Keine weitere Therapie = keine EM-Rente?

von
Nocturnalis

Hallo,

ich beziehe zum zweiten Mal in Folge EM-Rente. Diese läuft Ende 2021 (3 Jahre nach Gutachtertermin) aus.
Ich habe seit über einem Jahr nur eine medikamentöse Therapie über einen Psychiater.

Davor habe ich Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Therapie, Reha, Psychiatrie und Tagesklinik durch. Jeweils ohne Erfolg. Eine zweite Reha (nach EM-Antrag) wurde von der Reha-Klinik, nachdem ich die Befunde vorab übermittelt hatte, abgelehnt mit der Begründung dass ich nicht rehafähig bin. Ein GdB, rein durch psychische Krankheit, von 40 liegt vor.

Nun zur Frage:
Kann es mir negativ ausgelegt werden durch die DRV wenn ich bis Ende 2021 keine weitere Therapiemaßnahme ergreife (weil ich nicht glaube dass irgendetwas noch was bringt) und nur die fachärztliche medikamentöse Therapie weiterläuft und somit die EM-Rente versagt werden?

von
Mini

Das ist eine sehr interessante Frage, da ich das Problem auf orthopädischer Seite ähnlich habe.
OP die nichts geändert hat und nur einmal im Quartal 6x Physiotherapie, da wird man nicht geheilt von. Auf eigene Kosten Schmerzmittel und Fitness gemacht. Bin auch schon gespannt wie das die DRV bewertet.

Viel Erfolg.

von
Schoenschief

Viel kann die DRV nicht tun. Sie kann sich nur auf § 66 SGB I stützen. Dazu müsste sie Sie aber auffordern, zumutbare Behandlungen zu ergreifen, sofern erfolgsversprechende Behandlungsmöglichkeiten bestehen.

IdR wird das aber ein Fall für ein Gericht, wenn die DRV der Meinung ist Ihre Einschränkungen lassen sich mildern und das in einer adäquaten Zeit und Sie haben keine Behandlung begonnen, dann wird die DRV unterstellen, dass Sie die Erwerbsminderung defacto selbst verschuldet haben oder nicht beseitigt. Insofern hätten Siw keinen Anspruch auf eine EM-Rente mehr.

Das passiert aber relativ selten und die DRV vor so einem Schritt wohl eher eine weitere Reha veranlassen.

Ich sage mal so, ohne Grund haben Sie dann nicht 6 Jahre EM Rente erhalten. Wäre die DRV davon ausgegangen, dass Sie eine EM beseitigen könnten und das nicht tun, wären sie schon aktiv geworden.

Sie haben ja schon vieles ausgereizt. Ich würde nur weiterhin mit Ihren Ärzten in Kontakt bleiben und besprechen was sie davon halten, dass alle bisherigen Behandlungen gescheitert sind.

von
Anti schoenschief

Zitiert von: Schoenschief
Viel kann die DRV nicht tun. Sie kann sich nur auf § 66 SGB I stützen. Dazu müsste sie Sie aber auffordern, zumutbare Behandlungen zu ergreifen, sofern erfolgsversprechende Behandlungsmöglichkeiten bestehen.

IdR wird das aber ein Fall für ein Gericht, wenn die DRV der Meinung ist Ihre Einschränkungen lassen sich mildern und das in einer adäquaten Zeit und Sie haben keine Behandlung begonnen, dann wird die DRV unterstellen, dass Sie die Erwerbsminderung defacto selbst verschuldet haben oder nicht beseitigt. Insofern hätten Siw keinen Anspruch auf eine EM-Rente mehr.

Das passiert aber relativ selten und die DRV vor so einem Schritt wohl eher eine weitere Reha veranlassen.

Ich sage mal so, ohne Grund haben Sie dann nicht 6 Jahre EM Rente erhalten. Wäre die DRV davon ausgegangen, dass Sie eine EM beseitigen könnten und das nicht tun, wären sie schon aktiv geworden.

Sie haben ja schon vieles ausgereizt. Ich würde nur weiterhin mit Ihren Ärzten in Kontakt bleiben und besprechen was sie davon halten, dass alle bisherigen Behandlungen gescheitert sind.

Niemand wird Ihnen hier im Forum seriös beantworten können, wie Ihr Verhalten bei späterer Antragstellung ausgelegt wird. Letztendlich „glauben“ Sie ja nur, dass weitere Behandlungen keinen Erfolg bringen.
Gerade @schoenschief bringt in jedem seiner Kommentare Widerspruch, Klage oder Gericht ins Spiel. Vermutlich ist er ein privater Rentenberater der seine Zunft unterstützen will und den Versicherten unnötig um sein Geld erleichtert. Er muss diesbezüglich traumatisiert sein.
Daher entscheiden Sie besser für sich und hören nicht auf derartige Ratschläge.

von
Schoenschief

Ich bin immer wieder faszinierd, wie sehr Menschen daran zu knabbern haben, wenn man ihnen einmal deutlich ihre Fehlerhaftigkeit aufgezeigt hat.

Sei es drum. Welchen Rat ich auch immer gegeben haben soll, mir fällt keiner ein, auch nicht bei wiederholten lesen. Letztlich habe ich gesagt, dass wenn die DRV die Rente ablehnt mit der Begründung sie sei selbst verursacht, diese Geschichte sehr wahrscheinlich mit einem Widerspruch nicht aus der Welt zu schaffen sein wird und diese seltenen Fälle vor Gericht landen. Übrigens wie jüngst erst wieder GENAU der Fall einer unterlassenen Psychotherapie vor ca 3 Monaten. Das ist eine reine Feststellung. Im Gegenteil sehe ich es bei dem Fall, nach Ausreizung vieler Behandlungen KH Aufenthalten und Therapien und 6 Jahren EM Rente als sehr unwahrscheinlich an, dass die DRV ihm so einen Vorwurf macht. Zu sagen, dennoch soll er mit seinen Ärzten über mögliche Therapien reden und vielleicht besprechen wie es zukünftig weitergeht ist sicher ein sehr gefährlicher Rat.

In diesem Sinn, lassen Sie sich nicht beirren. Hier gibt es sehr gefrustete Menschen in diesem Forum die irgendwie einen Status für sich beanspruchen und Gift und Galle spucken, wenn man ihnen in 2 Sätzen zeigt wie unwissend sie eigentlich sind.

von
Anti schoenschief

Zitiert von: Schoenschief
Ich bin immer wieder faszinierd, wie sehr Menschen daran zu knabbern haben, wenn man ihnen einmal deutlich ihre Fehlerhaftigkeit aufgezeigt hat.

Sei es drum. Welchen Rat ich auch immer gegeben haben soll, mir fällt keiner ein, auch nicht bei wiederholten lesen. Letztlich habe ich gesagt, dass wenn die DRV die Rente ablehnt mit der Begründung sie sei selbst verursacht, diese Geschichte sehr wahrscheinlich mit einem Widerspruch nicht aus der Welt zu schaffen sein wird und diese seltenen Fälle vor Gericht landen. Übrigens wie jüngst erst wieder GENAU der Fall einer unterlassenen Psychotherapie vor ca 3 Monaten. Das ist eine reine Feststellung. Im Gegenteil sehe ich es bei dem Fall, nach Ausreizung vieler Behandlungen KH Aufenthalten und Therapien und 6 Jahren EM Rente als sehr unwahrscheinlich an, dass die DRV ihm so einen Vorwurf macht. Zu sagen, dennoch soll er mit seinen Ärzten über mögliche Therapien reden und vielleicht besprechen wie es zukünftig weitergeht ist sicher ein sehr gefährlicher Rat.

In diesem Sinn, lassen Sie sich nicht beirren. Hier gibt es sehr gefrustete Menschen in diesem Forum die irgendwie einen Status für sich beanspruchen und Gift und Galle spucken, wenn man ihnen in 2 Sätzen zeigt wie unwissend sie eigentlich sind.

Schauen Sie sich die letzten Beiträge von diesem Blender an und Sie wissen Bescheid.
Ich werde seine Beiträge weiter beobachten und Fragesteller vor ihm warnen. Derartige Subjekte wollen hier nicht helfen sondern nur verwirren und möglichst davon auch noch profitieren.

von
Grobi

Sie befinden sich doch in regelmäßiger ärztlicher Behandlung. Dort können Sie doch ansprechen, ob es möglicherweise außer der medikamentösen Therapie weitere Möglichkeiten gibt, Ihr Krankheitsbild zu verbessern. Findet sich weitere therapeutische Maßnahmen, sollten Sie diese auch durchführen. Bessert sich dadurch nichts, können Sie das der RV dieses dann auch so vortragen bei der nächsten Verlängerung. Sehen Ihre Ärzte momentan keine weiteren zusätzlichen Therapiemöglichkeiten, dann ist das ärztlich hinterlegt. Probleme wird es wahrscheinlich mit der RV nur geben, wenn es Therapievorschläge gibt, Sie diese aber ablehnen. Das sollten Sie aber alles mit Ihren Ärzten besprechen!

Experten-Antwort

Hallo, Nocturnalis,

ergänzend zu den Aussagen von „Grobi“ der Hinweis, dass im Falle des Antrages über die Weitergewährung der Erwerbsminderungsrente über den Wegfallzeitpunkt 2021 hinaus, wieder geprüft wird, ob die medizinischen Zeitpunkt noch gegeben sind.
Weitere medizinische / therapeutische Unterlagen/Aussagen werden bei der in der Zukunft liegenden Entscheidungsfindung berücksichtigt. Ob, und wie dann entschieden wird kann nur spekuliert werden. Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt oder Therapeuten, ob es zu anderen Zeitpunkten Alternativen gibt, welche in Ihrer individuellen Situation sinnvoll sein könnten, so dass sich der gesundheitliche Zustand verbessert.