Keine AHB möglich weil nicht Rehafähig?

von
Alexandra H.

Hallo!

Mein Sohn (körperbehindert) wurde am 18.06 die Kniescheibe versetzt.
Geplant war (von Klinik) 14 Tage KH, (Zwischenentlassung) 4 Wo. zu Hause, 1 Wo. KH und dann eine AHB.
Nun wurde mir bei der Entlassung mitgeteil das wir gar nicht zwischenentlassen werden sondern von zu Hause aus, sobald mein Sohn rehafähig ist (in ca. 3 Wochen), gleich auf Reha sollen.
Die Dame vom Sozialdienst im KH sagte eine AHB wäre so gar nicht möglich da man 2 Wo. nach OP gleich auf Reha müsste und mein Sohn ja noch nicht rehafähig sei.

Nun steh ich hier im Regen, da ich ja innerhalb von 3 Wochen keine "normale" Reha beantragt und genemigt bekomme.

Eine Reha-Klink sagte mir inzwischen das eine AHB trotzdem möglich gewesen wäre (trotz der insgesamt 6 Wo. Reha-unfähigkeit), allerdings hätte man bis spätestens 2 wo. nach Op diese beantragen müssen.

Was kann/soll ich den nun tun?

Selbst im Entlassungsbericht steht unter Therapieempfehlung: "Vorsichtige Aufbelastung im Rahmen der geplanten Rehabilitationsmaßnahme ab der 6. postoperativen Wo. erlaubt.

Aber es ist ja noch nichtmal ein Antrag gestellt.

Weiss jemand was nun stimmt? (AHB oder Reha-Antrag) und wie ich das noch hinbekommen kann?

Danke im Vorraus!

Eine sich völligst alleingelassen fühlende
Alexandra

von
toto

Egal was nun gelaufen ist oder auch nicht. Ein Reha-Antrag braucht nach meiner Erfahrung - soweit die Unterlagen vollständig eingereicht werden - nur wenige Wochen (3-4 Wochen) bis zum Bescheid. Wenn man es dringlich macht, geht es auch erheblich schneller. Eher könnte das Problem sein, dass eine geeignete Einrichtung keine kurzfristigen Aufnahmekapazität hat?!

von
Alexandra H.

Hallo!

Ja das kommt leider noch erschwerend dazu.
Wobei ich lauch noch ne Klinik brauche die mich mit aufnimmt, da mein Sohn wegen starker Verlustängste aus psychatrischer Sicht nicht alleine fahren kann/darf.

Liebe Grüße
Alexandra

von Experte/in Experten-Antwort

Theoretisch ist eine Reha-Maßnahme nur dann eine AHB, wenn sie unmittelbar nach dem Akutereignis begonnen wird. Von unmittelbar spricht man, wenn sie innerhalb von 14 Tagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus o.ä. begonnen wird. Die 14 Tagesfrist kann in Ausnahmefällen überschritten werden, wenn die Frist aus medizinischer Sicht oder tatsächlichen Gründen, die der Versicherte nicht zu vertreten hat, überschritten wird.

Voraussetzung für die Reha ist zudem, dass ihr Sohn rehafähig sein muss, bedeutet er muss in der Lage sein, sich alleine zu versorgen (essen, waschen..) und sich alleine auf der Station bewegen können.

Aus meiner Sicht sollten Sie sich mit dem Krankenhaus in Verbindung setzen und um einen entsprechende Antragstellung zu bitten. Sollte das Krankenhaus dies ablehnen, können Sie unabhängig davon jederzeit einen Antrag auf Reha-Leistungen (in ihrem Fall auf Kinderreha) stellen. In den Antragsunterlagen sollte vermerkt sein, dass Sie als Begleitperson mitfahrten möchten.