Keinen Schaden bei Riester, wenn man vermietet oder bei Verkauf neu baut?

von
wichtigeriesterfrage

Hallo,
bei dem Immobilen-Riester habe ich gelesen, dass es steuunschädlich ist und auch keine Zulagen zurückgefordert werden können, wenn man die zuvor eigengenutzte Immobilie vermietet oder innerhalb von vier Jahren eine neue eigengenutzte Immobilie baut oder kauft.
Ist das richtig? Und wo steht das definitiv, so dass man sich darauf verlassen kann?
Dankeschön für entsprechende Hinweise.

Experten-Antwort

Zitiert von: wichtigeriesterfrage
Hallo,
bei dem Immobilen-Riester habe ich gelesen, dass es steuunschädlich ist und auch keine Zulagen zurückgefordert werden können, wenn man die zuvor eigengenutzte Immobilie vermietet oder innerhalb von vier Jahren eine neue eigengenutzte Immobilie baut oder kauft.
Ist das richtig? Und wo steht das definitiv, so dass man sich darauf verlassen kann?
Dankeschön für entsprechende Hinweise.

Sehr geehrter Herr,
damit die Immobilie als förderbare Immobilie im Rahmen der "Riester-Förderung" begünstigt ist , müssen gesetzliche Voraussetzungen vorliegen.
Sie müssen wirtschaftlicher Eigentümer der begünstigten Wohnung sein und diese selbst zu eigenen Wohnzwecken nutzen. Das bedeutet: Es erfordert, dass sie grundsätzlich tatsächlich darin wohnen und melderechtlich als ihre Hauptwohnung eingetragen sein oder zumindest Ihr Lebensmittelpunkt, also der Ort, an dem Ihre Familie wohnt.
Wird die geförderte Immobilie nicht mehr so genutzt, wie es der Gesetzgeber vorsieht, liegt eine schädliche Verwendung vor.
Das ist unter anderem bei einer nicht nur vorübergehenden Aufgabe der Selbstnutzung der geförderten Wohnimmobilie infolge Vermietung der Fall.
Von einer nur vorübergehenden Aufgabe der Selbstnutzung kann nach Würdigung des Einzelfalles bei einem Zeitraum von bis zu einem Jahr ausgegangen werden.
Etwas anderes gilt bei einem Objektwechsel. Eine schädliche Verwendung liegt dann nicht vor, wenn ein Betrag in Höhe des noch nicht zurückgeführten Betrags im Wohnförderkonto innerhalb von zwei Jahren vor und fünf Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Wohnung letztmals zu eigenen Wohnzwecken genutzt, für eine weitere förderbare Wohnung verwendet wird. In diesem Fall muss der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) die Absicht, in eine weitere selbst genutzte eigene Wohnimmobilie zu investieren, mitgeteilt werden.

Für weitere, konkrete Informationen ist es ratsam sich direkt an die Kontaktstelle der ZfA
https://riester.deutsche-rentenversicherung.de/DE/Home/home_node.html;jsessionid=E11A44F81AF5E5CED3AA5EC46C0BDCAE.delivery2-3-replication
zu wenden.
Viele Grüße,
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

Interessante Themen

Altersvorsorge 

Forward-Darlehen: Günstige Bauzinsen sichern

Die Zinsen für Baukredite steigen wieder. Wer Haus oder Wohnung abbezahlt, kann deshalb oft schon jetzt von einer Anschlussfinanzierung profitieren.

Rente 

Rente: Extra-Beiträge lohnen 2022 besonders

Die meisten Versicherten ab 50 können sich mit freiwilligen Beiträgen Rentenpunkte kaufen. 2022 gibt es diese im Sonderangebot.

Magazin  Altersvorsorge 

Lohnt der Kauf einer Immobilie als Geldanlage noch?

Eine Immobilie erscheint vielen als sichere Geldanlage. Doch gilt das mit steigenden Preisen und Zinsen noch immer?

Altersvorsorge 

Für wen sich eine Photovoltaik-Anlage lohnt

Solarstrom selbst erzeugen und ins Netz einspeisen, dafür gibt‘s 20 Jahre lang eine feste Vergütung – ein möglicher Baustein für die Altersvorsorge....

Rente 

Millionen Rentner müssen weniger Steuern zahlen

Hat die saftige Rentenerhöhung zum Juli wirklich eine „dunkle Seite“? Massen von Rentnern würden nun Steuern zahlen müssen, war zuletzt zu lesen....