Kann Müterrente noch teuerer werden?

von
Konrad Schießl

Nämlich für folgende Rentenbiografie.

Mutter mit zwei Kindern, vor 1992 geboren.
Sonst keine Beschäftigung und Beitragszahlung.

Bei nunmehr vier Entgeltpunkten, könnte der fehlende fünfte EP. durch einen Mini-
job mit 18,90% und 85,05 Euro Gesamt-
beitrag nach einem Jahr Beschäftigung erreicht werden.
Für die Mutter kostet dies monatlich bei 3,9%-, mtl. 17,55 x 12= 210,60 im Jahr

Natürlich auch für eine Mutter, die bereits
das Rentenalter erreicht hat mit Euro
1020,60 voller Beitrags Zahlung(85,05x12).

Lukrativ, wenn man bedenkt, es entsteht
bei 28,14 Rentenwert derzeit x vier EP.
112,56 Bruttorente, im Jahr 1350,,72
minus 10,25% für Kr./PflV. 1212,27 Zahl-
betrag jährlich.
Natürlich weiß auch ich, das Gesetz gilt noch
nicht.

Bin sicher, die Räuberin der Rentenkasse
wird dies zu lassen.

MfG.

von
Andi G. Tränke

schön und richtig gerechnet. Und was soll uns das sagen ?
Es gibt auch Frauen die haben 3 Kinder und bekommen noch gar keine Rente, die bekommen dann 6 Entgeltpunkte und Rente ohne selbst etwas eingezahlt zu haben.
Ich finde das gut so :-)

von
Lars

Was wollen Sie Schiko uns sagen, die Mütterrente ist genau das richtige Gesetz das kommt. Viele Mütter haben doch durch die Kindererziehung wenig Rente, andere haben einen gut bezahlten Job machen sich ohne Kinder ein schlaues Leben.

von
Brigitte

Es ist auch gut so. Aber warum müssen das nur die Arbeitnehmer bezahlen, die in die DRV einzahlen? Was ist mit den Ärzten, Anwälten, Beamten, Selbständigen. Das geht alle an!!! Aber es ist natürlich leichter, sich aus der Rentenkasse zu bedienen.

von
Herz1952

Die Deutsche Rentenversicherung Bund setzt sich lt. einer Pressemitteilung von 13.02.2014 dafür ein, dass die Mütterrente nicht nur teilweise, sondern voll steuerfinanziert werden soll.

Im Prinzip halte ich das auch für richtig. Hat schon jemand ausgerechnet, was eine Kind bis zum Berufsalter kostet? Gut, es wird Kindergeld bezahlt, das bei weitem nicht die Kosten deckt. Und die Ausgaben für Kinder sind in der Regel mit Umsatzsteuer belastet.

Nach wie vor gilt für Rentenleistungen ein Generationenvertrag. Was ist wenn es zu wenig Kinder gibt, die den Vertrag (eventuell) aufrecht erhalten können? Was ist dann mit den Renten der "Kinderlosen"?

Ach so, die werden "kapitalgedeckt". Aber wer konsumiert die Produkte, oder stellt sie her, die durch Arbeit und Kapitaleinsatz entstehen?

Beispiel 2008: Was sind Häuser wert, die niemand kaufen oder mieten kann?

Ich wünsche den jüngeren Generationen - ob mit oder ohne Kind(ern), dass sie eine Lösung dafür finden.

Herz1952

von
W*lfgang

...so richtig teuer wird es erst dann, wenn die Mütter mit ihren 92.ff KEZ/doppelBÜZ/aufgewerteten BÜZ/MiniPB kommen - der 'Bauch' kommt erst noch, und er geht demnächst los - parallel zur Mütterrente, dafür aus Steuermitteln. Geht die Infrastruktur eben noch weiter auf den maroden Asphalt ...ältere Mütter müssen ja auch nicht mehr mit dem Rollator über die Autobahn *g

Was Konrad Schießl oben gesagt hat, alles richtig - aber seit dem Referentenentwurf bekannt ...gut, dass er nicht noch den Tacheles-Vordruck hier abgebildet hat ;-)

Gruß
w.

von
Brigitte

Zitiert von: W*lfgang

...so richtig teuer wird es erst dann, wenn die Mütter mit ihren 92.ff KEZ/doppelBÜZ/aufgewerteten BÜZ/MiniPB kommen - der 'Bauch' kommt erst noch, und er geht demnächst los - parallel zur Mütterrente, dafür aus Steuermitteln. Geht die Infrastruktur eben noch weiter auf den maroden Asphalt ...ältere Mütter müssen ja auch nicht mehr mit dem Rollator über die Autobahn *g

Was Konrad Schießl oben gesagt hat, alles richtig - aber seit dem Referentenentwurf bekannt ...gut, dass er nicht noch den Tacheles-Vordruck hier abgebildet hat ;-)

Gruß
w.

Kann das mal einer übersetzen?

von
W*lfgang

Zitiert von: Brigitte
Kann das mal einer übersetzen?
Brigitte,

war Rentenchinesisch. Vereinfacht, die jüngeren Mütter mit den ab 1992 geborenen Kindern werden richtig teuer und das geht in den nächsten Jahren los.

Gruß
w.

von
S. Schmidtke

"Aber warum müssen das nur die Arbeitnehmer bezahlen, die in die DRV einzahlen? Was ist mit den Ärzten, Anwälten, Beamten, Selbständigen. Das geht alle an!!! Aber es ist natürlich leichter, sich aus der Rentenkasse zu bedienen."

So ist es.

Die Mütterrente ist grob rechtsstaatswidrig, da diese rechtsstaatlichen und sozialstaatlichen Grundsätzen widerspricht.

Aber was nützt es. Die Rechtssprechung steht auf der Seite der Regierung und das leider regelmäßig, wenn es um die Sozialkassen geht.

Und die CDU-Wähler lachen sich ins Fäustchen. Sie werden für die Rentenpolitik ihrer CDU-Regierung nicht zur Kasse gebeten. Zahlen müssen andere.

von
Lina

CDU- Wähler werden nicht zur Kasse gebeten? verstehe ich nicht. Was glauben Sie wieviel kleine Leute CDU wählen.

von
S. Schmidtke

Zitiert von: Lina

CDU- Wähler werden nicht zur Kasse gebeten? verstehe ich nicht. Was glauben Sie wieviel kleine Leute CDU wählen.

Naja, sicherlich wird es kleine Leute geben, die CDU wählen, aber relativ gesehen, wird das eine Minderheit sein und nicht ins Gewicht fallen.
Oder wenn ich jetzt 3 Kinder hätte und dafür Mütterrente in nachhinein kriegen würde, dann würde ich mir auch überlegen, ob ich zum Danke nicht CDU wählen sollte.

von
DarkKnight RV

Ne und was werden sich die Mütter erstmal freuen, die durch den zusätzlichen Entgeltpunkte (noch besser, die zusätzlichen Entgeltpunkte) in die Steuerpflicht reinwachsen, weil die Rente dann über dem Grundfreibetrag liegt.......

Da fließt die Rente in die Steuerkasse....

8-)

von
Erna S.

Zitiert von: DarkKnight RV

Ne und was werden sich die Mütter erstmal freuen, die durch den zusätzlichen Entgeltpunkte (noch besser, die zusätzlichen Entgeltpunkte) in die Steuerpflicht reinwachsen, weil die Rente dann über dem Grundfreibetrag liegt.......

Da fließt die Rente in die Steuerkasse....

8-)

Na soviele werden das nicht sein.

Ich denke eher an jene, die Grundsicherung bekommen und dann die Mütterrente angerechnet bekommen. Aber auch das werden relativ gesehen ebenfalls nicht viele sein.

von
GroKo

Zitiert von: DarkKnight RV

Ne und was werden sich die Mütter erstmal freuen, die durch den zusätzlichen Entgeltpunkte (noch besser, die zusätzlichen Entgeltpunkte) in die Steuerpflicht reinwachsen, weil die Rente dann über dem Grundfreibetrag liegt.......

Da fließt die Rente in die Steuerkasse....

8-)


Na Neidisch auf die Mütter?

von
Konrad Schießl

Zitiert von: DarkKnight RV

Ne und was werden sich die Mütter erstmal freuen, die durch den zusätzlichen Entgeltpunkte (noch besser, die zusätzlichen Entgeltpunkte) in die Steuerpflicht reinwachsen, weil die Rente dann über dem Grundfreibetrag liegt.......

Da fließt die Rente in die Steuerkasse....

8-)

Die Rente fliest doch nicht in die Steuer-
kasse, eine solche Kasse gibt es auch nicht.

Natürlich kann es schon vorkommen, dass
durch diese Änderung das zu versteuernde
Einkommen das Existenzminimum von Euro
8354/16708 led.vh. für 2014 übersteigt.
Ab selbst, dann sind die vollen 28,14 oder
mehr nicht steuerpflicht.
Erst im Jahre 2040 setzt die 100% Ver-
steuerung ein.

Lasst doch die Tassen in den Schrank.

MfG.

von
W*lfgang

Zitiert von: S. Schmidtke
"Aber warum müssen das nur die Arbeitnehmer bezahlen, die in die DRV einzahlen? Was ist mit den Ärzten, Anwälten, Beamten, Selbständigen. Das geht alle an!!! Aber es ist natürlich leichter, sich aus der Rentenkasse zu bedienen."

So ist es.

Die Mütterrente ist grob rechtsstaatswidrig, da diese rechtsstaatlichen und sozialstaatlichen Grundsätzen widerspricht.

Aber was nützt es. Die Rechtssprechung steht auf der Seite der Regierung und das leider regelmäßig, wenn es um die Sozialkassen geht.

Und die CDU-Wähler lachen sich ins Fäustchen. Sie werden für die Rentenpolitik ihrer CDU-Regierung nicht zur Kasse gebeten. Zahlen müssen andere.


...nennen Sie mir einen Grund, warum Nichtberechtigte der DRV für die von der Politik _im_ System der DRV gepimpten KEZ-Leistungen auch nur einen Cent dazu geben sollen?

Oder werden Sie genauso gern und selbstverständlich an der Dachschaden-Versicherung Ihrer Nachbarn mit Beiträgen zur Kasse gebeten, auch wenn Sie nur noch im Zelt schlafen? ;-)

Gruß
w.
PS: natürlich werden KEZ-Leistungen aktuell schon aus (auch meinen) Steuermitteln gegenfinanziert – aber, was hat 'mein' System davon ???

von
Barbara

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: S. Schmidtke
"Aber warum müssen das nur die Arbeitnehmer bezahlen, die in die DRV einzahlen? Was ist mit den Ärzten, Anwälten, Beamten, Selbständigen. Das geht alle an!!! Aber es ist natürlich leichter, sich aus der Rentenkasse zu bedienen."

So ist es.

Die Mütterrente ist grob rechtsstaatswidrig, da diese rechtsstaatlichen und sozialstaatlichen Grundsätzen widerspricht.

Aber was nützt es. Die Rechtssprechung steht auf der Seite der Regierung und das leider regelmäßig, wenn es um die Sozialkassen geht.

Und die CDU-Wähler lachen sich ins Fäustchen. Sie werden für die Rentenpolitik ihrer CDU-Regierung nicht zur Kasse gebeten. Zahlen müssen andere.


...nennen Sie mir einen Grund, warum Nichtberechtigte der DRV für die von der Politik _im_ System der DRV gepimpten KEZ-Leistungen auch nur einen Cent dazu geben sollen?

Oder werden Sie genauso gern und selbstverständlich an der Dachschaden-Versicherung Ihrer Nachbarn mit Beiträgen zur Kasse gebeten, auch wenn Sie nur noch im Zelt schlafen? ;-)

Gruß
w.
PS: natürlich werden KEZ-Leistungen aktuell schon aus (auch meinen) Steuermitteln gegenfinanziert – aber, was hat 'mein' System davon ???

Warum sollten das denn nur die Mitglieder der Gesetzlichen Rentenversicherung zahlen, wenn doch die Mütterrente

a) für alle Kinder gezahlt wird - unabhängig davon, ob sie jemals Beitragszahler der gesetzl. RV werden und

b) auch an Mütter außerhalb der gesetzl. Rentenversicherung gezahlt wird, z.B. ehemals Selbständige in eigenen Versorgungswerken (die bei gleicher Einzahlung übrigens wesentlich höhere Renten auszahlen als die GRV)

von
Barbara

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: S. Schmidtke
"Aber warum müssen das nur die Arbeitnehmer bezahlen, die in die DRV einzahlen? Was ist mit den Ärzten, Anwälten, Beamten, Selbständigen. Das geht alle an!!! Aber es ist natürlich leichter, sich aus der Rentenkasse zu bedienen."

So ist es.

Die Mütterrente ist grob rechtsstaatswidrig, da diese rechtsstaatlichen und sozialstaatlichen Grundsätzen widerspricht.

Aber was nützt es. Die Rechtssprechung steht auf der Seite der Regierung und das leider regelmäßig, wenn es um die Sozialkassen geht.

Und die CDU-Wähler lachen sich ins Fäustchen. Sie werden für die Rentenpolitik ihrer CDU-Regierung nicht zur Kasse gebeten. Zahlen müssen andere.


...nennen Sie mir einen Grund, warum Nichtberechtigte der DRV für die von der Politik _im_ System der DRV gepimpten KEZ-Leistungen auch nur einen Cent dazu geben sollen?

Oder werden Sie genauso gern und selbstverständlich an der Dachschaden-Versicherung Ihrer Nachbarn mit Beiträgen zur Kasse gebeten, auch wenn Sie nur noch im Zelt schlafen? ;-)

Gruß
w.
PS: natürlich werden KEZ-Leistungen aktuell schon aus (auch meinen) Steuermitteln gegenfinanziert – aber, was hat 'mein' System davon ???

Warum sollten das denn nur die Mitglieder der Gesetzlichen Rentenversicherung zahlen, wenn doch die Mütterrente

a) für alle Kinder gezahlt wird - unabhängig davon, ob sie jemals Beitragszahler der gesetzl. RV werden und

b) auch an Mütter außerhalb der gesetzl. Rentenversicherung gezahlt wird, z.B. ehemals Selbständige in eigenen Versorgungswerken (die bei gleicher Einzahlung übrigens wesentlich höhere Renten auszahlen als die GRV)

von
W*lfgang

[quote="Barbara]Warum sollten das denn nur die Mitglieder der Gesetzlichen Rentenversicherung zahlen, wenn doch die Mütterrente

a) für alle Kinder gezahlt wird - unabhängig davon, ob sie jemals Beitragszahler der gesetzl. RV werden und

b) auch an Mütter außerhalb der gesetzl. Rentenversicherung gezahlt wird, z.B. ehemals Selbständige in eigenen Versorgungswerken (die bei gleicher Einzahlung übrigens wesentlich höhere Renten auszahlen als die GRV)
[/quote]Hallo Barbara,

"Mütterrente" ist ausschließlich einen 'Erfindung' der gesetzlichen Rentenversicherung. Erhöhende Werte für Kindererziehungszeiten in anderen Altersversorgungssystemen gibt es grundsätzlich nicht, speziell die von Ihnen angesprochenen berufsständischen Versicherungen zahlen dafür komplett NICHTS. Lediglich bei Beamtenversorgungen gibt es eine teilweise Anrechnung der Kindererziehungszeit/erhöhende Werte auf die ruhegehaltsfähige Dienstzeit (bei Geburten vor '92)...was aber wiederum nicht von den gesetzlich Versicherten 'bezahlt' wird.

Und das mit 'für alle Kinder' ...Sie wären überrascht, wie weit da der Ausnahmekatalog ist, wo nichts in der DRV bei rauskommt.

Google: Kindererziehungszeit drv
reicht schon, um mehr zum Thema zu erfahren.

Gruß
w.

von
Barbara

Lieber Wolfgang,

es erstaunt mich sehr, dass jemand, der oft in diesem Forum postet, so wenig Kenntnis von der Materie hat - jedenfalls was das Thema Rentenleistungen für Kindererziehung in der gesetzl. Rent.-Vers. angeht (was die Vermutung nahelegt, dass Sie dort nicht Pflichtmitglied sind).

Nur mit einem haben Sie recht: die berufsständischen Versorgungswerke kennen keine vergleichbare Leistung für Versicherte, die Kinder geboren haben.
Dieses hat das BVerfG anlässlich einer Klage auch festgestellt, erstaunlicherweise den Versorgungswerken aber nicht aufgegeben, dieses nun nachzuholen, sondern vielmehr Selbständigen einen Anspruch auf Leistungen aus der Gesetzl. Rent.-.Vers.eingeräumt.

Weiterhin hat es entschieden, dass Kindererziehungsleistungen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sind und vom Bund zu zahlen sind.
Infolge dieses Urteils zahlt der Bund seit 1999 für jedes neugeborene Kind 3 Jahre Beitrag in Höhe eines Durchschnittsverdienstes an die GRV, so dass seitdem diese Leistungen beitragsgedeckt sind.

Müttern, die nicht die Mindestversicherungszeit in der GRV von 5 Jahren erfüllen, wurde ein Anspruch auf Nachzahlung eingeräumt, (der übrigens sonst nur unter sehr engen Voraussetzungen möglich ist, und für Pflichtversicherte so gut wie gar nicht möglich ist). Zur Nachzahlung reicht ein Mindestbeitrag von 85 Euro pro Monat.

Es bleibt also festzustellen: Für Geburten seit 1999 haben alle Mütter incl. derjenigen, die nicht der GRV angehören, einen berechtigten Anspruch auf sog. Mütterrente. Für Geburten vor 1992 werden Beiträge von Pflichtversicherten umverteilt. Und könnte man noch darüber streiten, ob das innerhalb der Solidargemeinschaft möglich sein sollte, kann man es jedenfalls nicht mehr, wenn die Umverteilung der Beiträge der Versicherten der GRV auch auf Außenstehende wie Selbständige, Abgeordnete oder Beamte bzw. Ehefrauen von Beamten übertragen werden soll.