Kein Ende in Sicht!

von
Petra M.

Ich haben Anfang 2011 Antrag auf EM-Rente gestellt.
Ende 2011 wurde diese teilweise genehmingt.
Anfang 2012 habe ich Widerspruch gegen diese teilweise Erwerbsminderung eingereicht.
Dann hatte ich Anfang 2013 ein Gutachten und seit dem hüllt sich die Rentenversicherung in Schweigen.
Zwei schrfitliche Anfragen wurden total ignoriert und nicht beantwortet.
Der Widerspruch ist jetzt 18 !!!! Monate her und ich bin etwas ratlos.
Muss man denn erst mit dem Rechtsanwalt drohen, damit etwas passiert???

von
Peter G.

Hallo Petra,

bitte schalten Sie sofort ein Fachanwalt ein. Der kann dort ganz anderes auftreten.
Viele Grüße
Peter

von
-

Hallo Frau M.,

denkbar wäre eine Untätigkeitsklage.
Fraglich ist, ob eine solche Klage zu einer schnellen, unbürokratischen und für Sie positiven Lösung führt.
Zunächst würden wir Ihnen deshalb die telefonische/persönliche Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Sachbearbeiter empfehlen. Ebenso besteht die Möglichkeit einer Akteneinsicht um zu erfahren wie der aktuelle Stand der Dinge ist.

von
tussi

bitte sofort eine sachstandsanfrage per fax übersenden, mit fristsetzung.

bei fruchtloser fristsetzung beim sg untätigkeitsklage einreichen.

desweiteren beschwerde per fax beim vorstand der rv. über die so lange bearbeitungszeit eireichen.

von
Petra M.

ja, ich habe jetzt eine Frist bis zum 15.08. gesetzt, dann werde ich den VDK einschalten!
Auch die größte Gedult hat mal ein Ende!
Ich danke euch!
Petra

von
Yau

" Muss man denn erst mit dem Rechtsanwalt drohen, damit etwas passiert??? "

Besser wäre es gewesen, ab Widerspruchseinlegung einen Anwalt damit zu beauftragen. Dann hätten Sioe irhe Rente mit grosser Wahrscheinlichekit schon längst.

VdK oderr auch ein Anwalt wird sich freuen wenn er jetzt - viel zu spät ! - erst eingeschaltet wird. Unter Umständen haben Sie als Laie schon Verfahrensfehler begangen die nicht mehr änderbar sind und damit für die Ablehung der Rente Grunde sein werden.

Sie haben letztlich selbst schuld keinen Anwalt / Sozialverband bereits frühzeitig ins Verfahen eingeschaltet zu haben. Was hat Sie da nur geritten ? Die Konsequenzen daraus müssen Sie jetzt auch selber auslöffeln.

von
Jackson

Zitiert von: Yau

" Muss man denn erst mit dem Rechtsanwalt drohen, damit etwas passiert??? "

Besser wäre es gewesen, ab Widerspruchseinlegung einen Anwalt damit zu beauftragen. Dann hätten Sioe irhe Rente mit grosser Wahrscheinlichekit schon längst.

VdK oderr auch ein Anwalt wird sich freuen wenn er jetzt - viel zu spät ! - erst eingeschaltet wird. Unter Umständen haben Sie als Laie schon Verfahrensfehler begangen die nicht mehr änderbar sind und damit für die Ablehung der Rente Grunde sein werden.

Sie haben letztlich selbst schuld keinen Anwalt / Sozialverband bereits frühzeitig ins Verfahen eingeschaltet zu haben. Was hat Sie da nur geritten ? Die Konsequenzen daraus müssen Sie jetzt auch selber auslöffeln.

Selten soviel Blödsinn gelesen.
Niemand hier hat eine Ahnung,weshalb die Bearbeitung solange dauert.
Deshalb wäre der einfachste Weg einfach den Hörer in die Hand zu nehmen und immer wieder beim Sachbearbeiter nach dem Stand der Dinge zu fragen.
Statt dessen geht man erstmal den Weg über das Forum,wo keiner den Fall kennt.

Und im übrigen,nicht jeder hat eine entsprechende RSV,die die Anwaltskosten trägt und der VdK ist nur so gut,wie seine Mitarbeiter vor Ort.Da gibt es auch viele schlechte Erfahrungen.

von
Petra M.

Keine Sorgen, ich hatte auch anfangs telefoniert und dann immer die (meist nicht so freundliche) Aussage bekommen, dass ich mich gedulden müsse.
Ich hatte so den Eindruck, dass nach jedem Telefonat, mein Widerspruch nach unten gewandert ist, denn bis auf das Gutachten ist dann nichts mehr passiert.
Und dann gibt es Menschen, die können und wollen nicht gleich zum Rechtsanwalt gehen, weil sie in dem Glauben leben, dass irgendwie und irgendwo doch alles seinen Lauf nimmt. Ich bin kein Mensch, der gleich mit Anwälten ins Haus fällt, aber nun ist es dann doch so weit - leider!
Liebe Grüße

von
oder so

Zitiert von: Petra M.

...anfangs telefoniert und dann immer die (meist nicht so freundliche) Aussage bekommen, dass ich mich gedulden müsse.
Ich hatte so den Eindruck, dass nach jedem Telefonat, mein Widerspruch nach unten gewandert ist, ...

Wetten, dass Sie von der DRV Bund in Stralsund 'betreut' werden...?!

von
Petra M.

nöö, hauptsächlich wohl Gera!
Ein Brief kam allerdings mal aus Mannheim ;-)

von
Klartextt

" Und dann gibt es Menschen, die können und wollen nicht gleich zum Rechtsanwalt gehen, weil sie in dem Glauben leben, dass irgendwie und irgendwo doch alles seinen Lauf nimmt. "

Das ist nicht Gutgläubigkeit sodernn reine Naivität ...

von
Petra M.

....oder Mangel an Geld!

von
Mutti

Zitiert von: Klartextt

Das ist nicht Gutgläubigkeit sodernn reine Naivität ...

Nicht unbedingt; in der Regel kann man mit den Leuten reden, wenn man es ernsthaft versucht.
Ich (Ende 50, volle EM-Rente) war bisher nur einmal bei einem Anwalt, wegen einer Mietsache vor 30 Jahren. Und dessen Rat war auch noch falsch.

von
Nachfrager

Um es mal wieder in die Realität zu bringen...auch wenn es ab von der eigentlichen Fragestellung ist.

Im "Normalfall" braucht niemand für die Rentenantragstellung einen Anwalt!

Wir Sachbearbeiter bei der DRV verstehen unseren Job schon und wissen auch was wir tun. Klar es passieren, wie in anderen Berufen auch, ab und zu mal Fehler, aber deshalb gleich mit 'nem Anwalt kommen?

Macht ihr das auch, wenn in der Autowerkstatt vergessen wird eine Glühbirne zu wechseln?

Wenn euch was komisch vorkommt ruft uns einfach an. Unsere Telefonnummern (inkl. Namen) stehen auf jedem Schreiben. Redet vernünftig mit uns und wir werden vernünftig mit euch reden.

Aber sehr wahrscheinlich hat irgendwer im Bekanntenkreis mal gesagt: "Wenn ihr bei der DRV anruft, dann müsst ihr laut werden, mit 'nem Anwalt drohen oder mit "BILD kämpft für sie" - dann kuschen die da ganz schnell".

Zur Eingangsfrage von Petra M.:
Ich weiß nicht, wie es in anderen Häusern der DRV aussieht, aber in unserer Zweigstelle mangelt es an Ärzten, die die Gutachten auswerten können und so entstehen dann lange Wartezeiten.
Dazu kommt dann noch, dass die Widerspruchstellen im Normalfall personell nur ein Zehntel der Größe der Leistungssachbearbeitung haben. Wenn nur jeder Dritte einen Widerspruch gegen seinen Bescheid einreicht (wird ja gerne so in Foren vorgeschlagen um Fristen zu wahren - ob was falsch ist im Bescheid oder nicht ist dabei egal) können die Kollegen im entsprechenden Bereich gar nicht dagegen an arbeiten - und wieder, so entstehen Wartezeiten, denn eines ist sicher, auch bei uns in der DRV wurden in den letzten Jahren Stellen gestrichen, bzw. nicht wieder besetzt.
Genau wie in der freien Wirtschaft, nur wird bei uns da nicht drüber berichtet.

von
Zustimmung

Guter Beitrag von "Nachfrager"...stimme in allen Punkten voll und ganz zu. In unserem Haus sieht es genauso aus bzw. läuft es genauso ab!

von
Petra M.

So, das habe ich nun davon!
Die Rentenversicherung kann auch schnell und hat mir schon geantwortet.
Der Widerspruch ist abgelehnt, was in meinen Augen etwas witzig ist!
Ich könne weiterhin 6 Stunden arbeiten, obwohl seit dem Widersoruch noch weitere Krankheiten hinzugekommen sind.
U A. sind das zwei Rheumaknoten in der Lunge, die massiv Luftnot verursachen, eine Skoliose von 24 Grad und eine Bandscheibe, die nicht mehr vorhanden ist. Hier kommt Wirbel auf Wirbel und ich laufe in einem Korsett herum, damit ich mich überhaupt bewegen kann. Diese Orthes lässt mir in meine Bewegung keine Freiheit und ich kann noch nichgt mal mehr Auto fahren. Weiterhin wurde eine inflammatorische Myopathie (eine Muskelerkrankung) festgestellt, bei der schon nach einer kurzen Belastung die Muskeln so schmerzen, dass ich stehen bleiben muss. Weiterhin muss ich, wenn ich mit den Händen arbeite, Schutzorthesen für die Gelenke tragen.
Aber, ich bin 6 Stunden arbeitsfähig für körperlich leichte Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes!!! Weiterhin kann ich nach einer missglückten Achillessehnenoperation kein festes Schuhwerk mehr anziehen und laufe seit 4 Jahren nur noch in Crocs herum.
Ich stelle mir gerade das potensille Bewerbungsgespräch vor:
Ich in Crocs, zwei Handgelenksschoner und eine breite Rückenbandage, die dem zukünftigen Arbeitgeber erzählt, was ich noch machen kann und was nicht.
Ok, ich glaube meine Chancen stehen richtig gut, wieder Geld verdienen zu können.
Ich danke hier allen für die vielen Beiträge und werde dann, obwohl es nicht so meine Art ist, meine Rente erkämpfen!! Traurig für ein Land, dass für alles Geld hat, nur nicht für die, die ihm die Arbeit geschafft und die Versicherung und Steuern bezahlt haben

von
Peter 1

Nun sollten Sie aber einen Anwalt einschalten.
Viele Grüße
Peter

von
Petra M.

oh ja, gleich am Montag.
Weiterhin werde ich meinen Glauben an Gerechtigkeit ablegen und so wie viele andere gleich mit Rechtsanwalt, Sozialgericht und Sachverständigen ins Haus fallen

von
Petra M.

Ich habe da doch noch eine Frage:
Muss die Rentenversicherung, da ich ja berufsunfähig bin, eine Verweisungstätigkeit benennen, oder reicht es, wenn sie schreibt:" ....körperlich leichte Tätigkeiten ohne besondere Anforderungen an die Kraft und die Geschicklichkeit der Hände."
Mir fällt da nämlich nichts ein!
Petra

von
Peter 1

Hallo,
bitte lassen Sie das einen Anwalt machen. Sie legen nur ein Widerspruch ein. Begründung kann dann später der Anwalt machen.
Viele Grüße
Peter