicht, wenn man erkrankt ist und hat andere Dinge im Kopf.

Ich denke die wenigstens die schwer erkranken, denken dann sofort schon an den eventuell mal irgendwann zu stellenden EM-Antrag...

von
Patientin

"Ich denke die wenigstens die schwer erkranken, denken dann sofort schon an den eventuell mal irgendwann zu stellenden EM-Antrag..."

Das nicht. Ich habe aber z.B. sofort, als ich mal von Intensivstation in die Reha verlegt wurde, um Kopie des Berichtes gebeten, einfach, weil ich dort schon die oft widersprüchlichen Aussagen mancher Ärzte mitgekriegt hatte. Dass ich da schon dauerhaft erwerbsunfähig war, wollte ich tatsächlich noch eine Weile nicht wahrhaben ;-)