Kindererziehungszeiten

von
Claudia

Die Geburt eines Kindes wird der Rentenversicherung ja elektronisch gemeldet und meist im Konto der Mutter gespeichert. Muss denn die Geburtsurkunde des Kindes noch mal mit eingereicht werden, wenn der Vater die KEZ beantragen möchte oder werden die Daten aus dem Konto der Mutter gezogen. Bei dieser wird ja auch gespeichert, dass die KEZ dem Vater zugeordnet werden oder bin ich jetzt total auf dem Holzweg?

von
KinderKinder

Die Geburt eines Kindes wird grundsätzlich mit dem Monat und dem Jahr der Geburt in das Versicherungskonto der Mutter gemeldet. Sollen die KEZ beim Vater angerechnet werden ist es sinnvoll die Personenstandsdaten des Vaters und des Kindes im KEZ/BÜZ-Antrag bestätigen zu lassen. Evtl. hat der Versicherungsträger des Vaters keinen Zugriff auf Ihr Versicherungskonto.

von
Schwarzwälder

Selbst wenn ein zugriff bestünde wären die übermittelten Daten der Krankenkasse nicht ausreichend. Da lediglich Monat und Geburtsjahr übermittelt werden fehlt der genaue Tag und der Name des Kindes. Außerdem wird nur durch eine Geburtsurkunde der tatsächliche Geburtsnachweis vorgelegt.
Wenn einmal die Urkunde vorgelegen hat muß allerdings später bei weiteren Anträgen (z.B. Verlängerung der Erziehungszeit ) keine neue Urkunde vorgelegt werden.

von
EinHesse

Hallo Schwarzwälder,
die Daten kommen nicht von der Krankenkasse.
Die Meldungen stammen von den Städzen und Gemeinden nach der
2. BMeldDÜV
auf hessisch: "Bemmeldüff"

Grüße aus Hessen

von
Rosanna

Ja, richtig.

von
Agnes

Hallo Claudia,
eine Geburtsurkunde muss immer vorgelegt werden. Egal ob die KEZ der Mutter oder dem Vater zugeordnet werden soll.
Dank unseres Datenschützern dürfen die vollständigen Angaben über das Kind nicht übermittelt werden. Die Datenschützer vertreten die Auffassung, dass es für den Rentenversicherunsträger ausreicht, wenn ihnen Monat und Jahr übermittelt werden.
Alle weitere Angaben können ja von der Kindesmutter (vater) erfagt werden.
Agnes

von Experte/in Experten-Antwort

Unabhängig der Meldung des Standesamtes/Einwohnermeldeamtes des Geburtsortes des Kindes an die DRV, muss beim ersten Antrag auf Anerkennung der Kindererziehungszeiten für die Rentenversicherung immer die Geburtsurkunde vorgelegt werden.

von
Claudia

Vielen Dank für die ganzen Antworten. Dann werden wir mal die KEZ für meinen Mann beantragen bevor unsere Kleine in die Schule kommt :)

Was lange währt, wird gut!

von
Agnes

Hallo Claudia,
hat denn Ihr Mann die Kleine erzogen?
So einfach ist die Anerkennung für den Vater, insbesondere rückwirkend nicht.

Hier ein Auszug aus den Vorschriften:
§ 56 SGB X Kindererziehungszeiten

(2) Eine Erziehungszeit ist dem Elternteil zuzuordnen, der sein Kind erzogen hat. Haben mehrere Elternteile das Kind gemeinsam erzogen, wird die Erziehungszeit einem Elternteil zugeordnet. Haben die Eltern ihr Kind gemeinsam erzogen, können sie durch eine übereinstimmende Erklärung bestimmen, welchem Elternteil sie zuzuordnen ist. Die Zuordnung kann auf einen Teil der Erziehungszeit beschränkt werden. Die übereinstimmende Erklärung der Eltern ist mit Wirkung für künftige Kalendermonate abzugeben. Die Zuordnung kann rückwirkend für bis zu zwei Kalendermonate vor Abgabe der Erklärung erfolgen, es sei denn, für einen Elternteil ist unter Berücksichtigung dieser Zeiten eine Leistung bindend festgestellt, ein Versorgungsausgleich oder ein Rentensplitting durchgeführt. Für die Abgabe der Erklärung gilt § 16 des Ersten Buches über die Antragstellung entsprechend. Haben die Eltern eine übereinstimmende Erklärung nicht abgegeben, ist die Erziehungszeit der Mutter zuzuordnen. Haben mehrere Elternteile das Kind erzogen, ist die Erziehungszeit demjenigen zuzuordnen, der das Kind überwiegend erzogen hat, soweit sich aus Satz 3 nicht etwas anderes ergibt.

Grüße
Agnes

von
Claudia

Ich wage mal zu behaupten, dass wir das Kind gemeinsam erzogen haben....

Aber ich weiß, was sie meinen. Da mein Mann die Elternzeit gemacht hat und auch einen Bescheid über das Erziehungsgeld hat, denke ich mal, dass das ganze recht unproblematisch sein dürfte.

von
sipp

Muß die Geburtsurkunde immer vorgelegt werden ?
Es reicht doch die meldung sofern Geburtsmonat nicht von der Meldung abweicht; oder ?????

von
Agnes

Hallo Claudia,
ich sehe schon dass Sie es verstanden haben.
Bitte aber angeben: der Vater hat das Kind ü b e r w i e g e n d erzogen. Dann dürfte es in der Tat keine Probleme geben.
mfg
Agbes

von
Agnes

Die Kenntnis des Geburtsmonats reicht nicht aus.
Die Kindererziehungszeit beginnt mit dem Folgemonat.
Die Berücksichtigungszeit beginnt mit dem Tag der Geburt.
Agnes

von Experte/in Experten-Antwort

Eine Geburtsurkunde muss immer vorgelegt werden (meistens beim ersten Antrag auf KEZ).