Kindererziehungszeiten nachtragen

von
Positron

Hallo, ich stehe vor folgender Frage:

Mein Vater (Rentner) ist im Jahr 2011 verstorben. Meine Mutter (68 J) bezieht seit dem die große Witwenrente 60%. Sie hat keinen eigenen Rentenanspruch erworben, die Beiträge für ihre wenigen Berufsjahre wurden ausgezahlt. Nun habe ich festgestellt, dass keine Kindererziehungszeiten im Versicherungsverlauf meines Vaters eingetragen sind, bei meiner Mutter natürlich auch nicht. Kann ich diese Zeiten für ein Kind, geb. 1968, nun nachtragen lassen und beantrage ich die besser für den verstorbenen Vater oder für meine Mutter, die ja 60% der Rente, berechnet mit den Entgeltpunkten des Ehemanns bekommt? Bin für Hilfe dankbar!

von
-/-

Eine Erziehungszeit ist dem Elternteil zuzuordnen, der sein Kind erzogen hat. (§ 56 Abs. 2 S. 1 SGB VI)

von
Positron

Ok, danke für die Auskunft. Aufgrund gesundheitlicher Probleme der Mutter hatte mein Vater durchaus den überwiegenden Anteil. Die Frage ist nun, ob wir nun im Namen des verstorbenen Vaters einen Antrag auf Nachtrag stellen können?

von Experte/in Experten-Antwort

Zur Klärung des Sachverhalts "überwiegende Erziehung" sollte ein Beratungstermin in einer Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung
(s. Beratungsstellensuche auf dieser Seite) vereinbart werden.
Abhängig davon ist entweder eine Neuberechnung der Altersrente und der anschließenden Witwenrente oder eine Nachzahlung von Beiträgen (§ 282 Abs. 1 SGB VI) in das Rentenkonto Ihrer Mutter denkbar.