keine Hilfe bekommen

von
berufliche Reha

Ich bin in eine berufliche Reha gedrängt worden die ich nun nicht zuende führen konnte, da mein Krankheitsbild es nicht zulässt. Man gewährt mir eine zweite Ausbildung.Leider erhalte ich zu jedem Bewerbungswunsch ein "nicht leidensgerecht" seitens meiner Beraterin.
Was ich machen kann ist ihr nicht bekannt, da sie ja keine medizinischen Unterlagen von mir hat und ja auch keine Med. Kenntnisse - so ihre Worte

von
Ulf

Hallo,

Irgendwie habe ich keine Frage in Ihrem Beitrag entdeckt?

Also komisch finde ich die Aussage, dass Sie in eine LTA gedrängt wurden? Sie stellen doch den Antrag!
Weiterhin vermag ich mir kein Urteil erlauben. Dennoch muss Ihr Berufswunsch realisierbar sein. Nicht jeder Wunschberuf kann durch eine LTA bedient werden. Können Sie sich vorstellen, wie kostspielig so eine Maßnahme ist?

Wenn die Beraterin sagt: Nicht Leidensgerecht, dann lassen Sie sich doch von Ihrem Arzt ein Attest austellen, welche Berufe er noch für möglich hält. Vielleicht geht es dann?

Wenn das alles nichts wird, dann bleibt Ihnen nur noch entweder auf eigene Faust etwas zu unternehmen oder sich vielleicht mit dem Gedanken an eine EM-Rente zu tragen.
Eine Umschulung oder gar Erlernung eines völlig "neuen" Berufes ist nur dann logisch nachvollziehbar, wenn Ihr Gesundheitszustand eine Arbeit dahingehend auch erlaubt.

Grüße
Ulf

Experten-Antwort

Ihre Aussage in eine berufliche Rehabilitationsleistung gedrängt worden zu sein ist irritierend.

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Wiedereingliederung in den Erwerbsprozess ist eine aktive Beteiligung des Rehabilitanden auch in der Phase der Entscheidungsfindung.

Denn auch Sie als Rehabilitand sind aufgefordert Vorschläge zu unterbreiten. Dies scheinen Sie nunmehr auch aktuell zu tun.

Bei der Auswahl des geeigneten Mittels um die Wiedereingliederung zu erreichen ist jedoch auch zu beachten, welche Leistungsmöglichkeiten vorhanden sind. Im Ergebnis kann das wie bei Ihnen dazu führen, dass Ihre Vorschläge nicht umgesetzt werden können.

Ihre zuständige Beraterin ist sicherlich in der Lage Ihnen konkretere Vorschläge bei der Auswahl zu unterbreiten. Andernfalls wäre es Ihr auch nicht möglich gewesen, die von Ihnen unterbreiteten Vorschläge mit dem Hinweis "nicht Leidensgerecht" abzulehnen.

Wenden Sie sich daher nochmals an Ihre Beraterin und versuchen gemeinsam mit Ihr Vorschläge bzw. weitere Schritte bei der Auswahl des geeigneten Ausbildungsberufes zu erarbeiten.

von
Ela

Man hat die Empfehlung der Berufsfindung ignoriert und mir einen Anderen Beruf aufgezwungen. Entweder die Alternative oder nichts. Ich konnte mir unter diesen Beruf nichts vorstellen und konnte mir auch kein bild machen, da von mir eine sofortige Zu- oder absage verlangt wurde.

von
Ela

Meine Beraterin interessiert sich nicht dafür mich zu unterstützen. Ich bin mir nicht über mein berufliches Leistungsvermögen im klaren, da ich ohne Hilfe meinen eigenen Haushalt nicht schaffe. Ich soll ihr meine Bewerbungswünsche mitteilen und sie entscheidet ob ich den Wunsch umsetzen darf. Das ist ihre aussage gewesen.

von
Und nun soll das Forum helfen?

Kann mir aufgrund der vorliegenden Informationen kaum vorstellen, dass Ihnen ein Forumsteilnehmer helfen kann.

von
Ela

Vielleicht gibt es eine Informationquelle die die Informations- und Auskunftspflicht noch ernst nimmt? Kann ich mich noch an jemand anderen wenden als meine Reha-Beraterin? Es ist doch möglich das noch jemand eine Idee hat. Habe sonst nur ALG-II zur Verfügung und lebe allein.

von
KSC

so ganz kapiere ich Ihr Problem nicht:

wenn Sie denken, dass Sie nicht mal Ihren Haushalt schaffen, was soll man Ihnen da anbieten? Welche Arbeiten wollen Sie dann anstreben?
Was planen Sie?

Wenn es so um Sie steht, kann es nur noch um die Vermittlung allerleichtester Arbeiten gehen und da ist es irgendwie logisch, dass die Beraterin nicht allzuviel Energie in Sie investiert.

Kein Arbeitgeber sucht einen Mitarbeiter, der nicht mal den eigenen Haushalt erledigen kann.

von
Maria

Lassen Sie sich erstmal von Ihrer Beraterin schriftlich geben, welche Arbeiten Sie noch verrichten können (Leistungsbild): z.B. leichte Arbeiten ohne Nachschicht, abwechselnd im Stehen, Gehen und Sitzen. Dann überlegen Sie sich, in welchem Bereich Sie arbeiten möchten (Soziales, Büro ...). Im Berufe-net des Arbeitsamtes können Sie dann einzelne Ausbildungsberufe abchecken. Auch artverwandte Berufe werden dort genannt. Ein anderer Weg wäre an einer Berufsfindung teilzunehmen (Dauer zwischen 2 und 4 Wochen). Die werden meistens im BfW oder Bfz durchgeführt. Und falls gar nichts hilft, wenden Sie sich doch schriftlich an die DRV mit dem dezenten Hinweis, dass Sie nun soundsoviele Berufe abgelehnt bekommen haben, da diese nicht gesundheitlich passend wären. Man solle Ihnen nun mindestens 3 Gegenvorschläge machen, ansonsten sollte doch mal die Umdeutung in einen Rentenantrag geprüft werden.
Nach Ihren Aussagen zu Ihrem Gesundheitszustand wäre ein Rentenantrag sowieso angebracht. Das Verhalten Ihrer Reha-Beraterin lässt 2 Möglichkeiten zu:
1. Man will Sie eigentlich keine zweite Umschulung machen lassen
2. Sie haben sich auf einen speziellen Bereich fixiert und dort geht eigentlich für Sie nichts (z.B. ist von einer Umschulung im sozialen Bereich bei einer psychischen Erkrankung abzuraten).
Viel Glück für die Zukunft!

von
Ela

Vielen Dank Maria ich werde deinen Rat versuchen

Experten-Antwort

Hallo Ela,

Sie hatten bereits eine Ausbildung begonnen, welche nach Ihrer Auskunft aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen werden musste. Ihr Rehabilitationsträger hat daher sehr wohl ein "Bild" über Ihre Leistungsmöglichkeiten.
Im Nachgang zu dem gestrigen Hinweis kann nur betont werden, mit Ihrer zuständigen Reha-Fachberaterin die weiteren Schritte hinsichtlich der beruflichen Wiedereingliederung zu besprechen und konkrete Ergebnisse zu erarbeiten.

Zur Vorbereitung auf das Gespräch möchte ich Sie auf die Datenbank für Ausbildungs- und Tätigkeitsbeschreibungen der Bundesagentur für Arbeit berufenet.arbeitsagentur.de hinweisen.