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KFZ Hilfe Antrag abgelehnt

von
Ronny Makswitat

Bei mir wurde eine Oberschenkelamputation durchgeführt. Nach knapp 8 Monaten Krankenhaus und Reha habe ich einen Antrag für die Arbeitsplatzausstattung und ein KFZ Hilfe Antrag gestellt.

Der Antrag auf KFZ Hilfe wurde abgelehnt mit der Begründung ich könne die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen oder laufen. Bei Schnee oder Glateis darf ich ein Taxi nutzen. Mir werden dan ca 20 Cent pro Kilometer erstattet.

Man beachte das ich mit Prothese und zwei Gehstützen laufe. Meine Laufstrecke, bis Schmerzen im gesunden Bein kommen, sind etwa 100 - 150 Meter. Dazu kommt noch der Belastungsschmerz im Schritt, die Schmerzen in Rücken und Schulter. Weiterhin besteht ein sehr hohes Verletzungsrisiko und sehr hohe Sturzgefahr bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmittelen (anfahren, bremsen). Zu dem kommt noch das man bei schlechtem Wetter oder bei schlechtem Untergrund sehr leicht ausrutschen und stürzen kann. Bei Regen ist man nass da man ja die Hände für die Gehstützen braucht. Ein Poncho geht auch nicht da das Wasser dann die Beine trotzdem total nass macht. Und Wasser und Gehstützen heißt wegrutschen.

Das sind alles Erfahrungen die ich gemacht habe um zu sehen was geht und was nicht.

Auch das Thema der sozialen Ausgrenzung kommt dazu..man ist von fast allem abgeschnitten. Man kommt nur sehr schwer zu Ärzten und zur Reha. Das gesellschaftliche Leben ist fast komplett erledigt.
Och muss noch dazu sagen das es nur gute 3 Kilometer sind bis zur Arbeit aber aus Versuchen hab ich ja gemerkt wie schwer es in meiner Situation ist. Die Ärztin der Rentenversicherung sagte das sie dem Antrag zustimmen wird.

?????

Ich bin voll berufsfähig und hab noch gute 30 Jahre vor mir im Arbeitsleben. Mir ist absolut unverständlich warum ein solcher Antrag abgelehnt wird.

von
W*lfgang

Zitiert von: Ronny Makswitat
Mir ist absolut unverständlich warum ein solcher Antrag abgelehnt wird.
Ronny Makswitat,

legen Sie Widerspruch ein - genau mit den Gedanken/Worten, die Sie hier gewählt haben.

Unterstützung erhalten Sie auch vom SOVD, VDK oder Fachanwälten für SV-Recht - die alle mehr oder minder kostenpflichtig sind, wenn Sie nicht auf Prozesskostenhilfe zurückgreifen können.

Eine Lösung werden Sie hier nicht erfahren können, da jeder Fall individuell zu sehen ist - seöbst wenn wir den Inhalt Ihrer Renten-/med. Akten kennen würden ;-)

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Ronny Makswitat,

ich kann mich nur den Ausführungen von Wolfgang anschließen.

Eine Lösung kann Ihnen dieses Forum nicht bieten, da es sich um eine Einzelfallentscheidung handelt, die von den jeweiligen Umständen abhängig ist.

von
Ronny Makswitat

Nun kommt noch der absolute Hammer. Die Arbeitsplatzausstattung wurde ebenfalls abgelehnt. Oberschenkelamputation...man trägt da einen Schaft der ständig aufs Sitzbein drückt...ein dauerhaftes sitzen ist somit wegen der entstehenden Schmerzen nicht möglich...daher ein höhenverstellbarer Schreibtisch um auch im stehen zu arbeiten wenn es notwenig wird...aber die Rentenversicherung möchte scheinbar behinderte Menschen in die Arbeitslosigkeit treiben. Ich will ja...aber die lassen mich nicht