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Keine EWM Rente aber Reha

von
Betroffener

Ich seit vielen Jahren nicht mehr berufstätig wegen einer psychischen Erkrankung. Nun habe ich endlich eine Erwerbsminderungrente beantragt und wurde auch begutachtet. Aufgrund der Andeutungen im Begutachtungstermin gehe ich davon aus, dass die Rente abgelehnt wird und der Gutachter eine Reha vorschlagen wird. Jetzt meine Frage:
Kann ich sofort gegen die Rentenablehnung Widerspruch einlegen oder muss ich erst dem Rehavorschlag folge leisten? Ich halte die Reha nach über 10 Jahren bestehender psychischer Erkrankung für völlig aussichtslos, insbesondere da sowohl jahrelange Psychotherapien und Medikamente bereits keinen Erfolg gezeigt haben. Ich möchte mir die Rehaprozedur nicht auch noch antun. Was kann ich tun?

von
Kai-Uwe

Zuallererst würde ich die Begutachtung und den anschließenden Bescheid abwarten, da kann man m.E. nicht vorher angedeutet bekommen, dass die Rente abgelehnt wird.

Sollte die Rente abgelehnt werden, können Sie selbstverständlich innerhalb der Rechtsmittelfrist Widerspruch einlegen.

Sofern eine Reha angeboten wird, sind Sie nicht verpflichtet, dieses Angebot auch anzunehmen, da Sie sich ja nicht für rehafähig halten (...).

Änderungen ergeben sich nur, wenn Sie derzeit im Krankengeldbezug sind und von der Krankenkasse im Dispositionsrecht eingeschränkt sind, dann kann das Nicht-Annehmen des Rehaangebots negative Folgen haben.

von
Versichertenberater

wenn Sie seit vielen Jahren nicht mehr berufstätig sind, habe ich meine Bedenken ob Sie die Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente überhaupt erfüllen. Wovon haben Sie denn in den letzten Jahren Ihren Lebensunterhalt bestritten? Sind davon auch Beiträge zur Rentenversicherung abgeführt worden?

von
Betroffener

Zitiert von: Versichertenberater

wenn Sie seit vielen Jahren nicht mehr berufstätig sind, habe ich meine Bedenken ob Sie die Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente überhaupt erfüllen. Wovon haben Sie denn in den letzten Jahren Ihren Lebensunterhalt bestritten? Sind davon auch Beiträge zur Rentenversicherung abgeführt worden?

Von meinem Ehepartner und die versicherungsrechtlichen Vorausstzungen sind erfüllt, auch wegen Kindererziehungszeiten. Ansonsten wäre ich doch wohl gar nicht erst begutachtet worden.

von
Kai-Uwe

Nicht die allgemeinen, sondern die besonderen vers.rechtl. Voraussetzungen müssen erfüllt sein.

D.h. in den letzten 5 Jahren vor Leistungsfall mindestens 3 Jahre Pflichtbeiträge.

von
Betroffener

Zitiert von: Kai-Uwe

Nicht die allgemeinen, sondern die besonderen vers.rechtl. Voraussetzungen müssen erfüllt sein.

D.h. in den letzten 5 Jahren vor Leistungsfall mindestens 3 Jahre Pflichtbeiträge.

Verstehe ich jetzt nicht. Das wurde mir doch nach Prüfung schriftlich mitgeteilt, dass diese erfüllt sind.
Und ehrlich gesagt, hilft mir diese Diskussion zu meiner Frage nicht weiter.

von
von Ingrid

Hallo Betroffener,
der Gutachter trifft keine Entscheidung, sondern die Rentenversicherung. Warten sie doch jetzt ab, bis sie einen Bescheid von der Rentenversicherung in den Händen haben. Im Moment können sie nichts tun, wie warten.
Alles Gute

von
KSC

Über all diese "ungelegten Eier" zu spekulieren macht m.E. derzeit wenig Sinn.

Warten Sie die Entscheidung über Ihren Antrag ab und besprechen das weitere Vorgehen anschließend mit Ihrem medizinischen Fachpersolnal.

von
Betroffener

Zitiert von: von Ingrid

Hallo Betroffener,
der Gutachter trifft keine Entscheidung, sondern die Rentenversicherung. Warten sie doch jetzt ab, bis sie einen Bescheid von der Rentenversicherung in den Händen haben. Im Moment können sie nichts tun, wie warten.
Alles Gute

Danke Ingrid. Aber ich mache mir Sorgen, dass die mich zu einer Reha verdonnern, an dessen Erfolg ich niemals glaube. Von daher wollte ich nur wissen, ob ich gegen eine möglich Ablehnung der Rente auch Widerspruch einlegen kann, wenn ich die möglicherweise angeratene Reha nicht machen möchte.

von
von Ingrid

Hallo Betroffner,
natürlich können sie bei Ablehnung der Rente in Widerspruch gehen.
Vielleicht fällt es aber positiv für sie aus
und die Rente wird bewilligt.
Alles Gute

von
Betroffener

Zitiert von: von Ingrid

Hallo Betroffner,
natürlich können sie bei Ablehnung der Rente in Widerspruch gehen.
Vielleicht fällt es aber positiv für sie aus
und die Rente wird bewilligt.
Alles Gute

Ingrid...geht der Widerspruch auch wenn ich eine mögliche vorgeschlagene Reha nicht antreten will?

von
von Ingrid

ja,
keiner kann dich zwingen in eine Reha zu gehen.

von
ehemals Betroffene

Ich kann die Weigerung für eine womögliche Reha-Maßnahme nicht nachvollziehen.
Ich war persönlich betroffen und zwar im Jahre 1998. Bin seit 2001 wieder fit- zum Glück - ohne Reha hätte ich es nicht geschafft.

Eine Reha-Maßnahme ist doch eine wirkliche Chance - ich habe sie genutz und auf die Rente verzichtet.

von
???

Ganz so einfach ist es meiner Meinung nach nicht.
Natürlich können/sollten Sie bei einer Ablehnung der Rente sofort Widerspruch einlegen. Aber wenn die DRV Sie dann zur Reha auffordert, dann tut sie dies, weil sie der Meinung ist, dass die Reha Ihre Erwerbsfähigkeit wieder herstellt. Nach dem Gesetz sind Sie dazu verpflichtet, dabei mitzuwirken, also alles Zumutbare zu tun, um nicht erwerbsgemindert zu sein/werden. Sie müssen also, wenn Sie die Reha vermeiden wollen, nachweisen, dass die Reha entweder nicht zumutbar oder nicht erfolgsversprechend ist.

Experten-Antwort

1. Sie sollten zunächst die Entscheidung des RV-Trägers abwarten.
2. Gegen jede Entscheidung des RV-Trägers (Reha-Ablehnung bzw. Renten-Ablehnung) besteht die Möglichkeit Widerspruch einzulegen.
3. Sollte Ihnen der RV-Träger eine Reha-Maßnahme anbieten, sollten Sie die Chance wahrnehmen und dieses in Anspruch nehmen, weil der RV-Träger der Auffassung ist, dass die Erwerbsfähigkeit wiederhergestellt werden könnte.
Verläuft die Reha-Maßnahme erfolglos, gilt der Reha-Antrag als Rentenantrag.